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Samstag, 23. September 2017
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Nielsen-Report: Silver Surfer erobern das Web

 Nielsen Report: Silver Surfer erobern das Web

Foto: flickr, Dierk Schaefer

Internet-User über 55 Jahren treibende Kraft für Social Networks.

Der weltweit tätige Marktforscher Nielsen http://nielsen.com kommt in seinem lang erwarteten Überblick über Entwicklungen im Bereich Social Media zu dem Ergebnis, dass über 55-Jährige die treibende Kraft bei Social Media sind. Amerikaner verbringen demnach bereits 25 Prozent ihrer Online-Zeit in Social Media und Blogs. Das ist die häufigste Beschäftigung im Web und hängt damit zusammen, dass 80 Prozent der aktiven Internet-Nutzer bereits bei einer Social-Media-Plattform Mitglied sind. Klarer Gewinner ist Facebook: Auf keiner US-amerikanischen Seite verbringen die Amerikaner mehr Zeit.

Smartphones im Kommen

Der rasante Aufstieg von Social Media wird mittlerweile schon fast monatlich spürbar, der Markt mit den Smartphones ist dagegen erst im Kommen: Dennoch wird inzwischen bereits 40 Prozent des Social-Media-Angebotes von Smartphones aus abgerufen. Doch zeigt sich auch ein eher unerwarteter Aspekt: Internet-User über 55 Jahren sind die treibende Kraft für Social Networks über das Mobile Internet. Das kann Günter Jaritz von Social Media Consulting zumindest für den deutschsprachigen Markt ausschließen: “Das ist ungewöhnlich, Smartphones sind hauptsächlich für das Segment der 20- bis 40-Jährigen, beziehungsweise der “Digital Natives” interessant.”

Senioren und Social Media

Auch der Preis und ein damit einhergehender ökonomischer Vorteil älterer Bevölkerungsschichten ist keine Erklärung, sagt der Social-Media-Experte auf Nachfrage: “Smartphones bekommt man heute ab 70 oder 80 Euro. Österreich ist in dieser Hinsicht privilegiert, in Deutschland sieht es ein bisschen anders aus.” Richtig ist, dass Senioren in diese Märkte drängen, einen Boom in unseren Breiten sieht Jaritz für dieses Segment aber erst in zehn oder fünfzehn Jahren. Nämlich wenn die heute 40-Jährigen in dieses Alter kommen.

“Das wird auch nicht den Markt verändern mit diversen Senioren-Handling-Apps.” Denn ein 55-Jähriger mit dem Smartphone steht schon sehr für Agilität. Die Entwicklung mit den agilen Senioren und ihren Smartphones bleibt ein interessantes Thema, das bei künftigen Studien noch zu bestätigen sein wird.

pte

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