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Mittwoch, 20. September 2017
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Infiniti M35h bei uns im Test

Eine stattliche Limousine mit 3,5 l V6 Benzinmotor  und Hybridantrieb. Wie fährt sich Sebastin Vettels Dienstauto?

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Hier kurz die Fakten vorab:

Gesamtsystemleistung (Benzin- und Elektromotor) 364 PS/268 kW (!!!), Länge 4,94 m, Beschleunigung von 0 auf 100 km/h 5,5 sek., Elektronisch gesteuertes 7-Gang Automatikgetriebe mit manuellem Schaltmodus, Sitzlüftung/Sitzheizung und viele Ausstattungsdetails – Herz was willst Du mehr?

Die ersten Eindrücke

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Beim ersten und auch beim zweiten Blick sieht man den Infiniti Dank seiner gelungen geschwungenen Form seine wahre Größe (4,94m) nicht an. Harmonisch passt sich der Infiniti in die Landschaft und ins Straßenbild. Den Infiniti sieht man zumindest in Österreich (noch) nicht allzu oft, was für manche seiner Käufer durchaus einen Anreiz darstellt, der Wunsch zur Individualisierung ist bei dieser Klientel stets präsent.

Der dritte Blick gehört dem Innenraum und der zeigt sich von seiner besten Seite. Entsprechend großzügig ausgestattet, edle Materialien, Holz und Alu, bequeme Lederfauteuils mit Sitzbelüftung (welche Wohltat bei Testbedingungen jenseits von 39 Grad). Herrliche Armaturen mit großen Ziffern und bestens beleuchtet. Mittig ein wirklich tolles Navigationssystem, umfassend informativ und einfach zu bedienen. Alles wirkt sehr luftig und funktionell.

Auch hinten ist mehr als ausreichend Platz und vier Personen reisen hier sehr bequem. Das Kofferraumvolumen ist aufgrund der Batterien die hinter der Rückwand placiert sind,  mit 350 l um rund 100 l kleiner als beim entsprechenden Dieselmodell. Vielleicht ein kleines Manko, aber dafür fährt man in der Stadt weite Strecken rein elektrisch und schont die Umwelt.

Mit dem Infiniti unterwegs

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Gestartet wird mittel Startknopf und zunächst ist man überrascht das man keinen Motor hört, denn der ist auch nicht an, man betätigt den Automatikhebel auf D und fährt fast lautlos weg, erst wenn man mehr an Leistung benötigt schaltet sich wie von Geisterhand der Benzinmotor dazu. Dies funktioniert alles so reibungslos, dass es schon ein Vergnügen bereitet am Monitor mittig die Leistungsströme zwischen Lithium Ionen Batterie, V6 Motor und Hinterachse grafisch zu verfolgen. Außerdem erzieht uns der Infiniti Hybrid zum sparen.

Einmal losgefahren und auf großer Strecke unterwegs, ist es immer wieder beeindruckend welche Beschleunigungsreserven (Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 5,5 Sekunden sind absolute Sportwagenwerte) dieses Auto hat, Überholvorgänge, Autobahneinfahrten verlieren somit ihren Schrecken und man fühlt sich nicht nur etwas über den Anderen, sondern geniest diese Art der Sicherheit.

Dabei wirkt alles nicht aufdringlich, keine Aufheulen, kein Quitschen beim Beschleunigen, auch längere Autobahnetappen laufen in der gewohnten ruhigen Atmosphäre ab, nicht mit der Vehemenz und Lautstärke wie in so manchen 180 PS starken Mitteklassewagen. Man geniest die Ruhe, egal ob als Geschäftsmann zum nächsten Termin oder als Freizeitreisender, man kommt immer entspannter an als gewohnt.

Der Infiniti fährt sich Dank seiner Technik in allen Bereichen und Systemen so federleicht, entspannt und fast mit dem kleinen Finger zu dirigieren. Die Hektik draußen auf der Straße, bleibt bei geschlossenen Fenstern einfach draußen. Dies trägt zu einer gelassenen Fahrweise wesentlich bei und wenn es sein soll, zeigt der Wolf im Schafspelz seine Krallen und stürmt los als gäbe es kein morgen.

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Ein Wort zum Preis und Kosten

Der Infiniti 35h kostet in der GT Ausstattung EUR 60.904,- und in der Premiumausstattung EUR 68.852,- bereits inklusive alles Extras. Na gut, auch ein stolzer Preis, doch wenn man deutsche Konkurrenten der Premiumhersteller vergleicht, ist der Infiniti zwischen 25.000,- bis 40.000,- preisgünstiger. Das ist doch auch ein Argument.

Der Durchschnittswert beim Verbrauch ist mit 6,9 l/100 km angegeben, dies ist – wie üblich – doch etwas zu optimistisch, doch während unseres Test verbrauchten wir knapp unter 9 l (genau 8,9 l) auf 100 km. Das ist doch bei einer Systemleistung von 364 PS erstaunlich.

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Unser Fazit

Der Infiniti ist etwas für Individualisten, die nicht mit dem Strom schwimmen wollen, viel reisen und auf die vielen technische Besonderheiten (z.B: Sitzkühlung) nicht verzichten möchten. Die Bequemlichkeit suchen und doch auf entsprechende Fahrleistungen nicht verzichten möchten. Ein Traum auf vier Rädern.

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