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Mittwoch, 26. Juli 2017
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Der vielseitige SEAT Alhambra

SEAT wertet den Alhambra technisch weiter auf. Wie er sich fährt, für wen er ideal ist und was er kostet erfahren Sie hier.

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Der SEAT Alhambra nach der Stadtburg (kasbah) auf dem Sabikah-Hügel von Granada in Spanien benannt ist, ist zwar nicht so groß wie diese, doch beim ersten Anblick denkt man zweifelsohne an Größe. Doch der Schein trügt, die Außenmaße mit 4,85 m Länge, 1,90 Breite und 1,72 Höhe zeigen deutlich, dass diese Maße durchschnittliches Mittelklasseniveau sind. Durch die Ausnutzung der Grundfläche und seiner Bauart (gerade steile Blechteile) bis an die Ecken der Grundfläche entsteht ein Eindruck von Größe. Dieser Eindruck wird auch beim Innenraum, beim Gepäckraum und bei der Van-typischen Bauweise noch verstärkt.

Wer hier zuwenig Platz findet, der muss sich eine Klasse höher bei Kleinreisebussen umschauen. Die Platzverhältnisse sowohl vorne wie auch hinten sind üppig und lassen Spielraum für Familie, Freunde und Mitreisende. Auf Wunsch kann man den Alhambra auch als Siebensitzer – dann eher für Kinder die in der dritten Reihe sitzen – ordern. Die Schwiegermama würde man nur verärgern, wenn man sie in die dritte Reihe verbannt und wer will das schon. Der Gepäckraum von 955 l (beim 5-Sitzer) und mit umgelegten zweiter Sitzreihe ergibt das 2.430 l. Herz was willst Du mehr, endlich kann man alle seine Sportgeräte mitnehmen oder auch beim Umzug der Söhne/Töchter mithelfen.

Was ist alles neu?

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Der vielseitige Van ist dank seiner neuen Motoren um bis zu 15 Prozent sparsamer und durch die verbesserte Leistung noch dynamischer, dies konnten wir bei unseren ausgiebigen Testfahrten in den Schweizer Bergen auch feststellen. Mit neuen Komfort- und Assistenzsystemen sowie innovativen Connectivity- und Infotainment-Angeboten bleibt der Alhambra Spitzenreiter seiner Klasse. Der aufgefrischte Alhambra ist in den bekannten Ausstattungsvarianten Business, Executive und GT zu bestellen.

Der Alhambra besticht durch ein gutes Preis-/ Leistungsverhältnis. So bietet jeder Alhambra serienmäßig eine 3- Zonen Klimaanlage „Climatronic“ eine Einparkhilfe vorne und hinten. Als weiteres Feature hat nun auch jeder Alhambra serienmäßig eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung mit Multifunktionslenkrad.

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Darüber hinaus bietet der Executive zusätzlich Bi-Xenon Scheinwerfer mit dynamischem Kurvenlicht und Fernlichtassistent, ein komplett überarbeitetes Navigationssystem mit 6,5- Zoll Bildschirmdiagonale, hochauflösendem Touchscreen und Rückfahrkamera sowie das beliebte Winterpaket inkl. Sitzheizung vorne. Der sportliche Gran Turismo, kurz GT genannt, bietet zusätzlich zum Executive 18-Zoll Leichtmetallfelgen, Sportfahrwerk, abgedunkelte Scheiben ab der B-Säule, Sport-Komfort Sitze mit Alcantara-Sitzbezügen sowie elektrisches Panorama-Ausstell-Schiebedach.

