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Samstag, 21. Oktober 2017
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VW Passat der Achte

Alles an diesem Auto ist neu. Sein Design, seine Technologien, seine Motoren und seine Möglichkeiten.

Wenn VW den neuen Passat neu auflegt, dann darf man sich kein außergewöhnliches Design erwarten, zu treu sind seine Käufer, jedoch diesmal wurde zumindest alles neu überdacht und der erfolgreiche Weg des Passat, der sich über 22 Mio mal verkaufte, konsequent fortgesetzt.

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Tatsächlich neue Maßstäbe setzt der Passat mit einem um bis zu 85 kg reduzierten Leergewicht und seinen um bis zu 20 Prozent niedrigeren Verbrauchswerten. Erstmals wird es darüber hinaus eine Version mit Plug-In- Hybridantrieb geben: den Passat GTE. Mit dem Passat der achten Generation debütiert die neueste Version eines Weltbestsellers – was auch nicht anders zu erwarten war, den der Passat stellt nach dem Golf das wichtigste Volumenmodell von VW dar.

Der erste Eindruck von außen

Das Design des neuen Passat (Länge 4,76 m, Breite 1,83 m) verbindet stilvolle Klarheit mit einem hohen Maß an Kraft. Ein Design, das nicht modisch ist, sondern zeitgemäß. Ein Design, das nicht beliebig ist, sondern expressiv. Ein Design, bei der jede Linie bewusst gesetzt ist. Ein Design, das seine Zeit prägen wird. Der neue Passat entstand auf der Basis des modularen Querbaukastens – dank dieser Plattform konnten die Proportionen deutlich dynamischer ausgelegt (u.a. niedrigere Karosserie, längerer Radstand, größere Räder) und gleichzeitig das Gesamtpaket verbessert werden. Unter Beibehaltung aller funktionalen Tugenden hat der Passat dabei merklich an Charisma, Exklusivität und Dynamik gewonnen. Auch das Gepäckvolumen (650 l, mit umgelegter Rückbank 1.780 l) kann sich sehen lassen und damit löst man auch so manche kniffelige Transportaufgabe.

Dank seiner neu entwickelten LED-Scheinwerfer(!!) und der generell serienmäßigen LED-Rückleuchten zeigt der Passat selbst bei Nacht eine unverwechselbare Optik. Fakt ist, dass Volkswagen mit dem neuen Passat eine Limousine und einen Variant auf die Räder gestellt hat, deren Klarheit und Kraft eine Brücke in die nächst höhere Klasse schlagen. Der erfolgreichste europäische Geschäftswagen wird damit zum Grenzgänger zwischen der Mittel- und oberen Mittelklasse, zwischen dem B- und C- Segment. Tatsächlich entdeckt man an allen Ecken und Kanten etwas gewollt Zweckmäßiges und Sinnvolles, aber auch ein gewisses Understatement. Der Passat ist kein Angebertyp, mit ihm kommt man überall gut an.

Innen modern, gekonnt mit einem Schuss Langeweile, aber es wirkt

Analog zum expressiven Exterieur entwickelten die Designer einen Innenraum, dessen Ästhetik, Klarheit und Wertigkeit stimmig mit dem hochwertigen Gesamtkonzept des achten Passat korrespondiert.

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Aufgrund zahlreicher neuer Designlösungen wie einem prägnanten Horizontalband mit durchgehenden Lüftungsdüsen und Technologien wie einem Active Info Display (interaktiv digitale Instrumente), einem Head-up-Display (ab Mitte 2015) oder einer als extrem flachen Streifen ausgeführten Ambientebeleuchtung präsentiert sich auch das Interieur avantgardistischer und exklusiver als je zuvor.

Wie schaut es mit den inneren Werten aus?

Mehr Komfort und Sicherheit. Neue Assistenz-, Infotainment- und Komfortsysteme machen die individuelle Mobilität nachhaltiger, vernetzter, kommunikativer, fahraktiver und nochmals sicherer. Der Passat avanciert dabei zu einem Allrounder, dessen Technologien die Segmentgrenzen auflösen. Zu diesen Technologien gehören – neben dem Active Info Display und Head-up-Display – Systeme wie ein App-basiertes Rear Seat Entertainment für Tablet-Computer, der Front Assist plus City-Notbremsfunktion mit Fußgängererkennung sowie drei Weltneuheiten: der Emergency Assist (Fahrzeugstopp im Notfall), der Trailer Assist (assistiertes Rangieren mit Anhänger) und der Stauassistent.

