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Dienstag, 26. September 2017
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Mobil sein und bleiben für 50plus

Verkehrssicherheitsaktion im Burgenland von ARBÖ, Polizei, Rotes Kreuz und Augenvorsorgezentrum speziell für Senioren

„Gemeinsames Ziel ist, die Unfallzahlen und die Zahl der Verkehrstoten der Generation 50plus zu senken und auf diese Weise einen nachhaltigen Beitrag zur Steigerung der Verkehrssicherheit auf den  burgenländischen Straßen zu leisten.“ Daher gibt es im kommenden Jahr die Verkehrssicherheitsaktion „Mobil mit 50plus“ von ARBÖ Burgenland, Landesverkehrsabteilung, Rotes Kreuz und Dr. Obermayer vom Augenvorsorgezentrum. Im ganzen Burgenland wird es Info-Veranstaltungen geben, die von den ARBÖ-Ortsklubs mit den Partnern organisiert werden.

Arbö5 Mobil sein und bleiben für 50plus

v.l.n.r.: Augenarzt Dr. Wilfried Obermayer, Abteilungsinspektor Wolfgang Hinterer, ARBÖ Landesgeschäftsführerin Dir. Gabriele Rittenbacher, Chefinspektor Johann Reisner, Hannes Hauer, Bezirksstellenleiter Rotes Kreuz

Die Verkehrsunfallstatistik 2013 zeigt sehr deutlich die Notwendigkeit von Präventionsmaßnahmen bei Verkehrsteilnehmern über 50 Jahre: Denn die Hälfte der insgesamt 455 Österreichweit tödlich verunglückten VerkehrsteilnehmerInnen entfiel auf die über 50 jährigen. „Mit dieser Präventivaktion soll der Zahl der Verkehrstoten der Generation 50 plus entgegengewirkt werden“, sagt ARBÖ Burgenland-Präsident LR Dr. Peter Rezar.

Das Burgenland ist jenes Bundesland mit dem höchsten Motorisierungsgrad Österreichs. Auf 1.000 Einwohner kommen 633 Kraftfahrzeuge. Vor allem ältere VerkehrsteilnehmerInnen sehen sich mit dem steigenden Verkehrsaufkommen und der sich ständig ändernden gesetzlichen Verkehrsrechtsmaterien teilweise überfordert. „Von der Landesverkehrsabteilung wurde ein Vortragsprogramm erarbeitet, welches auf die Altersgruppe 50+ zugeschnitten ist“, erklärt der Leiter der Landesverkehrsabteilung Oberst Franz Füzi. Im Vordergrund der Präventionstätigkeit steht die Vermittlung des „Gefahrenbewusstseins“ und die Sensibilisierung der VerkehrsteilnehmerInnen. Die Polizei erklärt derzeit geltende rechtliche Bestimmungen – wie beispielsweise Rettungsgasse oder Vormerksystem. Besonders wird auf riskantes Verhalten von Fußgängern oder Radfahrern hingewiesen.

In der täglichen Arbeit unseres Rettungsdienstes sind wir immer wieder mit schweren Unfällen konfrontiert

Auf Basis dieser Erfahrungen geben wir unser Wissen weiter“, weiß Präs. WHR Mag. Bruno Wögerer vom Roten Kreuz Burgenland: Erste Hilfe und das richtige Verhalten bei Verkehrsunfällen sind die Themenschwerpunkte des Roten Kreuzes.

„Altersbedingte körperliche und gesundheitliche Einschränkungen können ausschlaggebend für ein erhöhtes Unfallrisiko sein“, sagt Dr. Wilfried Obermayer, der Leiter des Augenvorsorgezentrums: „Gerade ab dem fünfzigsten Lebensjahr beginnen die üblichen Augenerkrankungen – meist schleichend und unbemerkt. Es ist wichtig, auf diese Gefahren aufmerksam zu machen, damit dies den VerkehrsteilnehmerInnen bewusst wird“, so der Augenarzt.

„Das Interesse an der Verkehrssicherheitsaktion 2015 ist sehr groß. Das zeigt, wie wichtig dieses Thema für die BurgenländerInnen und für alle VerkehrsteilnehmerInnen ist“, betont ARBÖ-Präsident Rezar abschließend.

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