Flagge Österreich Flagge Österreich
Donnerstag, 24. August 2017
Besser Länger Leben » Auto » Hier der Infiniti Q50 im Test

Hier der Infiniti Q50 im Test

Die schicke Mittelklasselimousine der Nissan Tochter Infiniti mit dem sparsamen 170 PS Diesel erobert den europäischen Markt.

DSC02139 2 Hier der Infiniti Q50 im Test

Mit dem Inifiniti Q50 erwirbt man ein Auto der gehobenen Premium-Mittelklasse der nicht nur sehr gut aussieht, sondern auch technisch einiges zu bieten hat. Wir fuhren den 4 Zylinder 2.2 l Diesel mit 7-Gangautomatik und Heckantrieb. Der Q50 bietet bei Infiniti quasi das Einstiegsmodell, das preislich bei EUR 34.990,- beginnt und natürlich bei entsprechender Ausstattung und Premiumpaket dann bis zu rund 47.000,- ansteigen kann.

Das Design verspricht viel

Der Infiniti Q50 schaut aus jeder Ecke sehr schnittig aus, gekonnt  und eigenständig tritt er auf. Vorne, der typische Inifiniti Bug mit seinen weit in die Kotflügel gezogenen Schweinwerfern, die mit Xenonlampen bestückt sind. Seitlich eine sehr geschwungene Seitenlinie und ein gelungene Heck mit seiner typischen Chromspange am Kofferraumdeckel. Optisch interessante Sicken und Linien verstärken diesen Effekt.

DSC02143 Hier der Infiniti Q50 im Test

Innen setzt sich das moderne Design fort, die Armaturen die von einer hoch aufragenden Mittelkonsole dominiert wird, auf der vom Navi bis zum Bedienen der Heizung und den wichtigsten Assistenzsystemen mittels des zweigeteiltem Bildschirms dient. Der Tacho und der Drehzahlmesser strahlen herrlich weiß, einstellbar, sodass man die Geschwindigkeit und Drehzahl auch ohne Brille ablesen kann. Der Automatikhebel liegt ideal zur Hand, wenn man ihn Dank der Schaltpaddel hintern Lenkrad auch nur beim anfahren und einparken benötigt.

Die Sitze aus feinem Leder geben dem Körper einen idealen Seitenhalt, sind sehr bequem vorne wie hinten, bequem die breite Armlehne mittig  samt seiner Ablagemöglichkeit. Auch die hinteren Sitze versprühen diesen Hauch an Luxus und es lässt sich vorzüglich auch zu viert eine längere Reise unternehmen. An den Vordersitzen ist sogar das Infiniti Logo eingestanzt.

Eine Ausstattung, Herz was willst Du mehr

Es gibt sechs Ausstattungspakete, bei denen das Wichtigste dabei ist und zwar Multimediapaket, Komfortpaket, Begrüßungspaket (Innenbeleuchtung aut. Einschaltend, Lenksäule stellt sich individuell auf den Fahrer ein), Lichtpaket, Lenkkomfortpaket (mit dem wunderbaren DAS – Direct Adaptive Steering) und dem Safety Shield Paket mit allen wichtigen Assistenzsystemen die es heute gibt wie beispielsweise Spurverlassenswarner, Auffahrwarnsystem, Abstandregelung).

DSC02142 2 Hier der Infiniti Q50 im Test

Als Extra wären noch zu empfehlen das Inifiniti Navigationssystem, dass sich einfach und logisch bedienen lässt und während unseres Test auch entlegene Ziele einwandfrei ansteuerte, die LED Schweinwerfer, Metallic Lackierung, und eine Innenausstattung in Ahornholz, damit das Herz auch nicht zu kurz kommt, dann strahlt der Innenraum eine Behaglichkeit aus wie auf einer italienischen Yacht.

Jedenfalls kann man sich sowohl außen (Farbe, Leichtmetallfelgen bis 18 Zoll), wie auch innen (Farbe, Leder, Holz und Ausstattung) seinen Q50 individuell zusammenstellen.

Mit dem Q50 unterwegs

Bereits nach einigen Minuten hat man den Q50 im Griff, dies ist hauptsächlich der idealen Kombination aus Motor und 7-Gangautomatik zu verdanken, man gleitet durch Gassen und Straßen und wenn man Überland Leistung braucht, ein Tritt auf das Gaspedal und der Motor schiebt mächtig an. Ehrlich gesagt wir waren von der Dynamik des 170 PS Dieselmotors positiv überrascht, selbst auf der Autobahn – dort wo es erlaubt ist – zieht der Wagen bei 140 km/h noch merklich davon.

Und die Schokolandeseite kommt jetzt, der Normverbrauch ist mit 4,8 l auf 100 km angegeben, das erreichten wir zwar nicht, aber mit einem Durchschnittsverbrauch von 6,4 l für eine ausgewachsene Luxuslimousine mit Automatik alle Achtung.

DSC02140 2 Hier der Infiniti Q50 im Test

Der Fahrkomfort kann mittels Druckknopf von komfortabel bis sportlich eingestellt werden, wobei jeweils neben den Dämpfern auch die Lenkkräfte und das Ansprechverhalten der Motor-/Getriebekombination beeinflusst wird und dies alles wird am unteren Bildschirm auch grafisch dargestellt.

Der Q50 ist trotzdem kein Kurvensprinter, er animiert zum Gleiten und wenn man es eilig hat, steht mehr als ausreichend Leistung zur Verfügung. Die Lenkung ist zielgenau und der lange Radstand bringt eine enorme Stabilität, dies spürt man sehr auf Autobahnen mit Querrillen. Den Q50 bringt nichts aus der Ruhe, fast lässig spult man Kilometer um Kilometer ab und steigt nach einer fünf Stundenfahrt genauso aus wie man eingestiegen ist.

Unser Fazit:

Wer es individueller mag als deutsches Premium, kommt beim Q50 auf seine Rechnung, die Karosserieform ist zeitlos, die Qualität ist Spitze, der Fahrkomfort für 4 Personen mehr als ausreichend und Dank des sparsamen Motors ist er auch im täglichen Betrieb günstig (Reichweite mit einer Tankfüllung an die 1.000 km). Es soll sie noch immer geben die Limousinenfahrer die nicht auf den SUV Zug aufspringen. Schon lange hat uns kein Auto soviel Freude und Luxus geboten.

1 Hier der Infiniti Q50 im Test

Share