Acht TSI- und TDI-Motoren. Der neue Passat ist mit acht direkteinspritzenden Turbomotoren (Benziner / TSI und Diesel / TDI) und einem Leistungsspektrum von

88 kW / 120 PS bis 206 kW / 280 PS zu haben. Alle Antriebssysteme sind neu an Bord des Passat. Der Verbrauch der Motoren und analog auch deren CO2- Emissionen konnten um bis zu 20 Prozent gesenkt werden. Alle Versionen sind mit einem Start-Stopp-System plus Rekuperationsmodus ausgestattet. Für jede Motorvariante steht optional und im Fall der Topmotorisierungen gar serienmäßig ein Doppelkupplungsgetriebe (DSG) zur Verfügung.

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Erstmals wird es für die Baureihe einen Plug- In-Hybridantrieb geben (115-kW-TSI plus 85-kW-E-Maschine und extern aufladbarer Batterie): den Passat GTE. Mit einer Systemleistung von 160 kW / 218 PS ist er der bislang stärkste Plug-In-Hybrid von Volkswagen. Über eine Reichweite von bis zu 50 km kann dieser Passat als Zero-Emission-Vehicle rein elektrisch gefahren werden.

Ein antriebstechnisches Highlight ist der stärkste jemals von Volkswagen angebotene Vierzylinder-Turbodieseldirekteinspritzer (TDI): ein neuer 2,0-Liter-Bi-Turbomotor mit 176 kW / 240 PS, der lediglich 5,3 l/100 km verbraucht (analog 139 g/km CO2). Mit diesem Motor erreicht die Limousine eine Höchstgeschwindigkeit von 240 km/h; im Fall des Variant sind es 238 km/h. Aufgrund des hohen maximalen Drehmoments von 500 Nm wird der 240-PS-Passat serienmäßig mit 4MOTION-Allradantrieb und einem neuen 7-Gang-DSG ausgestattet.

Im Dieselbereich startet das Motorenprogramm mit vier TDI-Aggregaten: ein 1.6 TDI mit 88 kW / 120 PS, ein 2.0 TDI mit 110 kW / 150 PS starken Version (Verbrauch:

4,1 l/100 km, analog 108 g/km CO2) , mit dem unser Testwagen bestückt war, ein 2.0 TDI mit 140 kW / 190 PS und die TDI-Spitzenmotorisierung (176 kW / 240 PS). Zweifellos reicht schon der 120 PS Diesel, was auch das Volumenmodell sein wird. Natürlich macht der 150 PS Passat alles noch besser seine Werte sprechen für sich (Spitze 216 km/h, O auf 100 km/h in 8,9 Sek.)

Drei Ausstattungslinien können geordert werden

Volkswagen bringt den neuen Passat wie den Vorgänger in den drei Ausstattungsversionen Trendline, Comfortline und Highline auf den Markt. Bereits der Passat Trendline ist umfangreich ausgestattet: 16-Zoll-Räder mit 215er Reifen und LED-Rückleuchten kennzeichnen das Exterieur. Im Interieur gehören Features wie die vordere Mittelarmlehne mit Ablagefach und die Höheneinstellung für die Vordersitze zur Ausstattung. Funktionsseitig dabei: Keyless-Go (Taste zum Starten und Stoppen des Motors), Müdigkeitserkennung, Multikollisionsbremse, Reifenkontrollanzeige, das Radiosystem „Composition Colour“ mit 5-Zoll-Touchscreen, die Multifunktionsanzeige „Plus“, Tagfahrlicht, Berganfahrassistent, Auto-Hold-Funktion, Freilauf (bei DSG) und Klimaanlage. Alle Modelle verfügen zudem über ein Start-Stopp-System und den Rekuperationsmodus. Der noch exklusiver ausgestattete Passat Comfortline hat darüber hinaus serienmäßige Details wie den Front Assist inklusive City- Notbremsfunktion an Bord. Im Fall der Topversion – dem Passat Highline – ist selbst eine Leder-Alcantara-Ausstattung schon im Ausstattungsumfang enthalten.

Der neue Passat in der Fahrpraxis

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Der neue Passat reagiert zackig auf alle Befehle sei es auf Lenkeinschläge oder Gasannahme, die Bremsen sprechen gewohnt sensibel aber kräftig zu. So fährt man fast in der Premiumliga, mit ihm kann man viele Kilometer entspannt reisen, egal ob man es eilig hat oder bummelt. Auch der tatsächlich Treibstoffverbrauch ist davon abhängig, der EU Normverbrauch ist mit durchschnittlich 4,7 l/100 km angegeben, in der Praxis kamen wir forsch gefahren auf 7,0 l und gemütlich kamen wir mit 5,5 l aus. Beachtlich für eine gestandene Reiselimousine oder Reisekombi.

Unser Fazit

Der neue Passat ist eines der modernsten Auto, er eckt nicht an, begeistert mit inneren Werten – eigentlich braucht man gar nicht mehr, wenn da nicht der Preis (Testwagenpreis: EUR 42.965,92) wäre. Los geht’s ab EUR 30.960,-

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