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Freitag, 20. Juli 2018
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Hyundai IONIQ Plug-in im Test

Nachdem bereits der Hyundai IONIQ Hybrid und der IONIQ Elektro am österreichischen Markt verkauft wird, folgt nun der Dritte im Bunde der IONIQ Plug-in.

Wir haben den IONIQ Plug-in ausgiebig getestet, was er kann, für wen er ideal ist erfahren Sie hier:

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Nachdem wir schon den IONIQ Hybrid 2017 getestet und in unserem Magazin vorgestellt haben und die beiden Modellen außen und im Innenraum nahezu ident sind, gehen wir verstärkt auf die Fahreigenschaften, den täglichen Umgang beim Aufladen und seine wahren Stärken ein. Sehen Sie dazu unseren Test von Hyundai IONQ Hybrid.

Wie hoch ist seine reine elektrische Reichweite?

Neben seinem neuen 1,6 l GDI Vierzylindermotor mit einer Leistung von 77,2 kW (104,9 PS) verfügt der IONIQ Pug-in zusätzlich über einen Elektromotor mit 44,5 kW(60,52 PS), der durch eine Lithium-Ionen-Polymer-Batterie mit 8,9 kWh angetrieben wird. Dies ermöglicht eine rein elektrische Reichweite von bis zu 63 km (lt. NEFZ kombinierter Zyklus), dabei wird der Kraftstoffverbrauch auf 1,1 l auf 100 km reduziert. Soweit die theoretischen Werte.

In unserer Testpraxis – vollgeladen natürlich zeigte sich der reine elektrische Verbrauch ist natürlich stak von der Fahrweise und der jeweiligen Fahrstrecke abhängig. So konnten wir an einem Tag anstandslos alle unsere Besorgungen in Stadtgebiet von Wien fast rein elektrisch erledigen und fuhren fast 42 km rein elektrisch. Bei der Retourfahrt zu unserer Redaktion war dann die elektrische Restreichweite aufgebraucht. Aber immerhin konnten wir an diesem Tag fast rein CO2-frei in der Stadt fahren.

An einem andern Tag mussten wir nach Innsbruck fahren, über die Autobahn A 22 über Stockerau, natürlich wieder voll aufgeladen und wir fuhren moderat so mit Tempo 120 km/h und bereits bei der Abzweigung Krems war unsere Restreichweite aufgebraucht und die Rest der Strecke fuhren wir ausschließlich mit Benzinantrieb. Da die Westautobahn A 1 meist eher flach verläuft lud sich die Batterie auch fast nicht mehr auf. Lediglich eine Restweitenangabe von 12 km konnten wir auf der Strecke von Krems bis Innsbruck feststellen. Also auf weiten und langen Fahrstrecken schmilzt der Elektronutzen.

Der IONIQ mit zwei Tankdecken.

Der IONIQ Plug-In verfügt serienmäßig über zwei Tankmöglichkeiten, eine zum Nachfüllen des 43 Liter großen Benzintanks und eine zweite Auffüllöffnung für das Nachladen der Batterie. Dazu verfügt der IONIQ über einen Adapter, der das Laden an jeder haushaltsüblichen 230-V-Steckdose möglich macht. Dabei beträgt die Ladedauer circa 2 Stunden und 15 Minuten (voll aufgeladen, wenn Batterieleistung fast gegen Null war). Natürlich kann der IONIQ Plug-In auch an einer 22 kW Ladestation geladen werden. Wir haben es mehrfach ausprobiert, dann reduziert sich der Ladevorgang um etwa 50% auf 1 Stunde und 10 Minuten. Für diesen Zeitaufwand fährt man anderntags dann fast 50 km rein mit Strom.

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Außer das der Elektromotor nicht mehr von der Batterie gespeist wird und die EV/HEV-Taste nicht mehr aktivierbar ist, spürt der Fahrer nichts. Mit ihr kann man durch Drücken der Taste in der Mittelkonsole das System in den Hybridmodus oder den reinen Elektromodus mit Null Emissionen schalten. Fahrtechnisch also kein Unterschied, man fährt dann weiter mit Benzinmotor-Antrieb. Die mögliche Höchstgeschwindigkeit bleibt dann weiterhin 178 km/h. Auch sonst mehr man im Innenraum und beim Fahren kaum Unterschiede zum INONIQ Hybrid.

Was bedeutet dies für den Fahralltag und für wen ist der Hyundai IONIQ Plug-in ideal?

Der IONIQ Plug-in ist für alle Menschen ideal, die meist im Umfeld einer Großstadt wohnen und beispielweise täglich vom Umland in das Stadtgebiet fahren müssen und noch dazu in ihrer Garage über einen Stromanschluss verfügen. Dann fahren Sie in der Praxis fast bis zu 50 km rein elektrisch und laden ihre Kapazität in der Nacht wieder daheim auf. Die Umwelt wird es Ihnen danken!

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Uns wenn es mal am Wochenende eine längere Ausfahrt gibt oder es in den Urlaub geht, dann hat man ja noch den Benzinmotor für weite Strecken. Wer zu Hause keinen Anschluss und keine Garage oder Garteneinfahrt hat (alle städtischen Wohnhäuser) der kann schwerlich das Aufladekabel quer über den Gehsteig legen. Ebenso ist der IONIQ Plug-in kein Auto für Vielfahrer wie Vertreter oder Reisende, denn sie kommen fast nicht in den Genuss des reinen elektrischen Fahrens.

Unsere besser länger leben Bewertung:

Wenn man den IONIQ Plug-in richtig einsetzt (im urbanen Stadtbereich aber auch nahen Landbereich), dann ist es schon erstaunlich wie man mit dieser Technologie Benzin sparen kann und Emmisionsfrei fahren kann. Ideal für Menschen die meist nur 20 – 50 km fahren – dann spart man wirklich.

Hyundai bietet folgendes Aktionspaket zur Förderung der Elektromobilität:

  • Zeitraum der Förderung: 01.01.2017 bis 31.12.2018 bzw. solange der Fördertopf reicht
  • 2-stufiges Abwicklungsprozedere (1. Registrierung, 2. Antragstellung)
  • Start der Registrierung/Einreichung ab 01.03.2017
  • Neuwagen, Vorführwagen, Tageszulassungen sind förderungsfähig
  • Gebrauchtwagen sind explizit ausgeschlossen!
  • Bestehende Steuervorteile für PHEV/BEV/FCEV bleiben weiterhin erhalten!

Förderung für E-PKW:

—————————-BEVs & FCEVs—————PHEV

Für Privatpersonen        4.300,- brutto             1.650,- brutto

Voraussetzungen:

  • Nachweis des Bezugs von 100% Strom aus erneuerbaren Energieträgern
  • Anschaffungspreis max. € 50.000,- brutto Listenpreis (nur gültig für Privatkunden)

•    PHEV mind. 40 km elektrische Reichweite (nur gültig für Privatkunden)

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