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Montag, 25. September 2017
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Tesla Model S 90 D im Test

Dieses Elektroauto macht Schlagzeilen, nicht nur bei Reichweite, auch beim Verkauf und beim Fahren.

Tesla Motors, Inc. ein US-amerikanisches Unternehmen, das 2003 von Elon Musk gegründet wurde. Musk wollte damals und will mehr denn je Elektroautos für ein breites Publikum bauen. Als Namenspender von Tesla Motors wurde der Physiker und Erfinder Nikola Tesla, der zahlreiche Neuerungen auf dem Gebiet der Elektrotechnik erfand, gewählt. Der Firmensitz ist Palo Alto im Silicon Valley. Das Unternehmen beschäftigte zum Jahresende 2014 insgesamt 10.161 Mitarbeiter.

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Tesla gilt heute als das innovativste Unernehmen weltweit und schlägt einen raschen Kurs an. Wir testeten das Modell S, inzwischen ist auch der erste reine Elektro-SUV mit Flügeltüren von Tesla bereits in einigen Märkten lieferbar. Erst jüngst wurde das Modell 3 – eine Kompaktlimousine mit einer Reichweite von 350 km vorgestellt. Das Modell 3 wird in USA ab 31.000 USD angeboten. Nach der Vorstellung wurde bekannt, dass in den ersten 24 Stunden (!!!) bereits 115.000 Bestellungen für den neuen Tesla 3 eingegangen sind. Wer sich in die Wartelisten eintragen ließ, musste eine Anzahlung von 1000 Dollar leisten. Das Model 3 soll ab Ende 2017 ausgeliefert werden.

Tesla ist mehr Philosophie als nur Auto

Wenn man das erste Mal zu einem Tesla – in unserem Fall das Modell S – kommt, ist es schwer zu fassen. Es ist tatsächlich ein reines Elektroauto, mit einer Reichweite von 550 km (Tesla Werkangabe, unsere Testerfahrung 460 km), hat Beschleunigungswerte (4,4 Sek. o auf 100 km/h und bis zu 250 km/h schnell) eines Ferraris, läuft völlig lautlos, ist aber eine ausgewachsene Limousine mit allen Komfortmerkmalen. Als „alter“ Benzinbruder ist man zunächst verwundert, vielleicht auch skeptisch und will alles auf einmal wissen.

Schön der Reihe nach, hier unser Fahrerlebnis.

Die Außenmaße (Länge 4970 mm, Radstand 2960 mm, Breite 2187 mm), das Platzangebot, die Bedienung, die fortschrittliche Technik, alles auf Mercedes S oder BMW 7er Klasse – sogar ein gewisses Mehr. Bereits bei der Erstinstruktion fällt auf, einiges sogar moderner, neuer und besser gelöst als bei den „Arrivierten“. Außen optisch eine gestreckte Limousine mit einem Hauch zum Sportwagen, tief geduckt steht, liegt er da der Tesla S. Innen fällt einem sofort der zentrale Computergroße Bildschirm in der Armaturenmitte auf. Über ihn wird fast alles gesteuert, durch drücken, ziehen und verschieben, eben wie bekannt vom Ipad oder Computer. Schiebeglasdach auf, einfach am Bildschirm das Symbol nach unten ziehen und schon kommt oben Luft herein. Wieder nach oben ziehen, schließt alles wieder und hebt sich zum Ausstelldach.

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Das über das zentrale Bedienelement mittig wird auch die Stromzufuhr gesteuert wird, versteht sich von selbst. Wir haben es ausprobiert. Stromaufnahmeklappe am Bildschirm öffnen und es macht hinten seitlich im Blinker „klacks“. Aussteigen, Stromkabel anstecken und schon wird der Tesla geladen. Man kann den Tesla verlassen und wenn man zum Wagen kommt sieht man am Armaturenträger wie viel Reichweite man wieder hat. Die Bequemen unter uns sitzen während des Aufladevorgang im Cafe und schauen auf ihre Handy-App und sehen ebenfalls die neue Reichweite.

