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Dienstag, 12. Dezember 2017
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Der neue VW Golf Sportsvan

Der Nachfolger des erfolgreichen Golf Plus (allein in Österreich wurden knapp 37.000 Exemplare davon verkauft) feiert seine Premiere. Wir haben ihn ausführlich getestet und finden toll wie man Vernunft und Praktikabilität in Einklang bringt.

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Der Nachfolger des erfolgreichen Golf Plus ist ebenfalls mit einem hochwertigen wie variablen Interieur (um 180 mm in der Länge verstellbare Rücksitzbank) ausgestattet, bietet ein Stauvolumen von bis zu 1.520 Liter und überzeugt mit deutlich mehr Kanten und Ecken als der Vorgänger. Er hat an Profil gewonnen. Neu konzipiert wurden nicht nur die Karosserie und der Innenraum, sondern auch das Antriebsspektrum. Die neuen Motoren sind serienmäßig mit einem Start-Stopp-System ausgerüstet und machen den Golf Sportsvan in Verbindung mit weiteren Fahrzeugverbesserungen bis zu 20 Prozent sparsamer als die Varianten des Vorgängers.

Feiner Turbodiesel-Direkteinspritzer

Wir sind den neuen Turbodiesel-Direkteinspritzer (TDI) mit 81 kW / 110 PS und gefahren, der mit dem optional verfügbaren automatischen 7-Gang Doppelkupplungsgetriebe (DSG) ausgestattet war. Eine feine Motoren- Getriebekombination. Wie effizient die neuen Motoren sind, zeigt die Tatsache dass er lediglich 4,0 – 4,2 l/100 km lt. EU Norm verbraucht. Während unserer Testfahrten kamen wir auf einen wirklich akzeptablen Durchschnittsverbrauch von unter 5,0 l auf 100 Kilometer. Die Fahrleistungen reichen für den Alltag mehr als auch (Spitze 192 km/h und die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h beträgt 11,3 Sekunden. Damit gehört man nicht zu den Schnellsten, aber die Vernunft sagt einem „Wozu braucht man mehr?“

Ein sportlicher und praktischer Kompaktvan

Technisch folgt der Golf Sportsvan dem Layout des modularen Querbaukastens (MQB) und damit ergeben sich im Vergleich zum Vorgänger signifikante Unterschiede: Die Proportionen des Golf Sportsvan konnten deutlich dynamischer ausgelegt werden, die vorderen Überhänge sind kürzer und der Radstand ist länger. Darüber hinaus konnte Volkswagen auch bei diesem Modell das Gewicht dank innovativem Leichtbau um bis 90 kg senken. Zudem gibt es im Innenraum dank des MQB ein perfektioniertes Packet und damit eine weiter optimierte Nutzbarkeit und Praktikabilität.

Fahrer und Beifahrer erfreuen sich im Golf Sportsvan erneut über die erhöhte Sitzposition, die aber wurde – im Hinblick auf den Fahrersitz – spürbar sportlicher. Großen Einfluss hat auf die weiter optimierte Ergonomie auch das ebenfalls neu entworfene und ebenso klar gegliederte wie hochwertig konzipierte Cockpit. Trotz der erhöhten Sitzposition kommt nun eher das Feeling auf, in einem edel-sportlichen SUV als in einem Van zu sitzen.

Mit diesem Volkswagen, der mehr Raum für eine aktive Freizeit, die Familie und den Job bietet, findet jeder sein Auslangen, was den Transport von großem Gepäck und diversen Sportgeräten betrifft. Der neue Golf Sportsvan überzeugt weiters mit den modernsten Assistenzsystemen, dazu gehört der erstmals in einem Golf eingesetzte Blind Spot-Sensor mit Ausparkassistent. Während der Fahrt warnt der Blind Spot-Sensor vor Fahrzeugen im toten Winkel. Beim rückwärts Ausparken erkennt das System zudem auch seitlich hinter dem Wagen herannahende Verkehrsteilnehmer und warnt auch in diesem Fall; droht eine Kollision, aktiviert die Elektronik des Ausparkassistenten automatisch eine Notbremsfunktion.

