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Samstag, 26. Mai 2018
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Der neue Mazda CX-5 im Test

Das neue Design ist klarer und gereifter. Die neueste Technologie unterstützt den Fahrer, nimmt ihm aber nicht den Spaß am Autofahren. Hier lesen Sie wie er sich fährt und was alles neu ist.

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Das Design des neuen CX-5 ist minimalistischer, von japanischer Ästhetik inspiriert und verzichtet auf unnötige Designspielereien. Die neue Karosserie des kompakten Sports Utility Vehicle ist um 3,5 cm niedriger und um 1 cm länger geworden. Außerdem setzt die Windschutzscheibe um 3,5 cm weiter hinten an als beim Vorgänger. Insgesamt streckt sich der neue CX-5 nun und wirkt jetzt bulliger. Die neue Karosseriefarbe Crystal Soul Rot (Extra) verstärkt seinen selbstbewussten Auftritt und steht ihm gut.

Viele Assistenzsysteme, aber der Mensch bleibt im Vordergrund

Ganz nach Mazda-Philosophie ist auch der neue CX-5 zum Fahren gebaut – er macht Spass in jeder Sekunde. Wesentlich daran beteiligt, ist das Fahrdynamik-System G-Vectoring-Control, der tiefere Schwerpunkt und das steifere Chassis die den F

ahrer unterstützt. Unter dem Namen i-Activsense fasst Mazda seine sensorgesteuerten Assistenzsysteme zusammen. Der Tempomat regelt die Geschwindigkeit abhängig von den vorausfahrenden Autos und beherrscht in Verbindung mit Automatikgetriebe jetzt auch Start-Stopp-Verkehr.

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Darüber hinaus gibt es Verkehrszeichenerkennung, einen verbesserter Bremsassistenten oder die neue Anzeige, die relevante Informationen wie Geschwindigkeit oder Navigationshinweise direkt in die Windschutzscheibe projiziert.

Fünf wahlfreie Pakete stehen zur Verfügung – vom Basismodell Emotion (nur als 2WD), über Challenge und Attraction, bis zu den Topversionen Revolution und Revolution Top (nur als AWD).

Welche Eindrücke sammelten wir während unseres Test

Augenfälligstes Merkmal ist, der neue CX-5 ist im Innenraum leiser geworden. So kann man lange Strecken fahren ohne rasch zu ermüden und auch der Gesprächspegel der Insassen bleibt damit gering. Es wurde die Aerodynamik optimiert, um somit Windgeräusche zu reduzieren. Andererseits ist die Passagierkabine besser gedämmt, um Reifen- und Motorgeräusche zu dämpfen. Um den Sitzkomfort zu erhöhen, gibt es vorne straffere Polster mit mehr Seitenhalt für die Passagiere. Die Mittelkonsole mit dem Schaltknauf liegt jetzt bis zu 6 cm höher und bietet dadurch eine bequemere Armauflage. Der Neue fühlt sich erwachsener an und man fühlt sich sehr geborgen.

Der Kofferraum fasst ein Volumen von 506 l. Unterm doppelten Boden verbirgt sich ein Ablagefach. Die Heckklappe öffnet und schließt jetzt per Elektromotor, der sich mit Tasten im Cockpit, auf der Schlüsselfernbedienung oder direkt an der Klappe bedienen lässt.

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Welche Motoren stehen zur Verfügung?

Bewährte Skyactiv-Technik treibt den neuen CX-5 an. Käufer können aus vielen Varianten frei kombinieren: Allrad- oder Frontantrieb, entweder mit Benzin- oder Dieselmotor, mit Sechsgang-Schaltung oder Sechsgang-Automatik. Den 2,2-l-Diesel gibt es als CD150 oder CD175, also wahlweise mit 150 PS Leistung / 380 Nm Drehmoment oder mit 175 PS / 420 Nm . Der Natural Sound Smoother – ein Dämpfungselement zwischen Pleuel und Kolben – erhöht bei beiden Dieselversionen die Laufruhe und mindert die Vibrationen.

Die 2-l-Benzinversion G160 (G165 als 2WD) leistet 160 PS und schafft ein Drehmoment von 208 Nm (210 als 2WD). Ebenso neu ist der G194 ein neues Benziner-Topmodell für den CX-5 erhältlich. Der 2,5-l-Motor liefert 194 PS und ein maximales Drehmoment von 258 Nm. Es gibt ihn nur in Kombination mit Automatik und Allrad. Bei diesem Motor setzt Mazda erstmals auf Zylinderabschaltung. Im Teillastbereich, beim Cruisen mit konstantem Tempo, werden zwei der vier Zylinder deaktiviert, indem die Ventile geschlossen bleiben und keine Einspritzung erfolgt. Das funktioniert bis zu einer Geschwindigkeit von 130 km/h.

Das größte Potenzial, Sprit zu sparen, liegt bei der Zylinderabschaltung ohnehin im niedrigen Tempobereich. Bei konstanten 40 km/h sind Einsparungen von bis zu 20% laut Mazda möglich. Serienmäßig bei allen Motorvarianten ist die Start-Stopp-Automatik i-stop. Die Betriebsdaten und das Einsparungspotenzial können jetzt live am 7-Zoll-Cockpitdisplay abgelesen werden. Dieser Touchscreen kontrolliert in Kombination mit dem Dreh-Drück-Regler in der Mittelkonsole auch alle verschiedenen Sensoren unter anderem den Schlupf an der Vorderachse, die Außentemperatur oder den Lenkradeinschlag. Bei Bedarf wird Antriebskraft stufenlos an die Hinterachse geliefert.

Die von uns getestete Diesel-Version mit 175 PS, 4 WD und Automatik lässt wahrlich keine Wünsche offen. Gemütliches Cruisen sowie sportliches Fahren, er beherrscht beides. Zu seinen Vorzügen gehören, der ruhige Innenraum, den sparsamen Umgang mit Treibstoff und der famose Vierradantrieb. Wir verbrauchten einen Durchschnitt von 7,6 Liter auf 100 Km (EU Verbrauch 5,8 l). Bis zu vier Personen mit Gepäck reisen erstklassig, zuverlässig und komfortabel.

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Freude hat unseren Testern auch die Dateneinspielung auf der Windschutzscheibe gemacht, die neuerdings in Farbe dargestellt wird und wichtige Informationen direkt ins Blickfeld rückt. Auch die Fahrleistungen wurden lobend erwähnt (Höchstgeschwindigkeit 206 km/h, Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 9,5 Sek.). An sich sehr gute Werte, doch tatsächlich kommt einem die Geschwindigkeit nicht so schnell vor wie man fährt. Das ist ein gutes Zeichen von Qualität, doch verleitet es auch manchmal zu schneller sein. Aber es gibt ja immer noch den Tempomaten der uns einbremst.

Der CX-5 hat sich zur tragenden Säule im Mazda-Modellangebot entwickelt.

2012 wurde die erste Generation präsentiert und innerhalb von nur fünf Jahren in 120 Ländern weltweit insgesamt 1,4 Millionen Mal verkauft. In Österreich wurden in dieser Zeit 11.000 Exemplare zugelassen. Damit hat sich der CX-5 hierzulande an die Spitze der Mazda Verkaufs-Charts gesetzt. Übrigens werden acht von zehn CX-5 in Österreich als Allradmodell gekauft – und sieben von zehn als Diesel.

Unser Fazit:

Geräumiger SUV mit Komfort und Sparpotenzial. Ideal für Menschen die gerne fahren, die gutes Design schätzen, aber auf Langlebigkeit wert legen. Die Preise starten ab 25.990,- (Testwagen: 40.990,-).

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