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Dienstag, 17. Oktober 2017
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Der neue Citroen C4 Cactus im Test

Citroen immer schon bekannt für extravagante Autos – denken Sie an den legendären DS – Citroen zeigt wieder Mut im Kompaktsegment.

Wenn man das erste Mal den C4 Cactus sieht, weiß man zunächst das Auto nicht einzuordnen – Coupe, Kombi oder doch Crossover, doch nach einiger Betrachtung hören wir auf ihn einordnen zu wollen, denn dieses Kategoriedenken bringt uns oftmals gar nicht weiter.

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Der C4 Cactus ist jedenfalls 4,15 m lang und 1,72 m breit also sehr kompakt, steht etwas höher da und erfreulich hat er auch mehr Bodenfreiheit und keinen Frontspoiler, der beim Schrägparken sofort aufsetzt. Er sieht eckig aus ist aber dabei gut gerundet und nützt damit seine Außenabmessungen gut aus. Vorne ist die Besonderheit seine technologische Lichtsignatur mit LED-Tagfahrleuchten. Rundum an den Radkästen, vorne und hinten ist der C4 Cactus mit grauem Plastik gut geschützt – so praktisch denken eben die Franzosen.

Ein besonderes Highlight sind die seitlich über beide Türen gezogenen Airpumps®, die dem rücksichtlosem Türaufreißen – speziell beim Schrägparken – den Kampf ansagen. No Problem sagt sich der C4 Eigner, der Airpump® steht übrigens in vier Farben (Dune, Chocolat, Black oder Grey) die passend zur jeweiligen Außenfarbe gewählt werden können, zur Auswahl. Das Geheimnis der Airbump® – eine Vielzahl von stoßabsorbierenden Luftkapseln mit einer elastischen Oberfläche aus TPU (thermoplastisches Polyurethan), die keine besondere Pflege erfordern.

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Der C4 Cactus wirkt sehr gestreckt und geduckt, seine Dachreling bestätigt die Zuordnung als Crossover – allerdings ohne 4 WD-Antrieb. Aber keine Sorge, wir haben es probiert man kommt mit dem C4 auch Dank der erhöhten Bodenfreiheit abseits befestigter Strassen recht gut voran.

Was zeigt uns der Innenraum?

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Auch innen ist der C4 Cactus eine praktische Größe, Dank der guten Innenabmessungen geht es sehr komfortabel zu. Vorne hat man genug Platz, die Armaturen sind weiter vorne als gewohnt und dadurch kommt ein gutes Raumgefühl auf. Das Lenkrad ist unten abgeflacht und davor der digitale Tachometer. Ein praktische stylisches Handschuhfach und mittig die zentrale Bedieneinheit mit dem 7 Zoll Display.

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Alle zentralen Bedienfunktionen des C4 Cactus sind auf einem Bildschirm vereint. Über den serienmäßigen 7-Zoll (17 cm) Touchscreen mit sieben berührungssensiblen Schaltflächen lassen sich sämtliche Funktionen des Fahrzeugs wie Multimedia, Navigation, Klima und Rückfahrkamera) mit nur einem Klick bedienen. Klingt modern, lenkt aber doch das ein oder andere Mal vom Verkehrsgeschehen ab. Aber das keinen wir ja auch bei anderen Systemen.

Die Armaturenlandschaft und eigentlich alles im Innenraum ist praktisch und schaut irgendwie „cool“ aus. Auch hinten haben normal gewachsene Personen ausreichend Platz. Der Kofferraum ist mit 358 l klassenüblich, die Rücksitze lassen sich einzeln umlegen. Eine Besonderheit ist das extra-große Panorama-Glasdach mit hoher Wärmeschutzfunktion und lässt gefiltertes Licht in das Fahrzeuginnere. Es schafft eine leichte und helle Atmosphäre an Bord. Leider ist es nicht zu öffnen.

Wie fährt sich der Citroen C4 Cactus?

Unser Testwagen war mit dem 3-Zylinder 1,1 l Benzinmotor ausgestattet mit 82 PS/60 kW mit einem Drehmoment von 118 Nm. Zugegeben keine Rakete, aber man fühlt sich gut und ausreichend motorisiert. Das 5-Ganggetriebe lässt sich gut schalten und der Motor lässt auch bergauf genügend Reserve zu ohne gleich zurückschalten zu müssen. Wahlwiese kann man auch ein automatisiertes 5-Ganggetriebe ordern, was 1.000,- mehr kostet. Unser Testwagen in Ausführung Pur Tech 82 Manuell Shine kostet EUR 17.940,-

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Dank der vorderen Einzelradaufhängung mit Mc Pherson-Federbeinen mit Dreieckslenker und der hinten Achse mit gezogenen Schwingarmen und verformbaren Schraubenfedern verfügt der C4 Cactus über ein komfortabel, eher etwas in Richtung Sport abgestimmtes Fahrverhalten. Dank Vorderradantrieb zieht das Auto fast spielerisch aus jeder Kurve. Lediglich bei lange Bodenwellen auf Autobahnen, spürt man etwas nachschwingen.

Unser Fazit

Ein guter origineller Begleiter sparsam, günstig in der Anschaffung, vier Türen und vom Grundkonzept ein gut durchdachtes praktisches Auto – ein Hingucker – wie wir feststellen mussten. Ideal die erhöhte Sitzposition für ältere Menschen und auch leistbar und vor allem eines – Praktikabilität an allen Ecken.

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