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Dienstag, 22. Mai 2018
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Kia Niro Plug-In Hybrid im Test

Ein praktisches Crossover-Modell mit Plug-in-Antrieb mit leistungsstarker Batterie (8,9 kWh) und 1.6 GDI. Bis zu 55 Kilometer rein elektrische Reichweite. Hier lesen alles Weitere.

Eine neue Variante des Hybrid-Crossovers Kia Niro mit Steckdosenanschluss

Der Kia Niro mit Steckdosenanschluss ist eine neue Variante des Hybrid-Crossovers, der jüngst eingeführt wurde und speziell auf Hybridantriebe zugeschnitten ist. Der Kia Niro ist bereits europaweit im Handel und hat nach momentanem Entwicklungsstand eine kombinierte CO2-Emission von 30 Gramm pro Kilometer (nach NEFZ) und eine rein elektrische Reichweite von bis zu 55 Kilometern.

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KIAs bekannte 7 Jahre Werksgarantie, die für jeden Kia-Neuwagen in Europa gilt, schließen selbstverständlich auch die Antriebsbatterie mit ein. Produziert wird der Niro Plug-in Hybrid für den europäischen Markt im Kia-Werk in Hwasung (Korea).

Nach Schätzungen von Marktexperten wird der Absatz an Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen in Europa bis Ende 2023 auf über 600.000 Einheiten pro Jahr steigen. Zugleich wird dem Crossover-Segment ein weiteres Wachstum prognostiziert“, sagt Michael Cole, Chief Operating Officer von Kia Motors Europe. „Es gibt daher eine immer stärkere Nachfrage nach Fahrzeugen, die die praktischen Qualitäten und das ‚coole’ Image eines kompakten Crossovers mit den extrem niedrigen Emissionen eines modernen Plug-in-Antriebs ver-binden. Der Kia Niro Plug-in Hybrid wird bei seiner Markteinführung als eines der ersten Modelle diese Kombination bieten.“

Effizienz und Fahrspaß durch innovatives Parallelhybridsystem

Im Gegensatz zu konventionell angetriebenen Crossover-Modellen bietet der die Möglichkeit, kurze Fahrten und tägliches Pendeln emissionsfrei und mit geringen Betriebskosten zu absolvieren. Dies bedeutete während unseres Tests erledigten wir alle Fahrten bis zu 40-50 km im urbanen Stadtgebiet rein elektrisch. Ideal ist es, wenn Sie zu Hause in ihrer Garage einen Stromanschluss haben, dann laden Sie den Kia Niro Plug-in Hybrid in den Nachstunden wieder völlig auf. Am nächsten Morgen starten Sie wieder rein elektrische und können im besten Fall bis zu 55 km rein elektrisch zurücklegen. 55 km haben wir nicht ganz geschafft, aber immerhin 40 km Reichweite rein elektrisch sind auch ein gutes Ergebnis. Somit senkt man nicht nur den Durchschnittsverbrauch, sondern tut auch etwas für die Umwelt.

Dabei ist das Herzstück des neuen Plug-in-Antriebs eine leistungsstarke Lithium-Ionen-Polymer-Batterie, deren Kapazität mit 8,9 Kilowattstunden deutlich höher ist als die der Modellvariante (Hybrid) ohne Steckdosenanschluss (1,56 kWh). Auch der Elektromotor ist mit 44,5 kW um rund 40 Prozent kraftvoller als beim Standardmodell (32 kW).

Neben den Komponenten des Elektroantriebs verfügt das moderne Parallelhybridsystem auch über einen 1,6-Liter-Benzindirekteinspritzer (GDI) aus der „Kappa“-Baureihe, der 77 kW (105 PS) Leistung und 147 Nm Drehmoment mobilisiert. Somit summiert sich das Gesamtsystem auf eine Leistung von 103,6 kW (141 PS) und ein maximales Drehmoment von 265 Nm.

Auch sportliche Fahrer kommen auf ihre Rechnung

Der Kia Niro Plug-in Hybrid beschleunigt in 10,8 Sekunden von null auf 100 Stundenkilometer und ist damit sogar um 0,7 Sekunden schneller als das Hybridmodell. Auf die Vorderräder übertragen wird die Antriebskraft durch ein sechsstufiges Doppelkupplungsgetriebe (DCT), das eine schnellere Rückmeldung und mehr Fahrspaß bietet als die im Hybrid-Segment weit verbreiteten elektronisch gesteuerten stufenlosen Getriebe (e-CVT). Das DCT ist mit einem „Transmission-Mounted Electric Device“ (TMED) kombiniert und kann durch diesen ins Getriebegehäuse integrierten Elektromotor die volle Leistung von Verbrennungs- und Elektromotor parallel übertragen, so dass nur minimale Energieverluste auftreten.