Innovative Assistenzsysteme haben Einzug gehalten

Darüber hinaus bietet Volkswagen zahlreiche weitere Hightechsysteme im Golf Sportsvan an: Dazu gehören Technologien wie die elektronische Differenzialsperre XDS+, die innovative Progressivlenkung, die adaptive Fahrwerksregelung DCC, die automatische Distanzregelung ACC inkl. Umfeldbeobachtungssystem Front Assist mit City-Notbremsfunktion, die serienmäßige Multikollisionsbremse, die Müdigkeitserkennung, ein proaktives Insassenschutzsystem, die Fernlichtregulierungen Light Assist und Dynamic Light Assist, eine Fahrprofilauswahl, der Spurhalteassistent Lane Assist und der Parklenkassistent Park Assist. Eine neue Generation von Radio- und Navigationssystemen (Top-System Discover Pro) und ein 400 Watt starkes Soundsystem (Dynaudio Excite) mit Subwoofer und neuem Center-Speaker (oben in der Schalttafel) bringen eine perfektionierte Infotainmentwelt an Bord. Dazu passen die neuen mobilen Online-Dienste wie der „Google Earth™ Kartenservice“, „Google Street View™“ und „Online-Verkehrsinformationen“.

Ein Design mit einer außergewöhnlichen Präzision und ein Höchstmaß an Souveränität

Mit 4.338 mm von Stoßfänger zu Stoßfänger ist der Golf Sportsvan 134 mm länger als der abgelöste Golf Plus, 83 mm länger als der klassische Golf und 224 mm kürzer als der Golf Variant. Für die Breite und Höhe gilt: Bis auf zusätzliche 8 mm ist der Golf Sportsvan mit 1.807 mm so breit wie der Golf und Golf Variant; der Vorgänger ist indes 48 mm schmäler.

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Er bietet auf einer immer noch kompakten Außenlänge – länger als ein Golf, kürzer als ein Golf Variant – ein Maximum an Raum und Variabilität. Das Plus an Höhe ermöglicht dabei nach oben hin nicht nur ein Plus an Stauraum, sondern auch das von vielen Nutzern – speziell von Best Agern – dieser Baureihe geschätzte Plus der Sitzhöhe.

Straff modelliert und präzise gezeichnet, trägt der Golf Sportsvan die Designqualität des neuen Golf in die Klasse der Kompaktvans. Mit seinem längeren Radstand zeigt dabei auch der höhere Golf Sportsvan dynamische Proportionen; die extrem ausgeprägte Charakterlinie verbindet zudem Sachlichkeit mit Eleganz. „Für uns ist der Golf Sportsvan Botschafter einer neuen Designsprache. Seine Qualität und Präzision bilden das Fundament für eine dynamische, aber auch smarte Ausstrahlung“, erzählt uns  der Volkswagen Chefdesigner Klaus Bischoff.

Auf neuen Wegen haben sich die Designer auch bei der Gestaltung der Frontpartie bewegt. Beim Golf Sportsvan wurde für die Motorhaube und den Übergang dieser Haube in die Windschutzscheibe ein Design entwickelt, das gestreckter und eleganter wirkt um dieses Ziel umzusetzen, kommt erneut die starke Charakterlinie ins Spiel, die sich bis in die Scheinwerfer erstreckt. Gleichzeitig wird eine prägnante Lichtkante des Daches aus den A-Säulen bis hinunter zum Kühlergrill geführt. Zwischen diesen Linien und der v-förmig nach oben konturierten Motorhaube haben die Designer kraftvolle Kotflügel mit einer auch hier sichtbaren Schulter moduliert. Ergebnis: Der gesamte Vorderwagen wirkt länger, kraftvoller und souveräner.

