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Freitag, 22. Juni 2018
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Heute geht es beim Shot Clock Masters in Atzenbrugg los

Lee Slattery und Miguel Ángel Jimenez kommen in Topform.

Matthias Schwab zeigt sich vor dem Heimturnier im Diamond Country Club motiviert und zuversichtlich. Sepp Straka reist mit dem besten Saisonergebnis im Gepäck in seine Heimat an.

Der Countdown läuft und die Spannung steigt!

IMG 37831 Heute geht es beim Shot Clock Masters in Atzenbrugg los

©BLL

Ab Heute Donnerstag bis Sonntag wird beim Shot Clock Masters im Diamond Country Club abgeschlagen und gleichzeitig eine Weltpremiere gefeiert. Das European-Tour-Turnier, das zum neunten Mal in Atzenbrugg ausgetragen wird, sorgt für eine Innovation im Golfsport: Erstmals wird bei jedem Spieler bei jedem Schlag eine sogenannte Shot Clock einen Countdown runterzählen. Für das 120 Mann große Starterfeld ist es eine absolute Neuheit – noch nie wurde die Shot Clock in einem ganzen Turnier über alle Löcher an allen vier Tagen eingesetzt.

Das lassen sich auch einige namhafte Stars der European Tour nicht entgehen.

Mit Lee Slattery und Miguel Ángel Jimenez kommen etwa zwei Spieler in Topform nach Atzenbrugg. Slattery zeigte am vergangenen Wochenende beim zur Rolex Series zählenden Italian Open in Brescia mit 20 unter Par groß auf und belegte mit nur zwei Schlägen Rückstand auf Sieger Thorbjörn Olesen den starken 3. Platz. Jimenez, der sich erst vor Kurzem in den USA seinen ersten Major-Titel auf der PGA Tour Champions sicherte, war mit Rang 14 ebenso im Spitzenfeld zu finden und konnte einmal mehr beweisen, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört.

Im Mittelpunkt steht beim Turnier natürlich die Einführung der Shot Clock. Die European Tour betritt damit Neuland und hat sich in den letzten Monaten akribisch darauf vorbereitet. Die 20 Buggies (plus Ersatz) sind vorbereitet und getestet, die Referees geschult – einer erfolgreichen Premiere kann somit nichts mehr im Wege stehen.

Auch unter den Spielern ist die Shot Clock natürlich großes Thema.

Die Mehrheit kann der neuen Idee der European Tour sehr viel abgewinnen. So zeigen sich etwa Matthias Schwab und Sepp Straka, die beide in Abwesenheit von Österreichs Nummer 1 Bernd Wiesberger das heimische Starterfeld anführen, besonders begeistert. „Ich bin ein großer Befürworter der Shot Clock, alles was die Tour machen kann, um das Spiel zu beschleunigen, finde ich gut. Fünf-Stunden-Runden passieren viel zu oft, sind auch wirklich nicht unbedingt lustig, sondern eher anstrengend. Deshalb sehe ich das alles sehr positiv“, meint Schwab. Straka ergänzt: „Ich finde es super, dass die European Tour solche Innovationen versucht. Ich glaube, dass es wirklich helfen wird. Spieler nehmen jeden Schlag ernst und daher kann ich mir schon vorstellen, dass es etwas bringen wird.“ Straka kommt übrigens mit seinem besten Saisonergebnis auf der amerikanischen web.com-Tour, einem 27. Platz beim Rex Hospital Open, in seine Heimat.

Schwab, der heuer bislang in zwölf Turnieren zehnmal den Cut schaffte, zeigte sich auch beim großen 7-Millionen-Turnier in Italien in guter Form und bewies mit Platz 42, dass man mit ihm beim Heimturnier im Tullnerfeld auf jeden Fall rechnen darf. „Ich bin mit dem Turnierverlauf in Italien mehrheitlich zufrieden. Die insgesamt 17 gespielten Birdies sind gut und wenn es mir in der Zukunft gelingt, den einen oder anderen Fehler zu vermeiden, dann passt das. Es war für mich auch sehr lehrreich, mit erfahrenen Spielern wie Robert Rock oder Trevor Immelman spielen zu dürfen. Ich bin guter Dinge für das Shot Clock Masters.“

Neben Schwab und Straka werden noch Brier – der übrigens am 5. Juli seinen 50. Geburtstag feiert (siehe Foto) und ab dann auf der Senioren Tour spielt, Lukas Nemecz, Bernard Neumayer und Amateur Maximilian Steinlechner die rot-weiß-roten Farben vertreten. Zudem hat mit Berni Reiter ein weiterer österreichischer Profi eine Einladung fürs Turnier bekommen. Los geht’s mit der ersten Runde am Donnerstag (7.30 Uhr), am Freitag erfolgt der Cut der besten 65 plus Geteilten. Nach dem dritten Spieltag am Samstag wird ein zweiter Cut durchgeführt und die besten 60 plus Geteilten gehen am Sonntag auf die Finalrunde.

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