Die neuen Dieselmotoren geben Kraft und sind sparsam

Die zwei wichtigsten Motoren für den Österreichischen Markt sind die TDI-Motoren mit 115 PS und 150 PS, sie erreichen einen Verbrauch von 5 Liter / 100 km bzw. 130 Gramm CO2/km und bleiben damit unter der Grenze von 130 g/km CO2. Tatsächlich kamen wir auf einen Verbrauch im Test von unter 6,0 l auf 100 km. In Verbindung mit dem großzügigen Tankvolumen von 70 l ergibt dass ein Reichweite bis zu 900 – 980 km – also in unserem Fall quer durch Österreich in die Schweiz. Das kommt Freude auf gemessen an seiner Größe, Platz und Nutzwert ein wirklich tadelloser Wert. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 200 km/h, Beschleunigung 0 auf 100 km/h in 10,3 Sekunden – was will man mehr?

In unserem Fall, wir fuhren die 150 PS-Variante, der jederzeit mit Kraft und Überholreserve verfügt, auch Dank dem 6-Ganggetriebe – das sich leicht schalten ließ und auch bei Autobahnsteigungen war es nicht nötig in den 5. Gang zurückzuschalten. Nur beim Anfahren war ein kurzes Turboloch spürbar, bereits nach wenigen Kilometern kann man damit gut umgehen. Der Vorderradantrieb ist präzise und reagiert auf Lenkbefehle unmittelbar. Auch unsere Fahrten auf Schnee waren beherrschbar, natürlich für viele Winter-/Bergfahrten empfiehlt sich die Option 4-Radvariante. Damit erspart man sich das lästige Kettenanlegen bei den meisten Steigungen, wenn das Verkehrzeichen Kettenpflicht mit Ausnahme 4×4 steht, was wir in den Schweizer Bergen sehr oft sahen.

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Überrascht waren wir vom geringen Geräuschpegel, hier trägt der neue 150 PS Dieselmotor seines dazu. Im Innenraum herrscht nicht nur genügend Platz, auch das Ambiente, die gesamte Einrichtung mit vielen Ablagemöglichkeiten (über Kopf, mittig und seitlich) und der klar gezeichneten Armaturenlandschaft, die eigentlich bereits nach wenigen Metern uns keinerlei Bedienprobleme machte. Dies alles trägt zu einem angenehmen und entspannten Fahren bei. Vielleicht könnte das Navigationssystem etwas schneller arbeiten, speziell wenn man nicht auf die „Befehle“ reagiert und vielleicht doch statt der Autobahn eben die Landesstraße benutzen will.

Was ja in der Schweiz angesichts einer nicht vorhanden 10 Tagesvignette empfehlenswert ist. Die obligate Autobahnjahresvignette, die man kaufen muss, auch wenn man nur 5 Tage in die Schweiz fahren will, schlägt sich mit 38,50 CHF im Urlaubsbudget nieder. Was sonst noch in der Schweiz teuer ist, darüber wollen wir hier nicht sprechen, aber es empfiehlt sich jedenfalls genügend Fränkli umzutauschen, den mit Euro kommt man nicht weit.

Der Alhambra für Individualisten, Kenner oder Reisefreaks?

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Unsere Eingangs gestellte Frage „Für wen ist der Alhambra das ideale Auto“, kann leicht beantwortet werden. In dieser Preisklasse (Preise beginnen ab 32.390,-) kann man sich einen SUV kaufen (meist teurer, weniger Platz und mehr Verbrauch) oder eine Limousine (weniger Platz, man sitz tiefer unten). Daher frei nach dem Motto, wenn es nicht mehr kostet, dann leiste ich mir den Luxus von Platz und Funktionalität – so werden sicher die meisten Alhambra-Fahrer denken.

Natürlich kommen alle „Überdrübersportler“ mit ihren diversen Sportgeräten (Skier, Räder, Surfbrettern usw.), alle „Platzfetischisten“, die ein großzügiges Raumklima suchen und alle „Vernunftmenschen“, die Platz, Langlebigkeit (seine Form überlebt sich nicht so schnell) und praktisch denken, hier auf ihre Rechnung.

Unser Fazit:

Sehr bequemes, sparsames (durch neuen 150 PS Motor) Reiseauto, der weder beim Nachbar noch beim Kunden aneckt, aber viel Platz und ein Gefühl „man könnte wen man wollte“ hat.

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