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Samstag, 26. Mai 2018
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Wir testeten den neuen VW T-Roc

Volkswagen belebt das Segment der kompakten SUV mit dem neuen T-Roc. Ein kompaktes Crossover, das gegensätzliche Eigenschaften verbindet – Performance und Komfort, Emotionalität und Rationalität, urbanen Lebensstil und vielseitige Allroundeigenschaften.

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Der neue T-Roc kann durchaus als gelungene Erscheinung auf Österreichs Straßen bezeichnet werden und zeigt ein neues Gesicht. Grundsätzlich auf der Plattform des Tiguan aufgebaut, hat er doch ein eigenständiges Erscheinungsbild – ist Coupehafter und schaut sportiver aus. Er ist wahlweise mit front- oder allradgetrieben als Viertürer zu bestellen und verbindet die Souveränität eines SUV mit der Agilität eines sportlichen Kompaktmodells.

Beim Design treffen knackige Dimensionen (Gesamtlänge 4,24 m) und eine progressive Außenansicht aufeinander. Der Käufer kann zwischen elf Außenfarben, vier Dachfarben und insgesamt 24 Farbkombinationen wählen. Trotz seiner  Coupeform ist er ein Fünfsitzer mit 445 Litern Kofferraum (dem größten im Segment). Übrigens Volkswagen hat mit dem T-Rock auch einiges vor. Durchstarten soll der T-Roc auf nahezu allen wichtigen Märkten der Welt. Für Europa wird das neue SUV jedenfalls im portugiesischen Werk Setúbal (bei Lissabon) gefertigt.

Wie schaut sein Innenraum aus?

Auch im neuen T-Roc ist das neue Volkswagen Armaturendesign zu finden, das man schon vom neuen Polo oder Tiguan kennt. Nun ebenfalls im T-Roc zu haben ist gegen Aufpreis das Anzeigefeld vor dem Fahrer als Active Info Display und es werden wichtige Informationen wie Geschwindigkeit, Tankanzeige oder mittig die Navigationsinformationen eingeblendet. Auch das Design kann je nach Vorliebe angepasst werden – für Technikfreaks sicherlich eine Plicht, dies bei den Zusatzausstattungen anzukreuzen. Rechts davon ein ebenso großer Bildschirm für Radio, Navigation, Telefoneinstellungen und Menübedienungen. Das Lenkrad ist unten abgeflacht und liegt gut zur Hand. Diverse Bedientasten am Lenkrad unterstützen den Fahrer und erleichtern die Bedienung.

Die Vordersitze sind straff aber sehr komfortabel, auch hinten Sitzende haben genügend Fußraum und eine Urlaubsfahrt zu dritt oder zu viert ist mit einiger Einschränkung möglich. Den Innenraum kann man nicht nur in verschiedenen Farbkombinationen für Sitze und  Seitenteile ordern, auch die Farbe der Armaturentafel lässt sich nach seinen Bedürfnissen farblich gestalten.

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Beim Innenraum ist es Volkswagen als einer der Ersten gelungen mehr Farbe als tristes Grau anzubieten – was sicherlich viele Geschmäcker treffen wird. Alle Bedientasten sind typisch VW so platziert, dass man sich sofort zurecht findet und sich mühevolles Studieren von Bedienungsanleitungen sparen kann. Übrigens wenn man genau hinschaut, sind diverse bedientasten schon seit vielen Jahren bei Volkswagenmodellen immer noch an der gleichen Stelle – dies erleichtert die Bedienung.

Wie fährt sich der neue T-Roc?

Wir haben für unseren Test den 1,0 Liter (999 cm3) 3 Zylinder Benzinmotor mit Direkteinspritzung und Abgasturbolader mit 85 kW/115 PS mit dem 6-Ganggetriebe gewählt. Dieses Modelltyp dürfte auch eines der meist verkauften Modell der T-Rock Serie werden, denn der Verkaufspreis beginnt bei 21.490,–. Wer die stärkeren Modelle mit 4 Radantrieb und diversen Ausstattungen will, muss naturgemäß mehr zahlen und die Preise liegen dann bei rund 40.000,-. Unsere anfängliche Skepsis über den 3-Zylindermotor wurde gleich bei der ersten Ausfahrt weggewischt, den der Motor zieht sehr gut weg, beschleunigt in 10,1 Sek. von 0 auf 100 km und – wo erlaubt – ist er 187 km schnell. Lediglich beim Beschleunigen hört man ein gewisses kerniges Motorengeräusch – das nach einiges Zeit sogar als sportliche Zeichen verstanden werden kann. Jedenfalls ist der T-Roc mit dieser Motorisierung wieselflink und macht auch Dank seines präzisen Fahrwerks und der ausgezeichneten Lenkpräzision auch kurvenreichen Straßen enormen Spaß. Erstaunlich und wirklich toll ist auch auf der Autobahn im 6. Gang sein Beschleunigungsvermögen, so dass man fast nie in den 5. Gang zurückschalten muss. In Anbetracht des geringen Hubraum ein gelungenes Durchzugsvermögen.

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Einziges Manko ist, dass es diese Motorisierung nicht in Verbindung mit 4-Radantrieb (4 Motion) gibt. 4 Motion gibt es sowohl beim Benziner wie auch beim Diesel nur in Verbindung mit dem 150 PS Motor und damit ist ein Preissprung von zumindest 10.000,- Euro verbunden.

Trotz eher flotter Überlandfahrten zeigte sich der T-Roc beim Benzinverbrauch eher knausrig und wir verbrauchten im Schnitt nie über 6,5 Liter auf 100 km. Der EU Normverbrauch kombiniert ist mit 5,2 Liter angegeben.  Insgesamt ist Volkswagen mit den neuen T-Roc eine Bereicherung der Autolandschaft gelungen und es wurde vieles gut gemacht. Ein Wehrmutstropfen dabei vieles was das Autofahrerleben ausmacht ist nur gegen Aufpreis zu haben.

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Unser Fazit:

Gelungene moderne Coupeform für alle Junggebliebenen die noch nicht zum alten Eisen zählen wollen. Sparsam im Unterhalt, bequeme erhöhte Sitzposition, geringer Verbrauch und stellt seinen Besitzer vor keine großen Probleme. Wer es benötigt und in bergigen Regionen wohnt, kann ihn auch mit Mehr PS als 4 Motion ordern.

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