Das Thema der großzügigen Verglasung und optimalen Übersicht zieht sich als roter Faden bis in das Heck durch. Hier ist es die im Vergleich zum Vorgänger deutlich breitere Heckscheibe, die für eine optimale Rundumsicht und klare Linienführung sorgt. Nach oben wird die Scheibe vom Dachkantenspoiler mit seitlich eingearbeiteten Luftführungselementen eingerahmt. Unterhalb der Scheibe folgen die zweiteiligen Rückleuchten, die aufgrund ihrer Gestaltung eine aerodynamische Abrisskante bilden und seitlich die Kontur der Charakterlinie wieder aufnehmen, um so mit der sportlichen Schulterpartie zu verschmelzen.

Interieur zeigt State of the Art

Die Interieur-Designer des Golf Sportsvan schufen einen hochwertigen und stilistisch ebenso edel wie klar und frisch wirkenden Innenraum. Das dominierende Element ist hier die neu gestaltete Schalttafel. Fahrern des aktuellen Golf oder Golf Variant werden die sportlichen Tuben der Instrumente, der zentrale Touchscreen in der Mittelkonsole und die Bedienelemente bekannt vorkommen. Doch das Design der Schalttafel, die alle diese Elemente einbettet, wurde vom ersten bis zum letzten Millimeter neu konzipiert.

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Dazwischen befindet sich die jetzt fahrerorientierte Mittelkonsole samt Touchscreen, Klimafunktionen und Schaltung. Das Segment zwischen den Sitzen steigt im Bereich der Schaltung nach vorn hin ähnlich wie bei hochklassigen Sportwagen an und erzeugt so ein ergonomisches Umfeld, dass Fahrer und Beifahrer vergessen lässt, in einem Kompaktvan zu sitzen. Zwischen Fahrer und Beifahrer befindet sich zudem serienmäßig eine Mittelarmlehne (höhen- und längseinstellbar) mit einem dort integrierten Staufach samt zwei Cupholdern. Ab der Ausstattungslinie Comfortline ist der Golf Sportsvan zudem mit Schubladen unter den Vordersitzen sowie Taschen und Klapptischen an den Rückseiten der Vordersitze ausgerüstet. Generell auffallend sind die hochwertigen Kunststoffe und Dekore. So entsteht ein sehr charismatisches Ambiente, das die Grenzen der Kompaktklasse durchbricht und schon Richtung Mittelklasse schielt.

Mehr Raum auch in der zweiten Reihe

Dank des verlängerten Radstands und des größeren hinteren Überhangs bietet der Golf Sportsvan im Fond deutlich mehr Platz als der Vorgänger. Der maximale Raum zwischen dem H-Punkt der Vorder- und Rücksitze verbesserte sich in der zweiten Sitzreihe von 865 auf 898 mm (Rücksitze bis in die hinterste Position verschoben). Diese 33 mm zeigen in der Praxis große Wirkung, da selbst 1,90 Meter-Personen bequem hintereinander sitzen können.

Ein zentrales Merkmal ist auch in der neuen Version die wie beschrieben serienmäßig in der Längsrichtung und im Verhältnis 60:40 einzeln verschieb- und teilbare Rücksitzbank. Die dreisitzige Bank kann komplett um bis zu 180 mm in der Längsrichtung verschoben werden (Vorgänger: 160 mm); alternativ lassen sich der Sitz auf der rechten Fahrzeugseite (40 Prozent) und der Doppelsitz auf der linken Seite (60 Prozent) individuell ebenfalls über einen Weg von 180 mm verschieben. Zudem können die Passagiere im Fond die Neigung der Rücksitzlehnen einstellen.

