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Montag, 23. Oktober 2017
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Internetaffine Menschen sind unternehmungslustiger

Mythos des isolierten Computerjunkies widerlegt.

239357 original R K B by Barbara Eckholdt pixelio.de  Internetaffine Menschen sind unternehmungslustiger

Dass Internetnutzer ihre Freizeit nur vor dem Bildschirm verbringen und es kaum vor die eigene Tür schaffen, ist ein Mythos. Zu diesem Schluss kommen deutsche Forscher im Rahmen einer Studie des Ifo Instituts in München. Menschen mit Breitbandinternet seien grundsätzlich sozial aktiver, so das Ergebnis. “Es gibt überhaupt keine Hinweise darauf, dass Menschen durch das Internet vereinsamen”, sagt Ifo-Forscher Stefan Bauernschuster. Sowohl Erwachsene als auch Kinder mit Breitbandinternet seien tendenziell unternehmungslustiger.

Online spielen und kommunizieren

Menschen mit schnellem Internet gehen öfter ins Theater, ins Kino, in Bars oder Restaurants, so das Ergebnis der Studie. Bei Kindern zeige sich ebenfalls ein Anstieg bei außerschulischen Aktivitäten wie Sport, Ballett, Musik, Kunst oder Vereinsmitgliedschaften. Den Grund dafür sehen die Wissenschaftler darin, dass es durch das Web leichter möglich ist, mit seinen Mitmenschen in Kontakt zu bleiben und Unternehmungen im echten Leben zu planen. Dass sich User im Netz über Veranstaltungen informieren und Tickets kaufen können, spiele ebenfalls eine Rolle.

Die Experten sehen in ihrer Untersuchung einen Beleg dafür, dass das World Wide Web vor allem für die Suche nach Information genutzt wird, aber auch zu Unterhaltungszwecken wie Internetspielen. Speziell Best Ager sollten gezielt auch die Gehirnfunktionen trainieren, somit sind Internetspiele und Internet-Casinos wie beispielsweise  www.platincasino.com/de/spielautomaten

Aus diesem Grund scheint das Internet die Teilnahme an der Gesellschaft eher zu fördern als zu verhindern.”

Die Begeisterung steuert die Hirnentwicklung

Unser Gehirn verändert sich das ganze Leben lang – gerade auch im Alter – durch neue Erfahrungen. Speziell dann, wenn die Motivation zum Lernen stimmt und dabei die Gehirnzellen aktiviert werden, vermehren und verbinden sich die grauen Zellen in jenen Regionen, die jeweils am meisten beansprucht werden. Diese These vertritt der Hirnforscher Gerald Hüther von der Universität Göttingen. “Es kommt immer darauf an, welche Bedeutung das Lernen für den Menschen hat – egal wie alt er ist”, betont der Experte.

Motivierte Daumen

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Die Gehirnregion für die Daumensteuerung ist bei den Menschen in den vergangenen Jahren sprunghaft angewachsen, zeigen englische Studien. Bei täglich gezieltem Daumentraining über mehrere Stunden allein wäre dies laut Hüther kaum in diesem Ausmaß zu beobachten. “Treibender Faktor ist die Begeisterung, mit der Jugendliche, aber auch best Ager mit anderen über SMS kommunizieren. Das Gehirn ist kein Muskel, den man beliebig zwingen und belehren kann, sondern braucht für die Weiterentwicklung die richtige emotionale und spielerische Anregung.”

Die Bedeutung von Lerninhalten oder dem Lernen sei es nur das Beschäftigen mit Spielzügen oder mit strategischen Einsätzen wie beim Pokern und  Internetspielen selbst macht sich laut dem Göttinger Forscher durch die Aktivierung der Emotionszentren im Mittelhirn bemerkbar. “Bei dem Kribbeln, das man dabei verspürt, werden im Gehirn Neuroplastische Botenstoffe ausgeschüttet – Dopamin oder Peptidhormone wie etwa Endorphine. Diese sind Weichmacher, die das Gehirn dort verformbar machen, wo es gebraucht wird”, so der Experte. Je deutlicher Menschen ein Ziel vor Augen haben, desto eher meistern sie demnach die Hürden auf dem Weg dorthin.

Ein Beispiel dazu: Taxifahrer-Gehirn

Einen aktuellen Hinweis dafür liefert eine Studie an Londoner Taxifahrern. Schon seit Jahren weiß man, dass bei dieser Berufsgruppe der Hippocampus vergrößert ist – eine für das Gedächtnis und 3D-Bewegung zuständige Gehirnregion. Nun bestätigten Kernspin-Tests bei Taxifahrer-Kandidaten vor und nach dem mehrjährigen Kurs, dass diese Veränderung erst beim geforderten Einprägen der 25.000 Straßen geschieht, berichtet Eleanor Maguire vom University College London in der Zeitschrift “Current Biology”.

Foto 1: Barbara Eckholdt_pixelio.de

Foto 2: Paul-Georg Meister_pixelio.de

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