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Freitag, 17. November 2017
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Jeep Renegade im Praxistest

Der kleinste SUV unter den Jeeps ist kräftig, sparsam und kann eine Menge.

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Der Jeep Renegade aus dem Hause Chrysler wird in Italien erzeugt. Mit dem Renegade geht Fiat nach der Übernahme von Chrysler neue Wege. Schon seine gesamte Optik erregt großes Interesse, da die Karosserieform sich gut an die Chryslerfamilie anpasst, doch auch einen gewissen italienischen Charme ausspielt.. Das Design lehnt sich an die Optik des Armeefahrzeuges an. Das fängt beim legendären Kühlergrill mit den sieben Schlitzen an und hört bei weiteren traditionellen und historischen Designmerkmalen wie zum Beispiel den stilisierten Kanister-Kreuzen in den Rückleuchten noch lange nicht auf. Obwohl er kantig, eckig geformt ist, sieht man beim genauen hinsehen überall Rundungen. Dies macht den Renegade zu einem ganz anderen Fahrzeug-Typ, das aus der Menge der Konkurrenz heraussticht und nicht nur ein „neues Gesicht“ präsentiert. Der Jeep Renegade ist ein gelungenes Auto. Ihm gelingt der optische Spagat zwischen Asphalt- und Geländefahrzeug authentisch.

Im Innenraum ist der Renegade bequem mit luftiger Kopffreiheit

Das Raumangebot ist für die Größe eine Klasse für sich.  Die dicke A- und C-Säule behindern ein wenig die ansonsten sehr gute Rundumsicht aus der höheren Perspektive. Die Stoff-Sitze sind straff gepolstert und trotzdem bequem und könnten aber ein wenig mehr Seitenhalt vertragen. Mit Dekorelementen in Silber bei Tür und Mittelkonsole wird Design als Verbindung von Form und Funktion dargestellt. Weitere Funktionen sind der vom Jeep Wrangler inspirierte Haltegriff auf der Beifahrerseite, die elektromechanische Parkbremse und das in Höhe und Reichweite verstellbare und beheizbare Multifunktions-Leder-Lenkrad sowie der praktische nach vorne umklappbare Beifahrersitz.

IMG 2438 Jeep Renegade im Praxistest

Für Kommunikation, Navigation und Unterhaltung sorgt ein 7-Zoll-Display mit Bordcomputer, sowie ein funktionales Audio-System. Dazu zählt eine 2-Zonen-Klima-Automatik mit Beschlagsensor. Die Beladung erfolgt über die tief nach unten gezogene Heckklappe, wobei der Kofferraum-Boden in der Höhe verstellbar ist und die hintere Sitzbank im Verhältnis 40 : 20 : 40 umlegbar ist. Jedenfalls hat diese Karosserieform auch einige Vorteile: Zum einem „altert“ die Form nicht so schnell wie modisch geformte Modelle, zum anderen speziell Best Ager wird es freuen, man sitz ausreichend hoch, hat eine gute Übersicht und weiß wo die Karosserie aufhört.

Die von uns getestete Motorvariante stellt die Idealvariante dar

Unser Testwagen ist mit dem 4-Zylinder 2.0 Liter MultiJet Reihen-Diesel-Motor (Hubraum: 1.956 ccm) mit 6-Gang-Schaltgetriebe und Allradantrieb ausgestattet. Die Leistung liegt bei 140 PS (103 kW). Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 182 km/h. Die Beschleunigung von 0 auf 100 erfolgt in 9,5 sec. Der Verbrauch beträgt laut Werksangabe im Durchschnitt 5,1 Liter (Test: 6,5 Liter). Der Emissionswert ist mit 134 g/km angegeben und bedeutet –Effizienzklasse B und Schadstoffklasse Euro 6. Vielleicht die famose 9 Gangautomatik wäre noch das Sahnehäubchen dazu und  macht den Renegade noch komfortabler.

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Die technische Daten

Länge (mm)                                        :        4.255

Breite (mm)                                        :        1.805 (exkl. Spiegel)

Höhe  (mm)                                         :        1.697 (inkl. Dachreling)

Wendekreis (m)                                 :        11,1

Radstand (mm)                                   :        2.570

Leergewicht (kg)                                :        1.505

Tankinhalt (l)                                      :        48

Gepäckraumvolumen (l)                    :        351 bis 1.297

Wie fährt sich der Jeep Renegade ?

Hoher Einstieg, erhöhte Sitzposition und guter Blick nach vorn, wie schon erwähnt ideal für Senioren. Das Lenkrad liegt gut in der Hand. Das Interieur ist überraschenderweise etwas verspielt aber die Bedienelemente sind gut erreichbar und ablesbar. Wir fahren los und stellen ein exakt arbeitendes und leicht zu schaltendes 6-Gang-Schaltgetriebe fest. Die Lenkung reagiert präzise aber nicht zu direkt.

IMG 2442 Jeep Renegade im Praxistest

An das Fahrzeug mit dieser Karosserieform muss man sich anfangs etwas gewöhnen, damit das Fahren mit Einlenken in Kurven und Abstände richtig abgeschätzt werden können, da die Fronthaube gefühlt sehr weit nach vorne ragt – aber das gelingt sehr rasch. Fahrwerk und  Federung sind tadellos und wenn es ins leichte Gelände geht, wird die Komfortzone lange nicht überschritten. Unterstützt wird man per Drehknopf mit manuell wählbaren Programmen des Select-Terrain-Allrad-Systems für verschiedene Untergründe. Der Jeep Renegade gehört damit zu den SUVs die am talentiertesten im Segment der Kompakt-SUV`s im leichten Gelände sind. Geradeauslauf, Kurven fahren, Bremsen und Beschleunigen sind leichte Übungen die der Jeep Renegade problemlos meistert.

In der Stadt auf Asphalt aber auch im Gelände macht der Jeep Renegade sehr viel Freude auch durch seine kompakten Maße. Unterstützt wird der Fahrer durch verschiedene Systeme wie Totwinkel- und Spurhalte-Assistent, Auffahrwarn-System, Rückfahr-Kamera und der schlüssellose Fahrzeugzugang.

Unser Fazit

IMG 2440 Jeep Renegade im Praxistest

Der Jeep Renegade 2.0 MultiJet macht auf uns einen überzeugenden Eindruck. Er ist leicht zu fahren, besitzt einen kräftigen Motor der sparsam mit Sprit umgeht und ist auch in punkto Sicherheit auf der Höhe der Zeit. Für Senioren ein sehr geeignetes Fahrzeug, nicht zu groß und wirklich praktisch. Die hohe , bequeme Sitzposition verleiht Übersicht und damit zusätzliche Sicherheit und nicht zuletzt ist es das enorme Aufmerksamkeitspotential, das zum Kauf animiert. Mit einem Preis ab 29.700,– € und den üblichen Garantien ist der Renegade zwar kein Schnäppchen aber seinen Preis wert.

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