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Dienstag, 24. Oktober 2017
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EU-weite Übertragbarkeit von Betriebspensionen

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Heinz K. Becker, Sozialsprecher der ÖVP im EU-Parlament

EU-Parlament beschließt sogenannte “Portabilitätsrichtlinie”.

Die Europäische Union wird die Mobilität von Arbeitnehmern und Pensionisten zwischen den Mitgliedstaaten der EU erleichtern.

“Jetzt wird es beim Wechsel des Arbeits- oder Aufenthaltsortes innerhalb der EU problemlos möglich sein, auch die betrieblichen Zusatzpensionen ‘mitzunehmen’ – so wie das schon seit 10 Jahren für die gesetzlichen Pensionen gilt. Das bedeutet für mich Mobilität im EU-Binnenmarkt. Hier sind europaweite Regelungen echt sinnvoll und für die Menschen nützlich”, so Heinz K. Becker, Sozialsprecher der ÖVP im EU-Parlament, zum Beschluss der sogenannten Pensions-Portabilitätsrichtlinie.

Schon seit 2004 ist die Übertragbarkeit gesetzlicher Pensionen möglich. Das soll nun ab 2018 auch für Betriebspensionen gelten. “Arbeitnehmer liefen bislang Gefahr, aufgrund von verschiedenen Fristen in den Mitgliedstaaten, betriebliche Pensionsansprüche bei Wechsel in ein anderes Mitgliedsland zu verlieren. Deshalb war es wichtig, dass wir eine einheitliche Anspruchsfrist innerhalb der EU finden konnten. Diese variierte bislang von zehn Jahren in Luxemburg bis zu drei Monate in den Niederlanden”, erklärt Becker. Mit der neuen Richtlinie wird es eine europaweit einheitliche Maximalfrist von drei Jahren geben.

Harmonisiert wird zukünftig auch das Mindestalter für den Erwerb von betrieblichen Zusatzpensionen auf 21 Jahre in allen EU-Mitgliedsländern. “Mobilität darf nicht erschwert werden und Unionsbürger dürfen bei der Wahrung ihrer Pensionsansprüche nicht bestraft werden, wenn sie in einem anderen EU-Land arbeiten oder leben”, so Becker abschließend.

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