Praktisch ist die sowohl vom Fond als auch vom Kofferraum aus zu betätigende Entriegelung der Rücksitzlehnenelemente (40/20/40 Prozent). Dabei können das rechte Rücksitzlehnenelement (40 Prozent) und die Mitte (Durchladeeinheit / 20 Prozent) auch separat umgeklappt werden. Selbstverständlich lässt sich auch die komplette Rücksitzlehne umklappen (100 Prozent). Die entsprechenden Schlaufen zum Umklappen der 40- und 60-Prozentelemente befinden sich gut zugänglich im unteren Bereich der Lehnen.

Bis zu 76 Liter mehr Stauvolumen

Das Kofferraumraumvolumen vergrößerte sich im Vergleich zum Vorgänger um 76 auf 500 Liter (Rückbank in der Standardstellung: 50 mm vor der hintersten Position). Sind die zwei Hälften der Rücksitzbank beide bis in die vorderste Position geschoben, passen bis zu 590 Liter (plus 85 Liter) in das Ladeabteil des Golf Sportsvan. Ein maximales Volumen von 1.520 Litern bedeutet einen Zuwachs von 70 Litern.

Stabilisierungsprogramm ESC, sicherheitsoptimierten Kopfstützen vorn (Schutz vor Schleudertrauma) und der Warnblinkautomatik bei einer Vollbremsung ausgestattet.

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Ein neues Fahrgefühl stellt sich ein

Dank der erstmals mit dem Golf GTI und GTD eingesetzten Progressivlenkung kommt der Fahrer des Golf Sportsvan mit kleineren Lenkbewegungen respektive weniger Lenkradumdrehungen aus, um die gewünschten Kurvenradien zu realisieren – bei engen Kehren muss er also weniger oft umgreifen. Die neue Lenkung des Golf Sportsvan operiert mit einem progressiven Übersetzungsverhältnis, dass bedeutet auch beim Rangieren und Parken reduziert das spürbar die Lenkarbeit. Auf kurvenreichen Landstraßen und beim Abbiegen indes wird der Fahrer aufgrund der direkteren Auslegung ein Plus an Dynamik feststellen.

Im Gegensatz zum Vorgänger kann der neue Golf Sportsvan optional ebenfalls mit der adaptiven Fahrwerksregelung DCC bestellt werden. Das System bietet die drei Fahrmodi „Comfort“, „Normal“ und „Sport“, die innerhalb der Fahrprofilauswahl alternativ auch über den Touchscreen in der Mittelkonsole ausgewählt und angezeigt werden können. Im Modus „Sport“ wird ein besonders agiles Fahrverhalten umgesetzt; ausgesprochen komfortabel ist der Golf Sportsvan indes im Modus „Comfort“ unterwegs. Im Fahrprofil „Individual“ kann der DCC-Mode sogar beliebig anderen Fahrprofileigenschaften zugeordnet werden.

Insgesamt vier und in Verbindung mit DCC fünf Programme stehen als Fahrprofilauswahl zur Verfügung: „Eco“, „Sport“, „Normal“, „Individual“ und in Kombination mit DCC zusätzlich „Comfort“. Im Profil „Eco“ werden die Motorsteuerung, die Klimaanlage und weitere Nebenaggregate verbrauchsoptimal gesteuert. Darüber hinaus kann bei den DSG-Fahrzeugen im Eco-Modus eine Segelfunktion genutzt werden. Geht der Fahrer vom Gas – etwa bei Passagen mit Gefälle – kuppelt das DSG aus und der Motor läuft im Leerlauf und spart so Treibstoff.

Unser Fazit:

Ein Auto für all jene, die mehr Platz und Raumvolumen als in einem Golf suchen, mehr Flexibilität für Freizeitaufgaben benötigen, eine Vernunftehe zwischen einem sparsamen Motor und einer perfekten Automatik suchen, die noch dazu sparsam zu betreiben ist. Die Verkaufspreise beginnen bei EUR 21.000,- Unser Testwagen  mit Comfortline Ausstattung kommt auf EUR 28.390,-.  Ideale Mischung aus Vernunft und Praktikabilität.

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