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Freitag, 17. November 2017
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Diffuse Ängste können konservativ machen

 Diffuse Ängste können konservativ machen

Ängstliche Menschen konservieren Werte lieber (Foto: pixelio.de, Altmann)

Einstellung zur Welt wird auch durch eigene Schwächen manifestiert.

Angst spielt eine Rolle bei der Meinungsbildung, wie Politikwissenschaftler der US-amerikanischen Brown University anhand einer Studie belegt haben. Demzufolge neigen ängstliche Menschen eher dazu, konservative und traditionelle Meinungsbilder zu erhalten. “Es ist kein Geheimnis, dass Angst in politischen Kampagnen als Instrument verwendet wird, um die öffentliche Meinung zu steuern”, sagt Studienautorin Rose McDermott.

Nicht alle Menschen beeinflussbar

Aber nicht alle Menschen sind gleich anfällig für eine Angstmacherei, wie die Wissenschaftlerin unterstreicht. “Ängstliche Menschen überlegen lieber dreimal, ob sie sich auf etwas Neues einlassen”, bestätigt Psychologe Frank Baumgärtel im Gespräch. In diesem Fall könne man nicht von konkreten Phobien sprechen, sondern von diffusen Ängsten.

“Diese Menschen neigen dazu, sich starke Menschen als Vorbilder zu suchen, die ihre eigene Schwäche kompensieren”, sagt der Psychologe. Ängstliche Menschen seien deswegen automatisch konservativer, weil Neues bloß Verunsicherung in ihr Leben bringen würde. Es sei auch eine Frage der Bildung, nicht nur im schulischen oder universitären Bereich, sondern auch im Bereich der Mitmenschlichkeit. “Je eingeschränkter ich dort bin, umso mehr wird mich Neues einschüchtern”, erklärt Baumgärtel abschließend.

Senioren aufgepasst

Wer kennt Sie nicht die Seniorinnen und Senioren, die im Alter ihr Weltbild haben und keine andere Meinung dulden. Besonders schlimm ist es wenn sie sich Neuem nicht mehr aufgeschlossen zeigen und nur mehr in ihrer Welt leben.

Daher empfehlen wir von besser länger leben den Menschen ab 60, sich laufend mit neuen Themen und Entwicklungen zu beschäftigen, dies hält einerseits den Geist wach und andererseits trägt es dazu bei, von der Jüngeren Generation (Kindern, Enkeln) als „wacher Geist“ wahrgenommen zu werden. Dies trägt auch wesentlich zu einem harmonischen Miteinander der Generationen bei.

pte

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