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Mittwoch, 20. September 2017
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Permanenter “Fat Talk” macht unsympathisch

 Permanenter Fat Talk macht unsympathisch

Foto: pixelio.de/Lisa Spreckelmeyer

Kräftigere Frauen mit gutem Körpergefühl als liebenswerter empfunden.

Frauen, die sich permanent über ihre Figur beklagen und dauernd von ihren Essgewohnheiten oder ihrer sportlichen Betätigung sprechen, werden von Gleichaltrigen unabhängig von ihrer tatsächlichen Erscheinung eher als unsympathisch empfunden. Aus einer aktuellen Studie der University of Notre Dame geht hervor, dass jene Versuchsteilnehmer, die zwar übergewichtig sind, aber keine abwertenden Bemerkungen über ihre Statur gemacht haben, deutlich positiver beurteilt wurden.

Eigene Unsicherheit gesteigert

“Einerseits können diese abfälligen Bemerkungen über das eigene Aussehen dazu führen, dass man sich selbst nur noch schlechter und unattraktiver fühlt. Andererseits erzielt man aber auch einen gesellschaftlichen Effekt, indem man eine Introspektion auslöst, die andere dazu veranlasst, die gleichen Fehler auch bei sich selbst zu suchen”, sagt Psychotherapeut Dominik Rosenauer im Gespräch. Außerdem müsse man nicht unbedingt schön sein, um ein Selbstwertgefühl zu haben.

Die Probanden sind dazu aufgefordert worden, sich Fotos von schlanken und opulenten Frauen anzusehen und sich mit ihnen über ihre eigene Körperwahrnehmung zu unterhalten. Danach wurden die Gesprächspartnerinnen in verschiedenen Kategorien – darunter die Sympathie – bewertet. Den Forschern zufolge sind die abgebildeten Frauen, die sich über ihre Statur beschwerten, unabhängig von ihrer tatsächlichen Figur schlechter beurteilt worden.

Selbstbezogenheit unsympathisch

Die Resultate zeigen überdies, dass die auffallend übergewichtigen Damen, welche sich dennoch überwiegend positiv zu ihrer körperlichen Erscheinung äußerten, in der Kategorie Sympathie mit Abstand am besten abgeschnitten haben. “Diesem Ergebnis kann ich absolut zustimmen. Die meisten Menschen empfinden es als sympathisch, wenn ihr Gegenüber nicht permanent über sich selbst spricht und ihnen die Gelegenheit gibt, sich selbst mitzuteilen”, bestätigt auch Rosenauer.

pte

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