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Montag, 23. Oktober 2017
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Hyundai ix35 FCEV im Test

Er ist das erste serienmäßig hergestellte Wasserstoff-Elektro Auto der Welt.

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Hier die Eckdaten:

• Emission: H2O (Wasserdampf), 0 Gramm CO2-Ausstoß

• Nutzt die Vorteile des Elektroantriebs

• Reichweite bis zu 594 km

Bereits im Jahr  1998 begann man bei Hyundai das Projekt Fahrzeuge mit Wasserstoff- Brennstoffzellen-Technologie zu entwickeln. Der Hyundai ix35 Full Cell stellt derzeit das neueste Modell dieses Entwicklungsprogramms dar. Im Februar 2013 wurde das Unternehmen Hyundai, weltweit der erste Automobilhersteller, der ein Null-Emissions-Fahrzeug, angetrieben mit Wasserstoff in Serie produziert und unterstreicht damit seine Position als Weltmarktführer in der Entwicklung der Brennstoffzellen-Technologie.

Der Hyundai ix35 FCEV wird in der koreanischen Produktionsstätte Ulsan, in Süd-Korea, in Serie hergestellt. Somit ist Hyundai der erste Automobilhersteller, der ein Brennstoffzellenfahrzeug vom Band laufen ließ. Ab heuer soll dann die Produktion auf 10.000 Einheiten erweitert werden – Auslieferungen vor allem an kommunale und private Unternehmen sollen folgen.

Umweltbewusst fahren in einer neuen Dimension

Der Hyundai ix35 FCEV, ist ein alltagstaugliches Fahrzeug unter Beibehaltung aller bereits bekannten Attribute wie Sicherheit, Ausstattung, Komfort und Leistung. Der Hyundai ix35 FCEV kommt mit neuen innovativen Verbesserungen gegenüber seinem Vorgänger: die Reichweite wurde um 50% und die Effizienz der Brennstoffzelle um weitere 15% verbessert – wobei die Herstellungskosten beachtlich reduziert werden konnten.

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Die Maximalleistung des Brennstoffzellen-Pakets beträgt 100kW (136PS). Ein Asynchron-Elektromotor treibt die Vorderräder an und ermöglicht eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Der Hyundai ix35 FCEV verfügt über 2 Wasserstoffspeicher mit einer Gesamtkapazität von 5.64 kg, welche mit 700bar befüllt werden.

Damit erreicht der ix35 mit einer einzigen Ladung eine maximale Reichweite von bis zu 594 Kilometer und er kann auch bei Temperaturen bis zu minus 25 Grad problemlos gestartet werden. Als Pufferbatterie für beim Bremsen zurück gewonnene Energie kommt eine unter dem im Kabinenboden integrierte Lithium-Ionen-Polymer-Batterie mit einer Leistung von 24kW zum Einsatz (gemeinsam mit LG Chemical entwickelt).

Hyundai hat sich an einer Vielzahl von Initiativen und Partnerschaften zur Förderung der Brennstoffzellen-Technologie als zukünftige Lösung beteiligt. Regierungen, Organisationen (non-profit) und private Unternehmen suchen nach der alternativen Transportmöglichkeit – Hyundai unterstützt maßgeblich die Initiativen der Brennstoffzellen-Elektrofahrzeuge.

Wie funktioniert der Wasserstoff-Brennstoffzellen-Motor?

2 Hyundai ix35 FCEV im Test

3 Hyundai ix35 FCEV im Test

Wie fährt sich der Hyundai ix35 FCEV?

Grundsätzlich ist das Auto baugleich wie der diesel- oder benzinbetriebene Wagen, von den Abmessungen, Zuladung und Raumangebot. Wenn man einsteigt und den Startknopf drückt leuchten die Armaturenlichter auf, man hört kein Motorgeräusch, dass der ix35 startbereit ist erkennt man lediglich an der grünen “Ready”-Leuchte im Kombiinstrument.

Der ix35 ist wie ein Automatik-Fahrzeug zu bedienen, man geht vom Bremspedal und schon setzt sich der ix35 völlig lautlos in Bewegung, lediglich Wind- und Abrollgeräusche nimmt man wahr. Der ix35 verfügt über einen Frontantrieb mittels Elektromotor im Motorraum mit mittig angeordneter Wasserstoff-Brennstoffzelle mit 100kW (136PS) und einer unter dem Fahrzeugboden unterstützende Lithium-Ionen-Polymer 24 kW.

Beim Fahren kann man bei gedrücktem Bremspedal in die Fahrstufe R wie Retour, D wie Drive oder normales fahren oder E wie Eco was einer economischen Fahrt entspricht wählen. Die Wählhebelstellung L bedeutet erhöhte Rekuperation bei Bergabfahrten durch höhere Bremswirkung. Die Fahrsituation ist ident mit Elektroautos. Sofort nach dem Start hat man maximale Leistung und zügig beschleunigt man bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Die tatsächliche Reichweite ist natürlich von der jeweiligen Fahrsituation abhängig. Angezeigt wird die restliche Reichweite im Kombiinstrument und diese ist jederzeit gut im Blick.

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Dies ist natürlich auch nötig, da die – vielleicht einzige momentane Schwachstelle, dass es derzeit noch kein ausreichend funktionales Tankstellennetz gibt. Derzeit gibt es eine OMV Wasserstoff-Tankstelle in Wien 1210 (Shuttleworthstraße 10) und ab Mai 2015 eine OMV Wasserstoff-Tankstelle in Innsbruck. Die Versorgung wird sich in den nächsten Jahren jedoch verbessern.

Für wen ist der Hyundai ix35 FCEV?

Für Kommunen, für Betriebe die im Raum Wien ihr Einzugsgebiet haben, für  Umweltbewusste die statt eines Elektroautos mit beschränkter Reichweite, ein Auto mit einer Reichweite von bis zu 594 km (Wien – München ist kein Problem, dort wieder auftanken und zurück nach Wien) haben möchten und darauf bauen dass das Tankstellennetz zügig ausgebaut wird.

Der ix35 FCEV kann von Firmen- und Privatkunden in Österreich geleast werden. Die derzeitige Leasingrate „Mietservice“ beläuft sich auf eine monatliche Rate von € 1.816,- inkl. Mobilitätsgarantie (€ 0,- Anzahlung, 48 Monate/80.000km). Der Kauf beträgt € 65.000,- (netto).



Unser Fazit:

Gratulation an Hyundai für die Entwicklung, wäre (ist) ein umweltschonendes und zukunftsweisendes Fahrzeug, jetzt bereits in Serienproduktion zu mieten bzw. zu kaufen - wenn (!!!) das Tankstellennetz auch zügig ausgebaut wird und durch die weitere Verbreitung die Herstellungskosten weiter sinken. Das Interesse ist jedenfalls gegeben, denn wo immer wir stehen geblieben sind, haben uns Menschen auf das Auto angesprochen und sich positiv geäußert.

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