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Freitag, 22. Juni 2018
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Glücksspiel: das Gute, das Schlechte und das Verrückte

Das Glücksspiel ist eines der Themen, das äußerst kontrovers diskutiert wird. Einige sind der Ansicht, es ist gut, andere sehen es als ein Werk des Satans an.

Wird die Wirtschaft durch das Glücksspiel geschädigt?

Wenn es um das Glücksspiel geht, dann stellt dieses Thema wohl eines der umstrittensten Themen in unserer modernen Welt dar. Einige Leute sind der festen Ansicht, dass es sich beim Glücksspiel um das beste auf der Welt handelt, das ihnen passieren kann, während andere die Meinung vertreten, dass es ein Werk des Satans ist. Dazu kommt, dass es für jeden der meint, dass das Glücksspiel ein Stück Entspannung bedeutet, es irgendwo jemanden gibt, der die Meinung vertritt, dass die Gesetze viel strenger sein müssten.

427834 original R K by Herbert Käfer pixelio.de  Glücksspiel: das Gute, das Schlechte und das Verrückte

Nun stellt sich die Frage, vor allem in Hinsicht auf die Vielzahl der Top Online Casinos in Österreich 2017, ob es mehr positive oder negative Einflüsse gibt, wenn es um die Legalisierung des Glücksspiels weltweit geht.

Glücksspiel im Internet: Negative Auswirkungen auf die Wirtschaft

Einer der größten Kritikpunkte an der Legalisierung des Online Glücksspiels ist, dass es einen negativen Einfluss auf die Wirtschaft ausübt. Von den Kritikern wird behauptet, dass die Menschen spielsüchtig werden und dadurch in Schuldensituationen geraten, die nicht mehr zu bewältigen sind. Das heißt, dass ihnen weniger Geld zur Verfügung steht, um Konsumgüter zu kaufen oder andere Einkäufe zu tätigen. Es gab sogar einen Wirtschaftswissenschaftler, der so weit ging mit seiner Behauptung, dass die Land-Casinos und Online Casinos, da sie mit Geld in Verbindung stehen, im Gegensatz zu den Waren und Dienstleistungen der lokalen Wirtschaft einen Schaden zufügen würden.

Von einem Artikel des Bloomberg-Journalisten Christopher Palmer wird sogar darauf hingewiesen, dass die Casino-Industrie gesättigt sei. Die Folge davon ist, dass die Casinos sich nicht mehr positiv auf die Wirtschaft auswirken können, sondern eher negative Folgen mit sich bringen.

Die heikle Frage der Spielsucht

Weiterhin stellt sich da noch eine wichtige Frage, und zwar die der Spielsucht. Von Statistiken wird aufgezeigt, dass das Risiko vom Glücksspiel abhängig zu werden, 23-mal höher ist, als die Gefahr Alkoholiker zu werden. Auf der Liste der Bedenken rund ums Glücksspiel wird stets die Spielsucht stehen, wenn es darum geht, das Glücksspiel zu legalisieren.

Leider ist die Spielsucht ein weitaus komplexeres Thema als die Legalisierung des Glücksspiels. So könnte das Argument vorgebracht werden, dass wenn das Glücksspiel illegal wird, die Spielsüchtigen dazu getrieben würden, im „Untergrund“ zu spielen. Das ist das gleiche Argument, welches im Bezug auf die illegale Verwendung von Marihuana vorgebracht wird. Damit kommt eine weitere interessante Frage auf: Ist eine Sucht eher abhängig von der Persönlichkeit des Individuums oder von dem Glücksspiel?

Österreich und die Spielsucht

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In Österreich gibt es keinerlei Studien über die Auswirkungen der Spielsucht und nach Ansicht der Leiterin der Wiener Spielsuchthilfe, Izabela Horodecki, ist niemand an Studien über die Konsequenzen der Glücksspielsucht interessiert. Damit meint sie, dass von Seiten der Politik so lange nichts unternommen werden muss, solange niemand etwas genaues darüber weiß. Jedoch gibt es eine Studie über die Anzahl der Spieler die von der Glücksspielsucht betroffen sind sowie deren bevorzugte Spiele: Die „Österreichische Studie zur Prävention der Glücksspielsucht“.

Diese wurde zum Hamburger Zentrum für interdisziplinäre Suchtforschung im Auftrag der ARGE Suchtvorbeugung erstmalig 2011 durchgeführt. 2015 wiederholte man die Studie und in beiden Fällen kam man zu der Erkenntnis, dass in Österreich rund 1,1 % der Bevölkerung glücksspielsüchtig ist. Andere Experten gehen davon aus, dass die Zahl wesentlich höher ist und bei rund 3 % liegt.

Foto 1:Herbert-Käfer_pixelio.de

Foto 2: günther-gumhold_pixelio.de

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