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Dienstag, 26. September 2017
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Tipps bei Insektenstichen und Schlangenbissen

Mit der großen Hitze mehren sich auch die Meldungen über Wespenstiche oder Schlangenbisse. Der Stich von Insekten oder ein Schlangenbiss kann nicht nur für Allergiker gefährlich werden.

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Bei Insektenstichen im Halsbereich kann eine Schwellung für jeden zum Problem werden. „Bei den meisten Insektenstichen ist die Haut rund um die Einstichstelle gerötet und schwillt an“, sagt Dr. Wolfgang Schreiber, Chefarzt des Österreichischen Roten Kreuzes. „Wird man im Mundbereich gestochen, kann diese Schwellung die Atmung erschweren.“ Zusätzlich kann es zu einer allergischen Reaktion kommen – auch Personen, die bisher nicht auf Insektengift reagiert haben, können plötzlich eine Allergie entwickeln. „Das Immunsystem antwortet mit einer übertriebenen Abwehrreaktion auf den fremden Stoff, der durch den Stich in den Körper gelangt. Dabei kann es zusätzlich zu den Schwellungen auch zu schweren Kreislaufproblemen kommen“, so der Experte. Fieber, Erbrechen, Atemnot bis hin zu Kreislaufkollaps können Symptome einer allergischen Reaktion sein.

Bei allergischen Reaktionen auf Insektenstiche wie Fieber, Erbrechen, Atemnot bis hin zum Kreislaufkollaps muss unbedingt der Notruf gewählt werden.

Wenn beim Insektenstich der Stachel des Insekts noch in der Haut steckt, kann er vorsichtig mit einer Pinzette herausgezogen werden. Danach kann die Körperstelle rund um den Stich mit kalten Umschlägen gekühlt werden, damit die Schwellung schneller abklingt. „Menschen, die über ihre Allergie auf Insektengift Bescheid wissen, haben oft eigene Notfallmedikamente mit. Als Ersthelfer kann man ihnen bei der Einnahme helfen“, sagt Dr. Schreiber. Bei einem Stich im Hals- und Mundbereich kann zusätzlich Eis gelutscht werden, um das Zuschwellen der Atemwege zu vermeiden. Hier kann das Insekt auch Nicht-Allergikern gefährlich werden – deshalb sollte sicherheitshalber der Rettungsdienst verständigt werden.

Insektenstiche ließen sich vermeiden: „Säfte und Speisen sollten nicht unnötig lange ohne Abdeckung im Freien stehen.

Süße Getränke trinken Sie am besten mit einem Strohhalm. Das eigene Verhalten ist ausschlaggebend für die Gefahr, gestochen zu werden: Ein Picknick in der Nähe von Obstbäumen lockt die Insekten an.“

Bei Schlangenbissen kann grundsätzlich gesagt werden, dass es in Österreich keine tödlichen Schlangen in freier Natur gibt. „Wird man von einer heimischen Giftschlage wie Kreuzotter oder Sandviper gebissen, können Vergiftungserscheinungen auftreten, die aber im Allgemeinen nicht lebensbedrohend sind“, erklärt der Rotkreuz Chefarzt.

Kommt es durch eine allergische Reaktion zu einer Schwellung der Atemwege, soll versucht werden, durch Kühlung die Schwellung zu stoppen. „Keinesfalls sollte die Wunde ausgesaugt oder abgebunden werden“, so Schreiber. Falls möglich sollte man sich merken, wie die Schlange aussieht, um das dem Rettungsdienst mitteilen zu können.

Foto: Rotes Kreuz

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