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Donnerstag, 25. Mai 2017
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Anfeuern auf Facebook steigert Fitness

Gesunder Wettstreit ist besser für Ziele als Unterstützung von Freunden.

Facebook, Twitter, Google+ und Co können ein starkes Motivationswerkzeug sein, die eigene Fitness zu steigern. Wer seinen inneren Schweinehund nachhaltig überwinden will, sollte mit seinen Freunden online in einen Wettbewerb treten, wie Forscher der University of Pennsylvania herausgefunden haben.

Motivation durch Wettkampf

 Anfeuern auf Facebook steigert Fitness

“Unterstützer von Fitness-Vorhaben können auch negative Reaktionen auslösen, weil sie die Aufmerksamkeit auf die Unterstützer lenken, die weniger aktiv sind und somit eine Abwärtsspirale in Gang setzen”, so Studienautor Damon Centola. Der Vorteil von kompetitiven Gruppen liege darin, dass diese ihre Beziehungen auf die aktivsten Mitglieder aufbauen. Diese Beziehungen helfen zu motivieren, weil sie die Erwartungshaltung für die eigene Leistungsfähigkeit erhöhen.

Die Experten beobachteten 800 Studenten, die ein elfwöchiges Training absolvierten. Die Personen, die am Ende die meisten Trainingsklassen besuchten, gewannen Preise. Die Teilnehmer wurden in vier Gruppen eingeteilt: Individueller Wettbewerb, Team-Unterstützung, Team-Wettbewerb via sozialen Medien sowie eine Kontrollgruppe, die keine sozialen Medien verwendete. Die Besuchsrate der einzelnen Fitnesskurse war bei den Wettbewerbsgruppen um 90 Prozent höher als in der Kontrollgruppe. Die Studenten der Team-Unterstützungsgruppe hingegen wiesen eine geringere Besucherrate auf als diejenigen in der Kontrollgruppe.

Wenig Aufwand, gutes Ergebnis

Laut Centola ist es ein Irrglaube, dass in Bezug auf soziale Medien “mehr” immer auch “besser” bedeutet. “Wenn die sozialen Medien nicht richtig verwendet werden, kann auch die soziale Unterstützung eine unerwünschte Reaktion auslösen. Umgekehrt können die sozialen Medien bei richtiger Verwendung die Fitness der Menschen dramatisch verbessern”, so der Forscher.

Der positive Einfluss von sozialen Wettbewerben könnte auch über die Fitnessprogramme hinausgehen und zum Beispiel bei der Rauchentwöhnung oder bei Gewichtsverlust zum Einsatz kommen. “Es ist immer schwer, seine Lebensgewohnheiten zu ändern, aber wenn man den Leuten die richtigen sozialen Werkzeuge mitgibt, die dabei helfen können, gibt es viel Gutes, das zu relativ geringen Kosten gemacht werden kann”, erklärt Centola abschließend.

pte

Foto: pixelio.de/S. Hofschläger

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