Natürlich können Sie nun sagen, ist doch unbequem meine Reiseroute nach Stromtankstellen zu planen, aber lesen Sie weiter

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Wir haben es ausprobiert. Wir fahren von Wien nach Bad Aussee also 284 km mit einer lt. Google Maps angeführten Fahrzeit von 3 Std. und 4 Minuten. Theoretisch käme man mit einer Stromladung sogar bis nach Bad Aussee, doch Tomislav Cubela von Tesla Motors in Wien predigte uns ein, den Tesla immer wieder zwischendurch dort aufzuladen, wo man gerade stehen bleibt.

Also luden wir uns die Stromtankstellen App https://e-tankstellen-finder.com/at/de/services/mobile oder https://smatrics.com/ladenetz auf unser Handy und die zeigte uns eine Tankstelle in Liezen, also nach exakt 241 km. Das Tesla Navi lotste uns ohne Probleme eakt zur Stromtankstelle (vis a vis beim ÖAMTC in Liezen). Dort angekommen hatten wir noch eine Reichweite von exakt 110 km, was auch noch bis Bad Aussee gereicht hätte, aber wir wollten sowieso einen Cafe trinken. Wobei wir zugeben müssen auf der Autobahn uns an die vorgeschriebenen 130 km/h gehalten zu haben. Erstaunlich sind die Beschleunigungswerte, ein Tritt bei 100 km/h und der Tesla marschiert nach vorne, dass man aufpassen muss die 130 km/h nicht zu überschreiten. Fast ein Widerspruch, endlich ein Auto mit enorm viel „Pfeffer“ und dann bremst man sich gewollt ein, um Strom zu sparen und die Reichweite zu verlängern.

Natürlich konnten wir bei einer Autobahnauffahrt nicht widerstehen und drückten das Gaspedal oder doch Strompedal voll durch und ab ging die Post (4,4 Sek von 0 auf 100 km/h). Bei solchen Beschleunigungsvorgängen zeigt der Tesla prompt am Armaturenträger ein kleines Warndreieck und mahnte uns zur Vernunft.

In Liezen tranken wir inzwischen einen kleinen Cafe und philosophierten über eine Benzin und Diesellose Zeit, wenn uns die Autohersteller und Tankstellenbetreiber gehört hätten. Nach rund 30 Minuten zeigte unser Tesla wieder eine Reichweite von 250 km an. In Bad Aussee nach 3 Stunden 30 Minuten angekommen hatten wir – bedingt durch den Bundesstraßendurchschnitt von 80 km/Std. – noch eine Reichweite von 160 km. Genug für alle Fahrten in und rund um Bad Aussee.

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Anderntags wollte meine bessere Hälfte noch ein paar Einkäufe machen und so nutzte ich die Möglichkeit mitten im Ort die Gratisstromtankstelle zu besuchen und unseren Tesla wieder nachzuladen. Dort steht normalerweise ein Elektroauto, das geladen wird und man sich auch ausborgen kann. Sie kennen Einkäufe von Frauen, noch einen Cafe und schon sind 3 Stunden um, genug Zeit um unseren Tesla wieder komplett aufzuladen. Er zeigt uns eine Reichweite von 440 km an.

Am nächsten Tag ging es wieder von Bad Aussee nach Wien, wir entschlossen uns diesmal über die Westautobahn nach Hause zu fahren. Bei der Eingabe im Navi suchte das System sofort automatisch die nächste Schnellladestation und lotste uns nach St. Valentin.

Hier hatten wir ein Erlebnis der besonderen Art

Es handelt sich bei dieser Stromtankstelle um die Tesla eigenen Tesla Schnellladestationen – genannt Tesla Supercharger (gleich 8 Möglichkeiten sind vorhanden) und die versprechen ein Laden von 270 km in rund 30 Minuten. Und tatsächlich in 20 Minuten hatten wir wieder die Anzeige Reichweite 460 km. Derartige Tesla Schnellladstationen gibt es in Wien 23., in St. Valentin, Salzburg, Graz und Innsbruck. Also wäre eine Fahrt zum Arlberg auch kein Problem. Diese Tesla Supercherger werden laufend weiter ausgebaut und derzeit gibt es in Europa 3.628 Stationen.

