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Freitag, 28. Juli 2017
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Mitsubishi Outlander im Test

Viele kleinere Änderungen und Verbesserungen im Laufe der Zeit verleihen dem Outlander zu einem Reifegrad, der überzeugt. Wie er sich fährt und was uns positiv aufgefallen ist, erfahren Sie hier.

Die Front zeichnet nun das neue „Dynamic Shield“ aus das wir schon vom jüngst überarbeiteten ASX kennen. Der Outländer wirkt mit dieser neuen Form dynamischer, mit viel Chrom und auch strömungsgünstiger. Scheinwerfer und Kühlergrill bilden nun eine Einheit und sehen fast opulent aus und unterstreichen den Premiumanspruch. An den Seiten hat sich nicht viel getan, dafür wurde das Heck ebenfalls gründlich überarbeitet.

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Neue Heckleuchten, die sich um die Ecke bis zu den Heckkotflügel ziehen, eine dicke Chromspange die sich zwischen den Leuchten befindet unterstreichen den neuen Charakter auch hinten nochmals. Sehr bequem ist die Heckklappe, die weit nach unten läuft (bedeutet einfache Beladung), mittel dem Fahrzeugschlüssel zu öffnen. Mitsubishi bietet auch eine 3. Sitzreihe an – zugeben nur für kurze Strecken – somit wird der Outlander zu perfekten 7-Sitzer. Zudem kann man die 2. Sitzreihe um insgesamt 25 cm nach vorne verschieben. Das Kofferraumvolumen beträgt 477 Liter bei umgelegter 3. Sitzreihe.

Insgesamt ist der neue 4,69 Meter lange Outlander gereifter geworden und zugleich etwas modischer, ohne zu aufgesetzt zu wirken. Umso länger man den SUV ansieht umso mehr verstärkt sich dieser Eindruck. Mitsubishi hat hier nicht auf kurzfristige Effekthascherei gesetzt sondern etwas Gediegenes weiter entwickelt. Diese Karosserieform wird seinen Käufern auch noch in ein paar Jahren Freude bereiten -  ohne aus der Mode gekommen zu sein.

Wie schaut es im Innenraum aus?

Auch hier setzt Mitsubishi auf Gediegenheit und nicht auf optische Spielereien. Die Armaturenlandschaft wirkt sehr großzügig und fast schon wuchtig – so wie es SUV-Fahrer gerne möchten. Die Materialien wirken edel und sind perfekt abgestimmt – speziell mit der Innenfarbe Creme und den Ledersitzen in Creme.

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Das Lederlenkrad liegt gut zur Hand und lässt sich mehrfach verstellen. Man kann damit direkt diverse Funktionen wie Radio, Telefon und Menü ansteuern und bedienen. Mittig befindet sich ein großes Bediendisplay mit Navigation, Radio und Klimaregelung. Erfreulich, dass viele Bedienfunktionen direkt über Drehschalter oder Tasten zu bedienen sind und man nicht jedes mal ein Untermenü aufrufen muss, das doch etwas vom Verkehrsgeschehen ablenkt.

Es befinden sich ausreichend Ablagen und Staumöglichkeiten mittig und in den Türen. Die Sitze sind ausladend und versprühen Langstreckenqualität. Auch Passagiere hinten haben genügend Platz und können sich auf Langstrecken wohl fühlen. Insgesamt muss man die Innenraumgröße und das hervorragende Raumklima während der Fahrt hervorheben. Die Klimaanlage ist eine „Wucht“ gerade bei diesen sommerlichen Temperaturen verrichtet sie zuverlässig ihren Dienst und kühlt die Innenraumtemperatur nach längerer Stehzeit innerhalb weniger Minuten deutlich ab.

Unsere Erfahrungen während unseres Testalltags

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Um es gleich vorweg zu nehmen, mit diesem Auto kauft man sich Gediegenheit, langjährige Allraderfahrung und einen starken Partner. Gleich von Beginn an überzeugt der Mitsubishi mit einer für diese Größe erstaunlichen Leichtigkeit und dieser Eindruck verstärkt sich um so mehr, um so länger man damit fährt. Dabei hilft einem der erstaunlich leise 2,2 l Dieselmotor mit 150 PS in Verbindung mit dem (AS & G) 6-Gang-Automatikgetriebe. Eine ideale Kombination, Leistung wenn man sie benötigt und Cruisemodus wenn man es nicht eilig hat. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h erledigt man im Idealfall in 11,6 Sek, die Höchstgeschwindigkeit ist mit 190 km/h angegeben. Für einen SUV durchaus ausreichend.

Dank der 18“ Zollräder gleitet man auch über Schlaglöcher souverän hinweg. Der Outländer ist eher komfortabel abgestimmt und so geniest man das Reisen ohne den Druck zu verspüren neue Streckenrekorde aufstellen zu müssen. Auch leichtere Geländeausflüge meistert der Outlander ohne Blessuren. An der Kreuzung stoppt das AS&Go System den Motor und wenn man vom Bremspedal geht startet er wieder automatisch – dies spart zusätzlich Treibstoff. Während unseres Tests kamen wir auf 6,7 l auf 100 km/h (EU Verbrauch kombiniert 5,8 l). Somit kommt man auf eine ordentliche Reichweite mit dem 60 l Tank.

Den Autoalltag erleichtern die vielen automatischen und elektronischen Helferlein wie der Speed Limiter (Geschwindigkeitsbegrenzer) oder ein wirklich einfach zu bedienender Tempomat. Bei der Automatikversion kann zusätzlich mittels Schaltwippen am Lenkrad manuell durch Hinauf- oder Hinunterschalten eingegriffen werden.

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Ideal auf Autobahn und im Stadtverkehr ist das Frontkollisionswarnsystem, das mehrstufig wirkt, von Bremsvorbereitung, bis hin zur Warnung und starkes automatisches bremsen. Ideal in Verbindung mit dem Tempomat, hier wird eine Autobahnfahrt gleich viel entspannter, da das System automatisch den Abstand zu Vordermann hält und beim Überholen automatisch wieder auf den eingestellten Wert beschleunigt. Der Spurhaltassistent reagiert bei Überfahren von Mittelleitlinien sehr konsequent, wen das stört der kann dies auch ausschalten.

Ideal ist der Totewinkel Assistent, der herannahende Fahrzeuge von hinten links oder rechts meldet. Ideal auf Stadtautobahnen wo permanent die Spur gewechselt wird. Weitere Assistents-Systeme wie Berganfahrhilf, Aktive Stabilitätskontrolle, Ausparkassistent (auch für Querparken) erleichtern den Autoalltag.

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Das MMCS Navigationssystem ist gut ablesbar und die 3 D Ansicht vermittelt ein reales Umfeld und hilft dem Fahrer. Die Bedienung ist nach einiger Gewöhnung möglich. Wie immer wenn ein System viel kann ist der Handhabung oftmals auch aufwendiger.

Den Outlander gibt es in vier Ausstattungsvarianten wobei die beste Ausstattung Instyle bereits alles inkludiert. Die Preise beginnen bei ab 21.990,-

Unser Fazit:

Ein fast Alleskönner mit 4Radantrieb, geräumig, leistungsstark, sparsam und eine Karosserieform die ihren Reiz erst auf den zweiten Blick offenbart. Ein idealer Partner für Menschen die gerne und viel reisen und auch einen gewissen Anspruch stellen.

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