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Samstag, 23. September 2017
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Altersarmut: Soziale Schere wird immer größer

 Altersarmut: Soziale Schere wird immer größer

© Foto pixelio.de, R. Sturm

Demografischer Wandel bringt große Herausforderung für Politik.

Pensionisten: Altersarmut als gesellschaftliches Problem.

Die Einkommensentwicklung bei 55- bis 65-Jährigen ist alarmierend. Besonders in dieser Altersgruppe wird die Spanne zwischen Arm und Reich immer größer. Hier gibt es den höchsten Anteil von Personen mit Niedrigeinkommen unter 900 Euro, aber auch den höchsten Anteil von Spitzenverdienern. Viele der Älteren waren lange Zeit arbeitslos, weil viele Unternehmen sich von 58-Jähringen frühzeitig trennten und bekamen dann Arbeitslosengeld. Dieses reduzierte Einkommen schlägt sich dann natürlich auf den Pensionsbezug nieder. Dies bedeutet oftmals bis zu 200,- weniger Pension monatlich.

Pensionssystem unter Druck

Das sind die Menschen, wo das Thema Altersarmut eine Rolle spielen wird. Alleinstehende ältere Frauen seien eine weitere Risikogruppe. “Lückenhafte Erwerbsbiografien, Einschnitte in den Versorgungssystemen und zunehmende Eigenverantwortung in Gesundheitsversorgung und Altersvorsorge lassen die Prognosen für zukünftige ältere Generationen weniger günstig ausfallen”, warnen Altersforscher. Die Zahlen der Altersklasse 55 bis 65 würden darauf erste Hinweise geben. “Diesen Herausforderungen werden sich die Seniorenwirtschaft und auch die Sozialpolitik in Zukunft stellen müssen.”

Aufzuhalten ist der demografische Wandel mit seinen Auswirkungen nicht mehr

Im Prinzip könnte man den demografischen Wandel in zwei Wegen in Grenzen halten: Erhöhung der Geburtenziffer und Migration”, sagen die Forscher. Im Falle der Geburtenrate sei es unrealistisch, den Wandel in der Alterspyramide aufzuhalten. So müsste beispielsweise jede Frau mindestens zwei Kinder bekommen. Bei der Migration tut sich Deutschland aber auch Österreich im Vergleich zu anderen europäischen Staaten schwer. Dementsprechend wird es eine volkswirtschaftliche Herausforderung für die Politik, genügend Pensionszahler im Land zu haben, damit die Pensionen der über 55-Jährigen gezahlt werden können.

Seniorenvertreter verlangen eine Inflationsabgeltung von 2,7%

Kohl und Blecha verlangen für das kommende Jahr, dass die Teuerungen bei der Pensionsanhebung Berücksichtigung finden. Seien es doch gerade die älteren Menschen, die mit ihrem Einkommen den Konsum im Inland stützen und auch damit zur guten Beschäftigungslage beitragen. Speziell Bezieher von geringen Pensionen sollten stärker berücksichtigt werden.

Wir sind gespannt, was die entsprechenden Ergebnisse bringen.

pte

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