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Mittwoch, 22. November 2017
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Doppelstaatsbürgerschaften werden abgelehnt

Hajek-Befragung: Kritisches Stimmungsbild bei Erleichterungen zum Staatsbürgerschaftserwerb, Vollverschleierung und Mindestsicherung.

Für das aktuelle Integrationsbarometer des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) befragte Meinungsforscher Peter Hajek 1.000 österreichische Staatsbürger/innen ab dem 16. Lebensjahr zum Zusammenleben von Österreicher/innen und Flüchtlingen sowie von Nicht-Muslim/innen und Muslim/innen, zum Thema Mindestsicherung, Staatsbürgerschaft und dem subjektiven Sicherheitsgefühl.

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Zusammenleben zwischen Nicht-Muslim/innen und Muslim/innen zunehmend schlechter beurteilt

6 von 10 Befragten beurteilten das Zusammenleben zwischen Nicht-Muslim/innen und Muslim/innen als schlecht. Diese Beurteilung hat sich im Vergleich zu vorangegangenen Umfragewellen weiter verschlechtert: Wurde es im November 2015 noch von mehr als einem Drittel der Befragten als gut beurteilt, sank die positive Bewertung im Dezember 2016 auf nur noch rund ein Viertel. Ebenfalls kritisch wird das Zusammenleben zwischen Österreicher/innen und Flüchtlingen bewertet – hier sehen 58% das Zusammenleben als eher oder sehr schlecht. Besonders kritisch äußern sich Unter-30-Jährige, Menschen aus dem urbanen Raum sowie aus niedrigen Bildungsschichten.

Ablehnung gegen Doppelstaatsbürgerschaft sowie Vollverschleierung

Die Möglichkeit eine Doppelstaatsbürgerschaft, z. B. eine österreichische und türkische Staatsbürgerschaft, zu besitzen, lehnen knapp drei Viertel aller Befragten sehr oder eher ab. Wenn es um Erleichterungen beim Erwerb der Staatsbürgerschaft geht, sind sogar über 80% sehr oder eher dagegen. 8 von 10 Befragten sind sehr oder eher dafür, dass die Vollverschleierung bzw. das Tragen einer Burka in der Öffentlichkeit verboten sein sollte.

Kürzung von Mindestsicherung befürwortet

Fast zwei Drittel der Befragten sprechen sich sehr oder eher dafür aus, dass anerkannten Flüchtlingen eine geringere Mindestsicherung ausbezahlt werden sollte. Die Kürzung der Mindestsicherung in Oberösterreich von 914 auf 560 Euro befürworten knapp drei Viertel der Befragten (72%) als sehr oder eher richtig. Verpflichtende gemeinnützige Arbeit für Flüchtlinge, die Mindestsicherung beziehen, sehen 83% der Befragten als richtig an.

Befragt wurden 1.000 Österreicher/innen durch Telefoninterviews sowie durch eine Online-Befragung im Dezember 2016. Das Integrationsbarometer wird seit November 2015 erhoben. Alle Ergebnisse des ÖIF-Integrationsbarometers finden Sie online unter www.integrationsfonds.at/publikationen

ots

Foto: Dieter Schütz_pixelio

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