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Montag, 21. August 2017
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25 Jahre „Friedliche Revolution Leipzig“ im Mittelpunkt der Weltöffentlichkeit

Zwischen Mai 1989 und März 1990 fand in der DDR ein gesellschaftspolitischer Wandel statt, der maßgeblich zur Wiedervereinigung der DDR und der BRD beigetragen hat. Tausende von Menschen gingen auf die Straßen und demonstrierten friedlich für Freiheit und Demokratie. Bereits seit November 1982 fanden in der Nikolaikirche in Leipzig morgens so genannte Friedensgebete statt, die im Laufe der Jahre eine immer größere Anhängerschaft gewannen und schließlich in regelmäßige Montagsdemonstrationen übergingen.

Grafitti Berliner Mauer 25 Jahre „Friedliche Revolution Leipzig“ im Mittelpunkt der Weltöffentlichkeit

Im Oktober 1989 gipfelten die friedlichen Proteste in Parolen wie „Wir sind das Volk”, „Keine Gewalt”, „Freiheit, freie Wahlen” oder „Lasst die Gefangenen frei”. Die Bürger der DDR wollten endlich Meinungsfreiheit und politische Reformen. Gegen die Menschenmassen kam das massive Aufgebot an Sicherheitskräften seitens der Regierung nicht an. Eine Woche später nahmen bereits 120.000 Menschen aus der ganzen DDR an der Montagsdemonstration teil und machten der Regierung klar, wie ernst es dem Großteil ihrer Bürger mit dem Wunsch nach Reisefreiheit und politischen Reformen war. Staatschef Erich Honecker zog die Konsequenzen und trat am 18. Oktober 1989 nach 18jähriger Regierungszeit, offiziell aus „gesundheitlichen Gründen”, von seinem Posten zurück. Schließlich fiel am 9. November 1989 die Berliner Mauer.

25 Jahre Mauerfall steht heuer im Vordergrund.

Potsdamer Platz Berlin 25 Jahre „Friedliche Revolution Leipzig“ im Mittelpunkt der Weltöffentlichkeit

In diesem Jahr stellt die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) die deutsche Einheit in den Mittelpunkt ihrer weltweiten Vertriebs- und Marketingaktivitäten und präsentiert – 25 Jahre nach dem Fall der Mauer – die große Vielfalt des touristischen Angebots im Reiseland Deutschland. Mit zahlreichen Ausstellungen und Events wird im Jahr 2014 an die deutsch Teilung und vor allem an deren Überwindung erinnert.

Die Wiedervereinigung – größter Gewinn für das Reiseland Deutschland

„Seit das Incoming 1993 in einer gemeinsamen Statistik erfasst wird, haben sich die Übernachtungen ausländischer Gäste in Deutschland nahezu verdoppelt. Insgesamt 34,1 Millionen zusätzliche Übernachtungen aus dem Ausland konnten seit 1993 erzielt werden“, erklärt Petra Hedorfer, Vorsitzende des Vorstandes der DZT. Auch Laszlo Dernovics Geschäftsführer von der Deutschen Tourismus Zentrale in Wien, freut sich über das Übernächtigungsplus von vier Prozent.

Und die aktuelle vorläufige Bilanz für das Reiseland Deutschland zeigt zum vierten Mal in Folge ein Rekordergebnis: 2013 wurde sogar erstmals die Hürde von 70 Millionen Übernachtungen aus dem Ausland genommen. Laut vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamts sind 2013 71,6 Millionen ausländische Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben mit zehn und mehr Betten gezählt worden, ein Plus von vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Highlights für Reisende aus dem Ausland

Für Gäste aus dem Ausland wird die „Friedliche Revolution Leipzig“ am 9. Oktober 2014 beim großen Lichtfest in der Nikolaikirche Leipzig erlebbar. Im Anschluss an das Friedensgebet werden wichtige Punkte des historischen Demonstrationsweges von 1989 durch Großprojektionen und künstlerische Aktionen in Erinnerung gerufen.

Grenzwachturm Potsdamer Platz Berlin 25 Jahre „Friedliche Revolution Leipzig“ im Mittelpunkt der Weltöffentlichkeit

Kreative aus ganz Europa beteiligen sich mit ihren eigenen Interpretationen zum Thema „Friedliche Revolution“ über Installationen aus Licht, Audio- und Videobeiträgen. Das Lichtfest in Leipzig bildet den Auftakt für ein langes Wochenende, an dem sich zahlreiche Kultureinrichtungen mit Veranstaltungen, Ausstellungen und Konzerten den systemverändernden Ereignissen von 1989 widmen.

Seit 2010 setzt die Veranstaltung die Würdigung der Ereignisse um die „Friedliche Revolution“ in den europäischen Kontext. Darüber hinaus ist in Leipzig anlässlich des 25. Jahrestages der Friedlichen Revolution die Errichtung eines Freiheits- und Einheitsdenkmals geplant. Damit erhält die Stadt neben dem Völkerschlachtdenkmal einen zweiten Erinnerungsort mit nationalem Anspruch.

Eine Ausstellung im Stadtgeschichtlichen Museum Leipzigs blickt vom 23. September 2014 bis 4. Januar 2015 auf die Geschichte der politischen Denkmale der vergangenen 150 Jahre vor Ort zurück. Sie zeigt Fotos, Dokumente, Modelle und Meinungsbilder umstrittener, veränderter, vergessener sowie präsenter Denkmale und lädt zur Auseinandersetzung mit dem Thema ein.

Alle Informationen Deutschland betreffend finden Sie hier:

Deutsche Zentrale für Tourismus e.V. Mariahilfer Strasse 54 1070 Wien, Telefon: +43 1 5132792 http://www.germany.travel

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