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Freitag, 15. Dezember 2017
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Erneuerbare Energie ist voll im Trend

BM Niki BerlakovichDer Trend beim Heizen geht in Richtung erneuerbare Energie. Diese Entwicklung wird sich in Zukunft auch durchsetzen. Österreich ist auf einem guten Weg sich langsam von fossilen Brennstoffen zu lösen. Es gibt bereits eine breite Palette an umweltfreundlichen Alternativen zu Öl oder etwa Kohle. So sind Biomasseheizungen (wie zum Beispiel Pellet-, Hackgut- oder Stückholzheizungen) oder Solaranlagen umweltfreundlichere und keineswegs teurere Möglichkeiten.

„Mehr als ein Drittel des Energiebedarfs in Österreich wird für Raumwärme und Warmwasser aufgewendet.

Die Nutzung erneuerbarer Energie ist hier besonders wichtig”.

(Umweltminister Niki Berlakovich)

Sehen Sie das Gespräch, dass wir mit Minister Niki Berlakovich geführt haben.

Zunächst einige Begriffe:

NAWARO – eine Begriffsdefinition

„NAWARO“ steht für „nachwachsende Rohstoffe“. Die Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen zur Energie- und Wärmege­winnung ist in Österreich bereits weit verbreitet. Im Gegensatz dazu macht die stoffliche Verwertung noch einen verschwindend kleinen Anteil aus.

Reduktion der CO2 -Emissionen

Im Gegensatz zu fossilen Rohstoffen erneuern sie sich jährlich oder in überschaubaren Zeiträumen. Bei ihrer Verbrennung oder Kompostierung setzen NAWARO immer nur jene Menge an CO2 frei, die sie während ihrer Wachstumsperiode aus der Atmosphäre entnommen haben.

Regionale Wertschöpfung

NAWARO bieten regionalökonomisch eine Möglichkeit, zusätzliche Wertschöpfung für eine Region zu erzielen. Dabei wird unter anderem die Entwicklung im ländlichen Raum gefördert. Der verstärkte Einsatz nachwachsender Rohstoffe eröffnet neue Chancen für die österreichische Wirtschaft.

Heizen mit Solar, Holz & Co

Klima:aktiv ist die Klimaschutzinitiative des Lebensministeriums. Die verschiedenen Programme forcieren den Einsatz erneuerbarer Energieträger und mehr Energieeffizienz. Den erneuerbaren Energieträgern kommt im Rahmen der Klimastrategie eine besondere Bedeutung zu. Nur wenn es gelingt, die Erneuerbaren stärker in den Markt zu bringen, können die ambitionierten Ziele der Klima- und Energiepolitik erreicht werden. Ziel ist es, die Energieversorgung Österreichs sicherzustellen, den Anteil erneuerbarer Energieformen anzuheben und die Klimaschutzziele zu erreichen.

Die Kraft der Sonne

Die Angebote von klima:aktiv solarwärme sind vielfältig. Man kann man sich unter www.solarwaerme.at zu allen Fragen rund um das Thema Solarwärme informieren. Auch Broschüren zum Thema können dort kostenlos bestellt werden.  Österreich ist weltweit ein Vorreiter bei der Nutzung von Solarenergie.

Solarwärme bringt neue Arbeitsplätze, Konjunkturbelebung und eine höhere Unabhängigkeit von Energieimporten. Sie ist ein wesentlicher Eckpfeiler für die Umsetzung der Energiestrategie Österreich.

Zum modernen Wohnen gehört heute auch eine umweltschonende und effiziente Heizung. Mit Solaranlagen holt man sich dazu die Sonne ins Haus. Duschen, Baden und Heizen fast zum Nulltarif sind über Jahrzehnte hinweg gesichert. Die Energie kommt schließlich direkt von der Sonne.  Bei einem verstärkten Ausbau von Solarwärme für die Wärme und Kälteversorgung könnten jährlich bis zu 2,8 Mio. Tonnen CO2 eingespart werden. Die 2,8 Mio. Tonnen sind mehr als ein Viertel der CO2 -Reduktion durch erneuerbare Energien, die mit der Energiestrategie Österreich erreicht werden soll.

Die Photovoltaik ist die zukunftsweisende Technologie zur klimafreundlichen Produktion von Strom. Heuer gab es mit der Summe von 35 Millionen Euro die größte Potovoltaik-Förderaktion Österreichs. Sie richtete sich ausschließlich an private Haushalte, die eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung bis fünf Kilowatt-Peak installieren wollen.

Heizen – mit Holz und Verstand

Holz ist einer der wichtigsten erneuerbaren Energieträger unseres Landes. Holz wächst vor Ort und wird nachhaltig bewirtschaftet. Damit hilft Heizen mit Holz nicht nur den Haushalten beim Sparen, sondern trägt auch zum Klimaschutz und zur Schaffung neuer Arbeitsplätze bei.

Neueste Technologien können alle Formen von Holzbrennstoffen – Stückholz, Hackschnitzel oder Pellets – auf höchst wirtschaftliche und umweltfreundliche Weise verbrennen. Welcher Holzbrennstoff die günstigste Lösung für den KonsumentInnen darstellt, hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie dem Energiebedarf, der lokalen Verfügbarkeit von Holzbrennstoffen, oder dem Komfortbedürfnis. www.holzwaerme.at stellt Ihnen sämtliche Informationen rund ums das Thema zur Verfügung.

