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Mittwoch, 26. Juli 2017
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Stift Klosterneuburg: Ort der Wissenschaft & Kultur nicht nur zum Leopoliditag

Die durch den NÖ-Wissenschaftspreis ausgezeichnete Arbeit der Stiftsbibliothek war Anlass, einen Blick auf dieses kulturelle Erbe und dessen Bedeutung für die Menschen zu legen. Seit seiner Gründung 1114 ist das Stift Klosterneuburg ein Ort der Wissenschaft und Kultur.

Das Stift Klosterneuburg ist kulturelles Erbes des hl. Leopold für die Augustiner-Chorherren, für die Stadt Klosterneuburg, das Land Niederösterreich, die österreichische Kirche und für den österreichischen Staat. Die Erhaltung ist eine wichtige Aufgabe und zugleich Bestandteil des  Bewusstseins der Menschen in diesem Land. Um dieser Verantwortung gerecht zu werden, muss nicht nur die denkmalgeschützte Bausubstanz generationsübergreifend gepflegt und erhalten werden, sondern auch die wissenschaftliche Arbeit weiter praktiziert werden.

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Kurator des Stiftes und der Ausstellung „Kloster, Kirche, Kaiserin“, Wolfgang Christian Huber mit einer Kasel der Ausstellung aus dem 18 Jhdt.; LH Dr. Erwin Pröll; Generalabt Propst Bernhard Backovsky; Mag. Andreas Gahleitner

Generalabt Propst Bernhard Backovsky ist überzeugt, dass die dem Stift anvertrauten Aufgaben Seelsorge, soziales Engagement, Kulturarbeit an jede nächste Generation in zeitgemäßer Art und Weise weiterzugeben sind. „Dazu bedarf es jedoch aktiver wissenschaftlicher Arbeit die seit jeher in unserem Stift erfolgt“, so Propst Bernhard Backovsky. „Im Besonderen danke ich Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, dass er dieses Kulturgut Österreichs auf vielseitige Art und Weise unterstützt.“

„Es ist für uns eine selbstverständliche Verpflichtung, dieses einzigartige Kulturgut für die nächsten Generationen zu erhalten“, betonte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll. „Die Generalsanierung des Stiftes Klosterneuburg erfolgte in Rekordzeit. So konnte diese bereits in drei Jahren (2010-2013) anstatt der vorgesehenen acht Jahre (2010-2018) abgeschlossen werden. Das hierfür veranschlagte Budget von EUR 9,6 Mio., mit einer 25% Förderung des Landes Niederösterreich, konnte dank der ausgezeichneten Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt und aller beteiligten Baufirmen unter der Leitung des Baumeisters des Stiftes, Ing. Niklas Göttersdorfer, vorbildhaft eingehalten werden.“

„Dass die Augustiner-Chorherren des Stiftes Klosterneuburg seit jeher vorausschauend dachten und agierten lässt sich an vielen Beispielen festmachen“, so der Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll: Zwei im Besonderen seien an dieser Stelle angeführt. Das erste öffentliche Museum Österreichs, das Stiftsmuseum Klosterneuburg, das 1774 unter Propst Ambros Lorenz eröffnet wurde. Und zweitens: die unter Propst Adam Schreck 1860 gegründete erste Obst- und Weinbauschule der Welt.“

NÖ-Wissenschaftspreis ging in das Stift Klosterneuburg

Heute noch werden für unser Kulturverständnis wichtige wissenschaftlich Forschungen durchgeführt. Das Land Niederösterreich hat für diese besondere Leistung den „Anerkennungspreis NÖ-Wissenschaftspreis 2016“ für die Masterarbeit zum Thema „Codex 1253 der Stiftsbibliothek Klosterneuburg und Codex 365 (rot) der Stiftsbibliothek Göttweig“ an Frau Edith Kapeller, Bibliothekarin im Stift Klosterneuburg, verliehen. Sie analysierte zwei „Belial“-Handschriften des 15. Jahrhunderts und ihren Bezug zum Weltende.

StiftKlbg Leopoldi f4 2016 Stift Klosterneuburg: Ort der Wissenschaft & Kultur nicht nur zum Leopoliditag

Kurator Wolfgang Christian Huber zeigt LH Dr. Erwin Pröll eine Haarlocke Maria Theresia, die bei u.a. Bei der Ausstellung “Kloster, Kirche, Kaiserin” zu sehen sein wird.

„In den Ausstellungen des Stiftes Klosterneuburg spiegeln sich diese wissenschaftlichen Erkenntnisse  wider, die erst dadurch einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden. So darf man bereits gespannt auf die Jahresausstellung 2017 blicken, die sich dem Thema Maria Theresia und das sakrale Österreich widmet“, so der Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll.

Das Stift und seine Wirtschaftsbetriebe

„Auch wenn die Wirtschaftsbetriebe des Stiftes den überwiegenden Teil der Renovierungskosten trugen, wäre die Generalrenovierung ohne die Unterstützung durch das Land Niederösterreich nicht in dieser Form möglich gewesen“, so Wirtschaftsdirektor Mag. Andreas Gahleitner. „Die Renovierungsarbeiten in einem Gebäude, das sich in der Bausubstanz über 900 Jahre erstreckt, gehen nie zu Ende. So sind wir gerade dabei die Sanierungsmaßnahmen an der 77 Meter langen alten Stadtmauer, aus dem 14 Jhdt., abzuschließen.“

Das seit über 900 Jahren bestehende Weingut des Stiftes hat besonders in den letzten Jahren etliche Auszeichnungen für seine Weine erhalten. So zum Beispiel der Rotwein „St. Laurent Reserve 2013“, der Fallstaff Sieger 2016 wurde.

Stiftswein zum 25-jährigen Jubiläum der CONCORDIA-Sozialprojekte

Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der CONCORDIA-Sozialprojekte füllte das Weingut Stift Klosterneuburg eine eigene Weinedition ab. Ein klassischer Grüner Veltliner und eine Rotwein-Cuvée sind seit 1. September zum Preis von 6,99 Euro im Merkur Markt (REWE) erhältlich. Pro verkaufter Weinflasche gehen 2,- Euro an CONCORDIA-Sozialprojekte.

Kulturausblick 2017

Als Mitglied bei „Imperial Austria“, einer Vereinigung von elf geschichtsträchtigen Schauplätzen in Österreich und ehemaliger Residenz der Babenberger sowie zeitweise auch der Habsburger, widmet sich das Stift Klosterneuburg mit zwei Ausstellungen dem Jubiläum des 300. Geburtstages der Maria Theresia. So findet die 11. Internationale Orchideenausstellung unter dem Motto „Zeitreise durch die Monarchien“ statt. Und die Jahresausstellung „Kirche, Kloster, Kaiserin“ widmet sich dem Thema: Maria Theresia und das sakrale Österreich. Zudem wird es im Stift wieder einige äußerst hörenswerte Konzerte geben.

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