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Mittwoch, 22. November 2017
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Audis kleiner Q2 macht auf groß

Kompakt, Jugendlich gestylt und mit jeder Menge Hightech an Bord – wie in den höheren Klassen. Wie er sich fährt, lesen Sie hier.

Unser erster Eindruck über das Außendesign

31 Der neue Audi Q2 Audis kleiner Q2 macht auf groß

Schon auf den ersten Blick stellen wir fest der Q2 lässt die Muskeln spielen. Mit breiten Schultern und kantigen Zügen strotzt er vor Energie und Selbstbewusstsein. Das niedrige Dach und die hohe Fensterlinie erinnern an ein Coupé und lassen den Lifestyle-Sportler geduckt dastehen. Besonders markant: die keilförmigen Scheinwerfer, der hoch positionierte Singleframe-Grill und üppige Lufteinlässe. Ein langer Dachkantenspoiler und ein Diffusor in Unterfahrschutz-Optik formen einen knackigen Hintern. Dahinter verbirgt sich ein großes Ladeabteil mit viel Platz für Sportequipment oder Großeinkäufe. Die Heckklappe öffnet und schließt auf Wunsch elektrisch. Auch praktisch die Durchlademöglichkeit in der Rückbank macht den Transport von Skiern und Regalböden einfach.

Unserer Meinung nach gut gelungen ist es, eine Klasse tiefer als der Q3 ein sportliches etwas kleineres Auto zu positionieren. Auf den ersten Blick sind die Platz- und Sitzverhältnisse bei beiden annähernd gleich. Während bei der Länge der Unterschied lediglich 19 cm beträgt, so ist der Unterschied beim Kofferraumvolumen doch bei 125 l.

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Form follows function – auch im Cockpit

Die Sitzposition des Fahrers ist sportlich, komfortabel aber auch etwas niedriger, die Übersicht dagegen SUV-typisch gut. Hinten geht es naturgemäß etwas enger zu, für Kurzstrecken recht es allemal für vier erwachsene Personen. Bei Connectivity und Infotainment wartet der Q2 mit Technologien aus der Oberklasse auf. Per optionalem Touchpad kann der Fahrer schreiben und in der Karte zoomen, während die Passagiere über einen WLAN-Hotspot mit Smartphone, Tablet & Co. surfen und streamen. Tacho und Drehzahlmesser leuchten auf Wunsch im volldigitalen Audi virtual cockpit (ist die Investition wert), dessen 12,3-Zoll-Bildschirm hochdetaillierte, brillante Grafiken zeigt.

Das Head-up-Display projiziert die wichtigsten Daten, darunter Navigationshinweise und Geschwindigkeit, ins Blickfeld des Fahrers. Und weil das nicht genug ist, zeigen die Audi Online-Dienste – wenn gewünscht – etwa Parkplatzinfos, Kraftstoffpreise und aktuelle Nachrichten auf dem Monitor des Infotainmentsystems an. Auch Twitter und ausgewählte Smartphone-Inhalte kommen so an Bord. Die dafür benötigte Daten-Flatrate ist dank der fest im Q2 verbauten SIM inklusive. Eine kostenlose App ermöglicht Online Media Streaming und die Übertragung des Kalenders vom Smartphone auf den Monitor im Auto. Mit iOS-Betriebssystemen lässt sich sogar die Adresse des Lieblingsrestaurants oder eines Hotels direkt ins Q2-Navi übertragen.

Wie fährt sich der neue Q2

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Wir fuhren den Q2 mit Vorderradantrieb und 85/116 kW/PS TDI Motor und 6-Gangschaltung. Anfänglich etwas skeptisch zeigt dieser quirlige Motor seine Stärken. Fast sportlich beim Beschleunigen (10,3 Sek. von 0 auf 100 km/h) und auch die Höchstgeschwindigkeit geht mit 197 km/h völlig in Ordnung. Aber überrascht waren wir immer wieder , wie leichtfüßig der Q2 bei Tempo 100 spurtstark auf 130 km/h beschleunigt.

Das Fahrverhalten ist auch trotz nur Vorderradantrieb tadellos, Unterstützung in kritischen Situationen gibt der serienmäßige Notbremsassistent. Ein Kind rennt plötzlich auf die Straße oder der Vorausfahrende bremst abrupt ab – dann bremst auch der Q2 automatisch. Obendrein hält er – sofern das entsprechende Kreuz in der Ausstattungsliste gesetzt ist – selbstständig den Abstand zum Vordermann, übernimmt im zähfließenden Verkehr auf Autobahnen bis 65 km/h kurzzeitig die Lenkarbeit, überwacht den toten Winkel, erkennt Verkehrszeichen und assistiert ab 60 km/h beim Halten der Fahrspur. Reagiert der Fahrer nicht auf die Warnungen des Spurhalteassistenten, bringt der neue Notfallassistent den Audi Q2 selbstständig zum Stillstand. Sogar in Längs- und Querparklücken steuert der 4,19 Meter lange SUV allein. Das Ausparken übernimmt er ebenfalls. Der Fahrer muss nur noch den richtigen Gang einlegen, Gas geben und bremsen.

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Ein kompakter Allrounder

Wir kamen auch mit Vorderradantrieb überall hin, doch wer mehr in den Alpen unterwegs ist, dem empfehlen wir die stärker  ausgestatte Variante mit Allrad.  Beim Spritsaren ist dem Q2 nichts vorzuwerfen. Werksseitig ist der kombinierte Verbrauch mit 4,6 l angegeben, im Test kamen wir nie über  5,7 l auf 100 km, offenbar wegen des relativ niedrigen Eigengewicht von 1.385 kg.

Unser Fazit

Für Menschen die meist zu zweit unterwegs sind, kompakte Autos die etwas höher sind lieben und sparsam und doch sportlich unterwegs sein wollen ist der Q2 genau richtig. Die Preise starten bei EUR 25.500,-

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