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Sonntag, 17. Dezember 2017
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Auto- und Wohnwagenurlaub im Alter – darauf kommt es an

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© Jupiterimages/Goodshoot/Thinkstock

Viele ältere Menschen schrecken ab einem gewissen Alter davor zurück, auf eigene Faust mit dem fahrbaren Untersatz in den Campingurlaub zu starten. Dabei sind die Hürden gar nicht so hoch wie viele denken.

Prüfen Sie Ihr Auto!
Zuerst einmal muss natürlich Ihr fahrbarer Untersatz auf Ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmt sein. Wenn Sie erfahrene Auto- oder Wohnwagenurlauber sind, wissen Sie ja bereits, worauf es ankommt.

Die wichtigsten Checkpunkte haben wir trotzdem noch einmal zusammengestellt:

1. Besonders wichtig ist der Zustand Ihrer Reifen. Bedenken Sie, dass besonders im Sommer der Abrieb des Gummis durch die Fahrt auf heißen Fahrbahnen erhöht ist. Daher sollten Sie, auch wenn die Profiltiefe noch keinen kritischen Bereich erreicht hat, eventuell etwas früher einen Satz neue Reifen anschaffen. Sie finden übrigens auch im Internet Reifen von Michelin oder anderen Anbietern.

2. Neben der Profilbeschaffenheit testen Sie ebenfalls den Reifendruck.

3. Begutachten Sie die Batterie: Gibt es rostige Stellen? Sind die Pole gefettet?
Prüfen Sie den Ölstand, ob Sie etwas nachfüllen müssen oder eventuell sogar ein Ölwechsel notwendig ist.

4. Den Stand von Kühlwasser und Bremsflüssigkeit sollten Sie testen und eventuell auffüllen. Insgesamt muss der Zustand der Bremsen überprüft werden. Wenn Sie sich hier nicht sicher sind, fahren Sie am besten noch einmal in die Werkstadt ihres Vertrauens, um den Profis den Bremsencheck zu überlassen.

5. Lichtanlage, Auspuff und Zündkerzen sollten auch auf Ihre Funktionalität hin untersucht werden.

Wie steht es um Ihren Wohnwagen?

Wenn Sie mit dem Wohnwagen reisen, sorgen Sie dafür, dass Sie hier ausreichend Bewegungsfläche haben. Viele ältere Urlauber neigen dazu, sehr viele Dinge einzupacken, die im Grunde nicht notwendig sind. Das Wichtigste ist aber, besonders wenn Sie in Ihrer Bewegungsfähigkeit eingeschränkt sind, Platz! Packen Sie daher mit Bedacht.

Dabei sollten Sie folgendes beachten:

Beim Beladen des Anhängers müssen Sie das zulässige Gesamtgewicht sowie die zulässige Achslast berücksichtigen. Die Stützlast, mit welcher der Anhänger auf der Anhängerkupplung aufliegt, ist zu maximieren. Der Automobilclub schreibt hier eine Mindestlast von 25 Kilogramm vor.

Schwere Gepäckstücke sollten Sie während der Fahrt im unteren Bereich des Wohnwagens lagern. Um die Fahrstabilität zu erhöhen, sollte sich das Gepäck insgesamt weniger in den vorderen und hinteren Stauräumen befinden und besser in Bodennähe aufbewahrt werden.

Beladen Sie auch das Zugfahrzeug. So erhöhen Sie Ihre Fahrsicherheit und verringern die Wucht des Anhängers.

Ihre körperliche Verfassung entscheidet

Der Urlaub im Zelt ist nur dann möglich, wenn Sie in der Lage sind, hier ausreichend gesunden Schlaf zu finden. Bei einem schwereren Rückenleiden beispielsweise ist das Zelten daher nur selten zu empfehlen. Hier können Sie sich im Zweifelsfall von Ihrem behandelnden Arzt beraten lassen. Bedenken Sie, dass sie tief und eventuell auf unebenem Grund schlafen müssen. Bei einer Wohnwagenreise hingegen können Sie das Interieur des fahrbaren Hauses an Ihre speziellen Bedürfnisse anpassen. Ebenso können Sie, wenn Sie sich steile Passfahrten und Bergtouren nicht mehr zutrauen, einfach mit dem flachen Land vorlieb nehmen. Hier werden Sie, auch wenn Sie nicht mehr 35 Jahre alt sind, eine wunderbare Reise verbringen können!

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