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Montag, 25. September 2017
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Toyotas Prius der Vierte

Der erste Prius mit Hybrid-Antrieb erblickte bereits 1997 das Licht der Welt, was die vierte Generation des Prius alles besser kann, erfahren Sie hier.

Das neue Design ist ein Hingucker – vielleicht für manchen zu modern – doch offenbar eingefleischte Prius-Fans wollen dies so, zumindest beweisen dies die Zulassungszahlen. Dabei gehört der Prius heute zum gewohnten Stadtbild, wenn man heute ein Taxi in Wien ruft, kann es durchaus passieren, dass ein Toyota Prius-Taxi kommt. Allerdings noch die dritte Generation. So sind auch wir mit einem Prius-Taxi zum Toyotaimporteur gefahren um unseren Testwagen abzuholen.

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Während der Fahrt erzählt uns der Taxifahrer, wie zufrieden er mit dem Prius ist, keine Reparaturen, nur alle 100.000 km Bremsen tauschen. Sein Durchschnittverbrauch – nur in der Stadt – beträgt 3,9 l und er hat schon 350.000 km auf dem Buckel. Und dann stehen wir vor dem Prius der vierten Generation.

Ein unverwechselbarer Auftritt, mit Ecken, kanten und jede Menge sogenannten Strömungslinien in der Karosserie

Vorne sehr scharf gezeichnet mit überdimensionalen Scheinwerferleuchten mit den obligaten Bi-LED Leuchten. Eine niedrige Motorhaube mit zwei Strömungslinien und der flachen Windschutzhaube gehen nahtlos in die runde Dachlinie über. Das Heck sieht extravagant aus mit den vertikalen Heckleuchten und dem Spoilerbügel der sich über die gesamte Fahrzeugbreite zieht und optisch an den Seiten bis zu den Hintertüren geleitet wird. Um den Treibstoffverbrauch so niedrig wie möglich zu halten, wurde die gesamte Karosserielinie der Verbrauchsoptimierung untergeordnet.

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Der neue Prius sieht aus verschiedenen Blickwinkeln teils verspielt aus, doch bei näherer Betrachtung macht das alles Sinn. Vielleicht ist der neue Prius nur seiner Zeit wieder einmal voraus.

Toyota entwickelte der Prius konsequent weiter

Dank einer besseren Batterietechnik ist man nun im Elektromodus weiter emissionslos unterwegs. Die neue Getriebetechnologie und eine besser Schallschutzisolierung sorgen für einen reibungslosen Fahrbetrieb durch einen nahtlosen Übergang zwischen Batterie (EV Modus) und Benzinbetrieb. Tatsächlich ist der nominal schwächer gewordene Prius dynamischer und noch „runder“ unterwegs. Von der Hybridtechnik ist im Fahrbetrieb so gut wie nichts zu spüren, auch das Zuschalten des Benzinmotors geschieht fast unmerklich und das bekannte Aufheulen des Benzinmotors des Vorgängers beim beschleunigen ist fast weg.

Den neuen Prius treibt ein 1,8 l Benzinmotor mit 98PS/72 kW und ein 37 kW Elektromotor an. Dies ergibt zusammen 122 PS. Damit erreicht der Prius eine Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h und beschleunigt von 0 auf 100 km/h in 10,6 Sekunden , dies alles bei einer Co2 Emission zwischen 70-76 g/km.

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Im Zusammenspiel mit dem kontinuierlich variablen automatischen Getriebe (e-CVT) ergibt dies ein sehr komfortables Fahrgefühl. Man gleitet mehr, dank der ruhigen Atmosphäre im Innenraum, aber wenn es sein soll, sprintet der neue Prius gefühlt flotter voran als sein Vorgänger. Speziell jeder Ampelstart ist eine Freude, man fährt elektrisch an und erst beim festen durchtreten des Gas(Elektro)Pedals schaltet der Motor zu. Dies führt speziell in der Stadt zu einem sehr niedrigen Verbrauch. Während unserer Testfahrten benötigten wir knapp über 4,0 l auf 100 km/h. Toyota gibt einen Wert kombiniert von 3,3 l an. Zusätzlich kann man noch Treibstoff sparen, wenn man die ECO-Taste drückt, dann wird das Gaspedal degressiv und progressiv verändert und die Klimaanlage reduziert. Die ECO Taste hat aber keinen Einfluss auf die Motorleistung.

Der neu gestaltete Innenraum bietet High Tech pur

Alle Armaturen befinden sich mittig und davor der hochauflösende 4,2 Zoll Monitor. Darunter der kleine Getriebewahlhebel mit vier Stellungen, D=Drive, N= Neutral, R=Retour und B=für mehr Bremswirkung bergab. Das Lenkrad mit den Bedientasten für Bordcomputer, Radio, Telefon und Tempomat liegt gut zur Hand. Auch das neuste Navigationssystem spielt alle Stücke und lotst uns immer sicher zum Ziel. Speziell die 3D Darstellung von Gebäuden in der Stadt ist dabei hilfreich zum zusätzlichen auffinden von Zielen.

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Die wichtigsten Bordinformationen wie Geschwindigkeit, Navigationsanweisungen, Warnmeldungen, Audio- und Telefoninformationen werden am 4,2 Zoll Multi-Informationsdisplay angezeigt. Zusätzlich auch im farbigen Head-up-Display direkt im Sichtfeld des Fahrers in die Frontscheibe gespiegelt. Ein besonderer Gag ist die Möglichkeit des kabellosen Ladens von Mobiltelefonen – leider nicht das Iphone.

Man kann sich während der Fahrt im Informations-Display die Energieströme zwischen Motor und Elektromotor ansehen und stellt auch seine Fahrweise danach ein. Insgesamt wirkt das Armaturenbrett aufgeräumter als bisher. Die weißen Plastikablageflächen sind ein Designergag, vielleicht nicht jedermanns Geschmack.

Die Sitze sind vorne wie hinten komfortabel, könnten etwas mehr Seitenhalt vertragen, aber der Prius ist ja kein Sportauto. Der Ausstattungsumfang kann je nach Ausstattung hochgerüstet werden und dann sind Annehmlichkeiten wie Rückfahrkamera, JBL Soundsystem, Intelligentes Einparksystem bereits inkludiert.

Modernste Sicherheitsfeatures sind mit an Bord

Dazu gehören ein Verkehrszeichen Assistent, ein Pre-Collisions-System, ein Spurwechselwarner mit aktiver Lenkunterstützung und ein Automatisches Fernlichtsystem. Dies alles trägt im täglichen Fahrbetrieb zum entspannten Fahren bei. Die kompakten Außenmaße (Länge 4,54 m, Breite 1,76 m) tragen auch wesentlich zum guten Durchkommen auch auf schmalen Straßen bei.

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Unser Fazit

Der neue Prius macht vieles deutlich besser als sein Vorgänger, Menschen die ihrer Zeit immer schon etwas voraus sein wollten, finden beim Prius ihr Ego. Echte Toyota Langlebigkeit gepaart mit Sparsamkeit hat natürlich aber seinen Preis. Die Preise beginnen bei 29.990,- (Testwagen 35.460,-).

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