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Montag, 23. Oktober 2017
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Taxifahren im Ausland – wie man Wucherpreise vermeidet

Über Preise und Strecke vorinformieren, genügend Bargeld bereithalten.

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Endlich am Flughafen des Reiseziels gelandet, will man meist nur eines: schnell den Koffer schnappen und ab ins Hotel. Wer keine Pauschalreise gebucht hat, ist dabei oft auf Taxis angewiesen.

Damit man hier in keine Preisfalle tappt, hat ÖAMTC-Touristikerin Livia Gmoser Tipps zusammengestellt, wie man sich vor Wucherpreisen schützt.

* Taxi für Abholung vom Flughafen vorab reservieren: Für die Fahrt vom Flughafen zum Hotel kann es sich lohnen, vor Reiseantritt im Internet oder über das Reisebüro ein Taxi zum Pauschalpreis zu ordern. Es erhöht nicht nur den Reisekomfort, wenn das Taxi am Flughafen schon bereitsteht und man sich das Schlange stehen erspart. “Insbesondere an abseits gelegenen Flughäfen kann man auf diese Weise Geld sparen”, berichtet die ÖAMTC-Touristikerin. “Der Preis wird nämlich nicht nach den gefahrenen Kilometern berechnet, sondern es wird vorab ein Fixpreis festgelegt.” Auf den Websites der Flughafengesellschaften findet man hilfreiche Hinweise darüber, wie viel eine Taxifahrt in der Regel im jeweiligen Land kostet.

* Registrierte Taxis nutzen – am besten per telefonischer Bestellung: In vielen Ländern sind registrierte Taxis einfach zu erkennen. In London sind es die “black cabs”, in Rom gelbe oder weiße Taxis mit Stadtlogo und in Brüssel das gelb-blaue Symbol der Stadt über dem Taxi-Zeichen am Dach. “Registrierte Taxis haben fixe Preise, andere verlangen oft stark überhöhte Gebühren”, erklärt die ÖAMTC-Expertin Livia Gmoser und hat dazu einen Tipp: “Generell ist es besser, ein Taxi telefonisch zu bestellen, als eines von der Straße zu nehmen. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um ein registriertes Taxi handelt.” Es kann sein, dass für telefonisch bestellte Taxis ein Aufpreis verlangt wird – so wie in Portugal, wo Zusatzgebühren von 75 Cent verrechnet werden.

* Umwege vermeiden durch Streckenkenntnis: Das Umwegefahren ist ein bekannter Trick der Taxifahrer, um dem Fahrgast zusätzliche Kilometer zu verrechnen. Es kann hilfreich sein, sich im Vorhinein über die Länge und Dauer der Fahrtstrecke im Internet oder mit Hilfe eines Stadtplans zu informieren.

* Taxameter im Auge behalten: Üblich ist in Taxis der Einsatz eines Taxameters, der den Fahrtpreis pro Kilometer berechnet. Häufig wird zusätzlich ein Grundpreis veranschlagt. Für Fahrten in der Nacht oder an Feiertagen bzw. bei mehreren Gepäckstücken wird meist ein Aufschlag verlangt. In Großstädten wie Paris gibt es mehrere Fahrzonen mit unterschiedlichen Tarifen: während der gefahrene Kilometer in der Innenstadt circa  1 Euro kostet, sind es im Umland rund 1,50 Euro. Hier kann man sich vor Betrügereien schützen, indem man auf die richtige Tarifeinstellung am Taxameter achtet (Stadt/Umland, Tag/Nacht).

* Verhandlungsgeschick zeigen: In manchen Ländern ist die Verwendung von Taxametern nicht üblich oder der Fahrer beteuert, dass dieser defekt ist. Dann ist Verhandlungsgeschick gefragt. “Niemals in ein Taxi ohne Taxameter steigen, ohne vorher den Preis für die Strecke mit dem Fahrer zu vereinbaren”, warnt ÖAMTC-Expertin Gmoser. Insbesondere in außereuropäischen Ländern wie Ägypten, Indien und Thailand verlangen Taxifahrer von Urlaubern oft Wucherpreise. Hier sollte man sich vorab im Hotel erkundigen, wie viel eine Taxifahrt in der Regel kostet und auf dieser Basis den Preis vor der Fahrt verhandeln.

Ein abschließender Tipp der ÖAMTC-Expertin: “In vielen europäischen Städten ist das Bezahlen mit der Kreditkarte in Taxis bereits durchaus üblich. Anders sieht es allerdings in abgelegeneren Ferienorten in Spanien, Griechenland oder Italien aus. Deshalb lohnt es sich, immer eine entsprechende Menge Bargeld dabei zu haben.“

Weitere Informationen zum Taxifahren im Ausland findet man in der ÖAMTC Länder-Info unter www.oeamtc.at/laenderinfo in der Kategorie “Anreise & Verkehrsmittel”.

Foto: viocat_pixelio.de

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