In Pelletsheizungen wird der Brennstoff automatisch in den Kessel transportiert. Abgesehen vom gelegentlichen Entleeren des Aschebehälters sind keinerlei Handgriffe notwendig. Auch Hackschnitzelheizungen funktionieren im Wesentlichen automatisch. Die Hackschnitzel werden über eine Schnecke aus dem Bunker in den Kessel befördert. Aber auch moderne Stückholzheizungen ermöglichen ein komfortables Einheizen. Ein Pufferspeicher macht es möglich: Zwei mal Einheizen pro Tag und das Haus bleibt auch bei Minusgraden wohlig warm.

Mit Wärmepumpen Umgebungswärme sinnvoll nutzen

Der sinnvolle Einsatz der Umgebungswärme trägt auch wesentlich zur Reduktion schädlicher Emissionen und somit zum Klimaschutz bei. Sie finden auf www.waermepumpe.klimaaktiv.at sämtliche Informationen, um die Potenziale im Bereich der Umgebungswärme optimal nützen zu können.  In Österreich gibt es speziell ausgebildete InstallateurInnen, die zum/zur zertifizierten Wärmepumpen-InstallateurIn ausgebildet wurden. Sie sorgen für eine qualitativ hochwertige Auslegung und Installation von Wärmepumpen.

Förderungen für erneuerbare Energieträger gibt es auf Bundes- und Landesebene.

Nähere Informationen:

http://www.klimafonds.gv.at/

www.klimaaktiv.at

Bei den Energieberatungsstellen der Bundesländer bekommen Sie die besten Tipps rund um Energiesparen, energieeffizientes Bauen, Wohnen und Sanieren

http://www.klimaaktiv.at/article/articleview/59865/1/25255

Hier einige TIPPs zur Verbesserung der Heizungsanlage: Mit der neuen Heizkesselgeneration lässt sich der Jahresnutzungsgrad der Heizungsanlage entscheidend verbessern. Wessen Heizkessel über 15 Jahre alt ist, sollte daher über einen Kesseltausch nachdenken. Was bei einem Heizkesseltausch beachtet werden sollte: Das Verhältnis der in einem Jahr erzeugten nutzbaren Wärme zur eingesetzten Brennstoffenergie wird als Jahresnutzungsgrad bezeichnet. Dieser Jahresnutzungsrad hat mit den unter Prüfbedingungen ermittelten Normnutzungsgraden der Heizkessel wenig zu tun. Viel Energie geht über den Rauchfang als sogenannter Abgasverlust verloren. In der Startphase ist der Abgasverlust höher als im Betrieb. Selbst wenn ein Brenner stillsteht, treten ebenfalls Energieverluste auf (“Bereitschaftsverlust”). Bei einem neueren 15 kW-Kessel liegt er z.B. bei 1,7% der Kesselleistung. Dadurch wird auch klar, warum überdimensionierte Heizkessel wahre Energieverschwender sind. Die volle Leistung eines Heizkessels wird nur an ca. 6 Heiztagen pro Heizsaison benötigt. Ist ein Heizkessel überdimensioniert, so steht er öfter still und es kommt es zu einem entsprechend häufigeren Takten (Starten). Wertvolle Energie geht ungenutzt verloren. Weniger Kessel-Leistung bedeutet längere Laufzeiten mit weniger Brennerstarts am Tag und einen höheren Jahresnutzungsgrad. Früher wurde aus einem gut gemeinten, aber falschen Sicherheitsdenken gerne ein leistungsstärkerer Heizkessel als notwendig gewählt. Bei einer Neuanschaffung eines Heizkessels ist daher unbedingt auf die richtige Dimensionierung zu achten. Weniger ist in diesem Fall nicht mehr, sondern ein weniger an Heizenergieverbrauch.

NAWARO – Produkte

Dass man nachwachsende Rohstoffe für umweltschonendes Heizen einsetzen kann ist bekannt. Es gibt aber noch weitere Einsatzmöglichkeiten bei Biokunst- & Verbundstoffen, Dämmstoffen, Ölen, Lacke, Farben sowie Regionale Produkten.

Beispiel: Becher aus der Pflanze

Biokunststoffe werden aus Rohstoffen wie Milchsäure, pflanz­licher Stärke bzw. Ölen hergestellt. Sie können den fossilen Kunststoff bereits in vielen Anwendungsbereichen, z.B. als Ver­packungsmaterial in Form von Folienfilmen oder Spritzgussar­tikel, ersetzen.

Beispiel: Dämmstoffe aus der Natur

Ausreichende Wärmedämmung bei Neubau­ten bzw. Sanierung ist ein wichtiger Schritt zur Energieeinsparung. Erhältlich sind bereits Zellulose und Holzfaserdämmstoffe. Forciert werden soll der Einsatz von Stroh, Flachs und Hanf. Für die nachwachsenden Rohstoffe könnte im Bereich Einbau von Dämmstoffen zur nachträglichen thermischen Sanierung von Gebäuden eine neue Marktchance entstehen.

Beispiel: Biopolymerverpackungen

Auch bei Verpackungsmaterialien endet der Gedanke der Nachhaltigkeit nicht. So werden bereits Tee und Gewürze so verpackt. Gewürze sind in einer zellulosebasierten beschichteten Folie verpackt, die ebenfalls biologisch abbaubar ist.

Linksammlung:

www.klimaaktiv.at

www.solarwärme.at

www.holzwärme.at

http://www.klimaaktiv-gebaut.at/

http://www.eigenheim-modern.klimaaktiv.at/

http://www.klimafonds.gv.at/

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