In der Fahrpraxis funktioniert dies alles reibungslos und ohne dass man als Fahrer davon etwas mitbekommt. Man fährt von der Kreuzung rein elektrisch weg, nur wenn man voll beschleunigt und das Gaspedal voll durchdrückt, dann schaltet der Benzinmotor dazu, sonst fährt man elektrisch. Erstaunlich der Niro ist sehr leise auch wenn der Benzinmotor zuschaltet gibt es kein „Aufheulen“.  Auch Überland ist man gut mit dem Niro unterwegs, sportlich oder gemütlich wie man will. Natürlich ist nach längstens 55 km Schluss mit rein elektrisch fahren, da die Batteriekapazität erschöpft ist. Bei Bremsmanövern oder Bergabstrecken, ladet sich der Akku wieder auf – das zumindest für kurze Strecken reicht.

Kia Niro PHEV side view B1 Kia Niro Plug In Hybrid im Test

Alles kein Problem, denn man fährt dann ausschließlich mit dem Benzinmotor, der sehr zufriedenstellend seinen Dienst verrichtet und keinerlei Einschränkungen bei den Fahrleistungen mit sich bringt. Auch im Urlaub gibt es mit dem Aufladen meist kein Problem, denn zwischenzeitlich verfügen die meisten Hotelgaragen über Auflademöglichkeiten und im Fall des Kia Niro Plug-in Hybrid reicht ein gewöhnliche Steckdose. In 2,15 Stunden ist der Akku wieder voll.

Moderne Assistenten gewährleisten optimalen Einsatz der Batterie

Damit sowohl beim rein elektrischen Fahren als auch im Hybridbetrieb die Batterie möglichst effizient genutzt wird, arbeiten im Kia Niro Plug-in Hybrid verschiedene moderne Technologien Hand in Hand. Das regenerative Bremssystem wandelt beim Bremsen und auch beim Coasting (freies Rollen) kinetische Energie in elektrische um und lädt damit die Batterie auf. Und das neue „Eco DAS“-System (Eco-Driving Assistant System) weist den Fahrer darauf hin, wie er unter den jeweiligen Bedingungen effizienter fahren kann. Es umfasst zwei Assistenten, mit denen sich je nach Fahrsituation Energie sparen oder zurückgewinnen lässt: den Coasting-Assistenten und den vorausschauenden Energieeffizienz-Assistenten.

Der Coasting-Assistent (Coasting Guide Control, CGC) signalisiert dem Fahrer, wann er vor einer Kreuzung den Fuß vom Gas nehmen sollte, damit das Fahrzeug ausrollen und dabei durch Rekuperation die Batterie aufladen kann. CGC arbeitet mit dem Navigationssystem zusammen und wird beim Festlegen eines Fahrziels automatisch aktiviert. In einem bestimmten Geschwindigkeitsbereich gibt das System dem Fahrer dann durch ein Symbol in der Instrumenteneinheit und ein dezentes akustisches Signal die Coasting-Empfehlung.

kia niro phev my18 charging port 11560 64262 Kia Niro Plug In Hybrid im Test

Der Energieeffizienz-Assistent (Predictive Energy Control, PEC) nutzt neben der Navigation die Geschwindigkeitsregelanlage, um Steigungen oder Kurven in der Fahrstrecke zu antizipieren. Auf Basis dieser Informationen entscheidet das System, wo sich die Batterie am besten aufladen lässt und wo die gespeicherte Energie am sinnvollsten für den Antrieb genutzt wird. „Sieht“ das PEC zum Beispiel eine Steigung kommen, kann es vorher die elektrische Energie zurückhalten, um dann beim Anstieg den Verbrennungsmotor stärker zu unterstützen. Und falls die Batterie vollgeladen ist und eine Gefällestrecke absehbar ist, setzt das System davor verstärkt elektrische Energie ein, um anschließend die abschüssige Fahrbahn optimal zum Laden der Batterie nutzen zu können.

Praktische Crossover-Qualitäten und großzügiges Raumangebot

Da der Kia Niro von Beginn an speziell für den Einsatz von Hybridsystemen entwickelt wurde, hat sich die Integration des neuen Plug-in-Antriebs nur geringfügig auf das Raumangebot und die Variabilität ausgewirkt. Die Batterie befindet sich unter der Rücksitzbank und dem Boden des Gepäckraums, der ein Fassungsvermögen von 324 Liter hat. Dadurch ist der neue Kia praktischer als andere Plug-in-Hybridmodelle im C-Segment. Und da der Innenraum gegenüber dem Standardmodell nicht verändert wurde, bietet die Plug-in-Variante den Insassen die gleichen großzügigen Platzverhältnisse.

