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Freitag, 24. November 2017
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Achtsamkeitstraining verbessert Gedächtnisleistung

 Achtsamkeitstraining verbessert Gedächtnisleistung

Foto: pixelio.de, www.yogan-om.de

Nachhaltige Effekte im Umgang mit Stress und Schmerzen bewiesen.

Forscher der University of California in Santa Barbara haben nachgewiesen, dass sich schon nach zwei Wochen Achtsamkeitstraining die Kapazität des Arbeitsgedächtnisses verbessert. Studienleiter Michael Mrazek und sein Team haben eine Gruppe von Menschen vor und nach dem Training untersucht.

Experten raten zu MBSR

“Konzentrationsstärkung ist im Achtsamkeitstraining enthalten, es geht aber darüber hinaus”, erklärt Kerstin Raidel, Aufmerksamkeitstrainerin in Berlin, im Gespräch. Die Expertin bietet ein sogenanntes MBSR-Übungsprogramm an, dass vom US-Verhaltensmediziner Jon Kabat-Zinn entwickelt wurde. MBSR bedeutet “Mindfulness-Based Stress Reduction Program”.

Das Konzept soll die Konzentration stärken sowie den Stress-Umgang verbessern. Die Übungen sollen dazu führen, dass die Aufmerksamkeit auf den Augenblick gelenkt wird. Das Achtsamkeitstraining wurde vor 27 Jahren an der Universität von Massachusetts entwickelt. Nach Schmerzpatienten nahmen immer mehr Menschen, die unter Stress und chronischen Erkrankungen litten, am Acht-Wochen-Programm teil.

Augenblick bewusst sein

Grundlage des Programms ist eine bestimmte Form des Geistestrainings. Das Ziel besteht darin, sich des gegenwärtigen Augenblicks, ohne einer bewertenden Haltung bewusst zu sein. Aspekte der buddhistischen Meditation fließen in das Training ein. Wer an einem Achtsamkeitstraining teilnimmt, muss sich jedoch nicht unbedingt für Buddhismus, Yoga oder fernöstliche Spiritualität interessieren.

Es geht darum, Schmerzen oder Stress nicht zu reduzieren, sondern zu akzeptieren. Kabat-Zinn bezeichnet das Achtsamkeitstraining als einen “radikalen Akt der Gesundheit”. Durch das Training wird eine Befreiung von Irrtümern und Illusionen angestrebt. “Die meisten Menschen befinden sich in einer Art Auto-Pilot-Zustand. Sie sind deshalb möglicherweise nie da, wo sie wirklich sind”, sagt Kabat-Zinn.

pte

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