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Freitag, 28. Juli 2017
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Mazda CX-3 SUV im Test

Kompakte Abmessungen, auf Wunsch mit 4-Radantrieb, sportliche Fahrleistungen und jeder Menge Fahrassistenten sind der Weg für den Erfolg.

Design Galley LHD 02 Mazda CX 3 SUV im Test

Mazdas Neuzugang wurde bisher mehrfach ausgezeichnet für sein gelungenes Design. Tatsächlich ist der CX-3 ein echter Hingucker, speziell in der Farbe Rot, wo immer man hinkommt, wird man angesprochen. Eine langgezogene Motorhaube, gedrungene Form und eine knackiges Kehrseite zeichnen den CX-3 aus.

In der Tat ist es den Mazda Designer gelungen bei diesem kleineren SUV Segment nicht nur eine eigenständige Linie zu kreieren, sondern vermutlich eines der (vermutlich das) schönste Auto auf die „Räder“ zu stellen. Egal von welcher Seite man den CX-3 betrachtet, er sieht gut aus und kommt gut an.

Wo stecken seine wahren Werte

Unser Testwagen war ein Mazda CX-3  G 150 (Benziner mit 150 PS, Skyactiv-Technologie) AWD mit Automatik in der Topausstattung Revolution Top, Listenpreis 30.290,- mit Navi und Metallic gesamt 31.390,- So weit so gut.

Dafür erhält man ein mehr als gut ausgestattetes Auto (SUV) mit Automatik, 4-Radantrieb und jede Menge Fahrspaß. Die Kombination von Kompaktheit und ausreichender Motorisierung, gepaart mit 4 WD und Automatik spiegelt sich auch beim Fahren wieder. Winter und bei Regen kein Problem, unbemerkt regelt der CX-3 die Kraft zwischen Vorder- und Hinterräder, die Leistung wird beim Beschleunigen ansatzlos und völlig ohne quitschenden Reifen auf die Straße gebracht, die famose 6-Gangautomatik regelt den Rest. Schaltvorgänge sind so gut wie nicht zu spüren. Die erhöhte Sitzposition macht alles übersichtlicher.

Design Galley LHD 03 Mazda CX 3 SUV im Test

Lediglich wenn man die Sporttaste drückt, dann beschleunigt der Wagen noch deutlich besser und dreht den Motor auch weiter aus und schaltet später, was sich durch einen Vorwärtsruck bemerkbar macht. Kleiner Wehrmutstropfen dabei, der Motor klingt sportlich akustisch lauter. Das Geräusch ist nicht unangenehm, man wähnt sich manchmal wie in einem Sportwagen. Die meiste Zeit reicht die Normaleinstellung und fühlt sich dabei keinen Deut langsamer, erst die Stoppuhr belehrt einem.

Übrigens wahre Werte, der CX-3 glänzt mit einer Reihe von Feinheiten, die bislang in dieser Fahrzeugklasse nicht üblich waren. Als Beispiel seien nur die auffälligen LED-Scheinwerfer genannt oder mit adaptiven Kurvenlicht (AFLS) und Fernlichtassistent (HBC), oder der adaptive Tempomat (MRCC), der automatisch zum Vordermann den gewählten Abstand behält und erst wenn der Vordermann auf die rechte Spur wechselt, beschleunigt der Tempomat wieder auf die gewählte Geschwindigkeit. Ein Citybremssystem (SCBS) bewahrt einem bei Unachtsamkeiten im Stadtverkehr. Auch wenn man die Spur auf Autobahnen und Landstraßen verlässt wird man mittels BSM) akustisch gewarnt.

Wie fährt sich der Mazda CX-3

Naturgemäß hat der Wagen mit 150 PS und einem Leergewicht von 1.265 Kg (!!!) kein Problem, er sprintet in jeder Lage ohne Verzögerung nach vorne. Eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 9,6 Sek. und eine Spitze von 195 km/h (Automatikversion, Handschalter in 8,7 Sek. und 200 km/h schnell) garantieren, dass man auch weite Strecken, beispielsweise auf deutschen Autobahnen mit einer hohen Durchschnittgeschwindigkeit absolvieren kann. Und das alles mit einem wirklich moderaten Verbrauch vom max. 8,0 l auf 100 km (EU Norm = 6,3 l). Unser Testverbrauch betrug 7,4 l auf 100 km.