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Der wesentliche Unterschied bei Stromtankstellen ist deren Leistung, während man beim Supercherger mit 120 kW (30 Minuten 270 km) bedient wird, was natürlich viel schneller geht, sind es bei Öffentlichem Chademo-Ladestation meist 50 kW (30 Minuten 136 km). Natürlich kann man seinen Tesla auch zu Hause aufladen mit der Steckdose 11 kW (30 Minuten 27 km) dauert aber natürlich sehr lange. Zu empfehlen ist aber zu Hause eine POWERWALL TESLA HEIMSPEICHER ANLAGE zu installieren.

Unser Erfahrungen. Meinungen und Erlebnisse

IMG 1601 Tesla Model S 90 D im TestEs gab fast keinen Ort wo sich Menschen nicht nach unserem weißen Tesla umgedreht haben, wir wurden angesprochen auf alles und gaben alle Informationen, die wir hatten. Die Verkäufe bei Tesla müssen ja jetzt in die Höhe schnellen. Das Fahren, völlig lautlos ist ein neues Vergnügen und es macht natürlich viel Spaß an der Ampel und eigentlich immer und überall mit einem Tritt aufs Pedal auch eingefleischte Sportwagenfahrer einfach „alt“ ausschauen zu lassen. Der Tesla hat jederzeit sein volles Drehmoment (660 Nm) und zischt weg wie von einer Tarantel gestochen.

Aber darum geht es ja bei einem Tesla gar nicht, es tut gut zu wissen, man könnte ja wenn man wollte. Das Modell Tesla 90 D ist ein Luxuswagen schlechthin.

Dies liegt zum einem an den beiden Elektromotoren vorne und hinten die insgesamt eine Leistung von 315 kW/ 422 PS abgeben. Dadurch verfügte unser Model S 90 D (D steht für Dualmotor) über einen 4-Radantrieb, der noch wesentlich punktgenauer regelt als herkömmliche Allradantriebe. In der Tat ist damit volles Beschleunigen völlig ohne Schlupf und Reifenquitschen möglich. Auch eine kurze Schneestrecke schaffte unser Tesla gekonnt und fuhr bergauf ohne Probleme an.

Das Planen und Einteilen der Fahrstrecke nach Stromtankstellen wird zur Routine und jedes Mal dachten wir „Wir haben unseren Beitrag zur Umwelt geleistet“. Und hierbei geht es ja bei diesem Konzept.

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Bei den Tesla Supercharger Ladestationen tankt man mit dem Modell S kostenfrei. Es ist faszinierend quer durch Europa zu fahren ohne einen Euro für Benzin oder Diesel auszugeben. Auch dadurch, dass weniger Teile als bei herkömmlichen Autos verbaut sind (zB: kein Auspuff, Motoröl, Kupplung usw.) sind die Wartungs- und Reparaturkosten geringer. Speziell Vielfahrer berichten von spürbaren Kostenentlastungen. Lesen Sie dazu hier.

Allerdings hat das auch seinen Preis, der Tesla 90 D kostet Werkspreis 98.900,- (Testwagenpreis 114.200,-) die CO2 Steuer wie Nova dabei schon berücksichtigt ist. Vorteil seit 1.1.2016 ist, dass beim Tesla der Hinzurechnungsbetrag wegfällt und das bei der Autoversicherung die Versicherungssteuer wegfällt.

Unser Fazit

Hervorragendes Auto mit allen Luxus den man sich vorstellen kann, Platz, Komfort und Umweltschonend. Ist für Menschen, die sich in der Luxusklasse (BMW, Mercedes und Audi, Bentley udgl.) bewegen und mit dem Kauf eines Tesla ein „starkes“ Zeichen setzen. Vielleicht fahren wir bald alle so, dann waren Sie der/die Erste.

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