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Montag, 23. Oktober 2017
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Literatur doch nicht vom Aussterben bedroht

Buch nach wie vor Spitzenmedium vor DVD und CD.

 Literatur doch nicht vom Aussterben bedroht

Laut einem aktuellen Communication Market Report besitzen 84 Prozent aller erwachsenen Briten eine Literatursammlung. Das ist zwar ein Rückgang zu dem 2005 ermittelten Wert von 93 Prozent, jedoch immer noch ausreichend, um andere Medien, wie CD und DVD, abzuhängen.

Neue Dimensionen dank E-Books

Etwa 50 eigene Bücher besitzt jeder Brite in der Altersgruppe zwischen 16 und 24 Jahren. Dem stehen in diesem Alterssegment lediglich etwa zwölf E-Books gegenüber. Bürger, die das fünfzigste Lebensjahr überschritten haben, besitzen sogar um die 118 Bücher pro Kopf. Diese Werte sind auch auf andere europäische Nationen übertragbar. “Wir lieben gute Bücher, gleich welcher Verpackung. Und doch ist ein Buch, mit Umschlag und Bindung mehr als ein Augenschmaus. Der materielle Prozess ihrer Entstehung, ihre Vermittlung, ihre Verbreitung, ihr Preis, die Kreise von Menschen, die sich um ihretwillen allein bilden, das Auf und Ab ihrer Geltung, ihre Verdrängung, ihr Verschwinden, aber auch das Rätsel ihres Bestandes”, argumentiert Kristina Köhler, Öffentlichkeitsarbeit Literaturhaus Frankfurt, auf Nachfrage.

Mit der Erfindung des E-Books stehen der Literaturindustrie seit einiger Zeit neue Dimensionen offen. Der Platzfaktor spielt für den Leser in dieser Hinsicht keine Rolle mehr. Ebenso lässt sich das wesentlich leichtere elektronische Buch in beinahe jeder Tasche verstauen.

Besitz nicht ausschlaggebend

Aus dem CM-Report geht zwar hervor, dass britische Bürger nach wie vor eine relativ hohe Anzahl von Büchern besitzen, jedoch auch, dass der Zeitaufwand für das Lesen sinkt. Andere Entertainment-Formen, besonders im digitalen Bereich, haben in den vergangenen Jahren wesentlich an Bedeutung gewonnen. Besonders die jüngere Altersgruppe ist davon betroffen.

pte

Foto: Andreas Hermsdorf/pixelio.de

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