Design Galley LHD 01 Mazda CX 3 SUV im Test

Aber sein Revier ist ja sowieso die Landstraße und auch kleinere Schotterstraßen. Hier ist der CX-3 in seinem Element. Flink und ohne Verzögerung fährt man auf schmalen Landstraßen (Breite 1,76 m), die Automatik sortiert die Gänge fast immer perfekt und wer es sportlicher will der drückt die Sporttaste und schaltet am Lenkrad mit den Paddel rauf und runter. Auf Schneefarbahnen ideal, man kommt immer gut weg und wenn man eingeschneit ist, kann man DSC noch wegschalten, den bremst kein Motor mehr die durchdrehenden Räder.

Insgesamt fanden wir erstaunlich wie „erwachsen“ sich der CX-3 anfühlt, ruhiges Gleiten, sportliches Fahren kein Problem, nicht wirkt filligran, man wähnt sich in einer wesentlich höher positionierten Fahrzeugklasse. So machen lange Reisen, kurze Etappen im urbanen Bereich und auch moderate Ausflüge ins Gelände wirklich Spaß, wobei die geringe Bodenhöhe der einzige Grund für ein Limit wäre und wirklich schwere Geländepassagen mutet man dem CX-3 sowieso nicht zu.

Das Platzangebot ist überschaubar

Natürlich kann ein 4,27 Meter Auto nicht den Platz einer 5 Meterlimousine bieten. Wir meinen 2 Personen reisen auch auf der Langstrecke mit ausreichend Platz für sich und Gepäck bei umgelegter Rücksitzbank. (Kofferraumvolumen 287 l, umgelegte Sitze 1.97 l). Zu dritt oder gar zu viert und ohne großes Gepäck ja, aber mit viel Gepäck stoßt man bei vier Personen bald an seine Grenzen. Hat aber auch Vorteile, man nimmt nur das mit, dass man wirklich braucht – nur wie erkläre ich das immer wieder meine Frau. Dies versteht sich nicht als Kritik, denn wer Platz braucht wird bei Mazda beim CX-5 fündig und wenn man ein 4,27 m Auto kauft darf man auch nicht mehr erwarten.

Design Galley LHD 08 Mazda CX 3 SUV im Test

Und weil wir gerade eben kritisch sind, ein zweiter Wehrmutstropfen ist der kleine Tank mit 44 Liter. Auch moderat gefahren muss man alle 500 Kilometer zu Nachtanken, mitunter lästig.

Die Sitze sind vorne wie hinten optimal, man sitzt etwas enger als üblicherweise, aber das fördert die Kommunikation mit dem Beifahrer. Das Lenkrad, alle Bedientasten und Schalter liegen gut zur Hand und stellen niemand vor Probleme. Lediglich die links angeordneten Tasten sind durch das Lenkrad verdeckt, aber diese Tasten stellt man auch nur bei Fahrantritt einmal ein. Der Tachometer ist digital, der mittig angeordnete Drehzahlmesser erinnert an Porsche. Die Heizungsregler sind gut zu bedienen (lediglich 3 Drehräder) , bei der Fahrzeuggröße allerdings nicht links und recht getrennt wählbar. Die Navidaten und die jeweilige Geschwindigkeit werden auch vor der Windschutzscheibe mittels Head-Up Display auf eine kleine Scheibe projiziert.

Auch Einparken kein Problem mittels der Rückfahrkamera.

Design Galley LHD 04 Mazda CX 3 SUV im Test

Das Navigationssystem ist übersichtlich gestaltet und hat uns sehr zuverlässig zu unseren Zielen geführt. Mazda garantiert 3 Jahre kostenlosen Up Date der neuesten Daten. Ein Bose Audiosystem ergänzt das Vergnügen.

Unser Fazit

Wer ein komplett ausgestattetes Auto mit 4 WD und Automatik sucht, nicht zu hohen Platzbedarf hat, wird beim Mazda CX-3 fündig. Alles an Bord, überschaubare Kosten und günstig in der Erhaltung. Das mutige und formschöne Design ist dabei inkludiert. So zeigt man das man noch nicht zum „alten“ Eisen gehört und irgendwie erhält einem der CX-3 auch länger jung. Anti Aging für Junggebliebene.

Fotos. Mazda

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