Kia Niro PHEV interior view Kia Niro Plug In Hybrid im Test

Das Ladekabel ist in einem speziellen Ablagefach im Gepäckraumboden griffbereit verstaut. Und seine praktische Seite zeigt der Niro auch, wenn es um größere Transportaufgaben geht: Wie der Kia Niro gehört die Plug-in-Variante zu den wenigen Fahrzeugen im Hybridsegment, die als Zugmaschine genutzt werden können (gebremst bis zu 1.300 Kilogramm).

Leder-Interieur, Hightech-Komfort und modernste Sicherheitsassistenten

Durch ein leicht modifiziertes Außen- und Innendesign hebt sich die Plug-in-Variante auch optisch vom Standardmodell ab. Zu den äußeren Erkennungsmerkmalen gehören eine neue Kühlergrill-Einfassung in satiniertem Chrom, Zierleisten in Chrom und Blaumetallic an Front- und Heckstoßfänger, ein „ECO plug-in“-Logo sowie spezielle, aerodynamisch gestaltete 16-Zoll-Leichtmetallfelgen und LED-Scheinwerfer.

Das Interieur präsentiert sich mit einer Lederausstattung, die in zwei Varianten angeboten wird: einfarbig in Schwarz oder zweifarbig in einer Hellgrau-Schwarz-Kombination mit blauen Ziernähten. Hinzu kommen bei der zweifarbigen Variante blaue Einfassungen der Lüftungsdüsen im Armaturenbrett. Eine neue Instrumenteneinheit mit 7-Zoll-TFT-Display liefert dem Fahrer alle wichtigen Informationen über das Antriebssystem (inklusive Ladezustandsanzeige der Batterie) und signalisiert ihm zudem, wie er möglichst energieeffizient fahren kann.

Für ein breites, vernetztes Infotainmentangebot sorgt die neueste Generation des Kia-Navigationssystems, auf dessen 8-Zoll-Touchscreen sich auch der Radius der aktuellen elektrischen Reichweite und nahe gelegene Ladestationen anzeigen lassen. Die Smartphone-Integration gewährleisten die Schnittstellen Android Auto™ und Apple CarPlay™. Und der Multimediadienst Kia Connected Services, den das Navigationssystem ebenfalls beinhaltet und der von TomTom bereitgestellt wird, bietet unter anderem Verkehrsinformationen in Echtzeit, die Suche nach regionalen Informationen sowie Wetterberichte. Zu den weiteren Hightech-Komfortelementen gehören eine induktive Ladestation für Smartphones und ein JBL® Premium-Soundsystem, das mit der ClariFi™-Technologie zur Klangoptimierung für Konzertatmosphäre sorgt.

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Wie der Kia Niro verfügt die Plug-in-Variante über ein breites Spektrum von aktiven Sicherheitstechnologien. So ist das elektronische Stabilitätsprogramm ESC standardmäßig unter anderem mit der Gegenlenkunterstützung VSM kombiniert, die für eine optimale Abstimmung von ESC und elektronisch unterstützter Servolenkung sorgt und damit die Stabilität beim Bremsen in Kurven erhöht. Zur Serienausstattung gehören darüber hinaus ein autonomer Notbremsassistent, ein Spurhalteassistent und eine Müdigkeitserkennung. Optional sind eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage, ein Spurwechsel-assistent mit Blind Spot Detection und ein Querverkehrwarner erhältlich.

Hervorheben möchten wir noch die exzellente Ausstattung, mit Ledersitzen samt Heizung und Lüftung bis zu der idealen Umklappmöglichkeit der Rücksitze. Insgesamt fast schon Premiumausstattung.

Für wen ist der Kia Niro Plug-in Hybrid ideal geeignet?

Für alle jene die täglich fast immer nur reine Besorgungsfahrten oder Termin wahrnehmen müssen und dabei unterhalb von 50 km Fahrstrecke liegen. Dann spart man wirklich. Das Ideale dabei wenn man dann einmal eine längere Reise vor sich hat, dann ändert sich nichts, dann ist man mit dem Benzinmotor unterwegs. Damit hat man zwei Autos in einem – zum einem Elektro- und zum anderen Benzinangetrieben. Damit leistet man seinen persönlichen Beitrag für die Umwelt und setzt ein Zeichen. Die Preise starten ab EUR 33.290,-

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