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Sonntag, 19. November 2017
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Wien setzt auf e Mobilität

U1 UnoCity Night Train final 22690 570b Wien setzt auf e MobilitätWir haben dazu DI Dr. Michael Lichtenegger, Geschäftsführer der Wiener Stadtwerke Beteiligungsmanagement E Mobilität GmbH um eine Stellungnahme gebeten.

Was steckt hinter dem Begriff e Mobilität?

Der Trend zur Mobilität der letzten 20 – 30 Jahre setzt sich weiter fort, gemeint ist die öffentliche städtische Mobilität. So werden bereits heute von 100% aller Wege im Wiener Stadtbereich schon zu 36% mit öffentlichen Verkehrsmittel wie Bus, Bahn, U-Bahn und Straßenbahn getätigt, nur mehr 31% mit dem Auto und der Rest zu Fuß oder mit dem Rad.

Wie schaut das in der Zukunft aus?

Bis zum Jahr 2025 wird sich der Anteil der zurückgelegten Strecken mit dem Auto von derzeit 31% auf 25% reduzieren – das zeigen unsere Analysen.

Welche Maßnahmen sind dafür notwendig?

Wir müssen die e Mobilität und das Mobilitätsverhalten attraktiv gestalten und so planen die Wiener Stadtwerke die Einführung einer „Mobilitätskarte“ mit der es möglich sein soll, verschiedene Verkehrsmittel wie Citybike, Öffentliche Verkehrsmittel, Taxi, Mietwagen, Carsharing und Garagenbenutzung mit dieser Karte zu nutzen und abzurechnen. Im Moment arbeitet man an einem Pilotprojekt mit anderen Partnern. Die Vorstellung der Mobilitätskarte könnte bereits 2012 sein. Wir wollen unseren Kunden eine e Mobilität on Demand anbieten.

Warum engargieren sich die Wiener Stadtwerke?

Wie haben Verantwortung für die Stadt, wir haben auch die Kraft im Rahmen unserer strategischen Ausrichtung so große Projekte auch zu realisieren. Dabei geht es um das Zusammenführen von bestehenden Verkehrsmitteln. Gerade Wien bietet sich mit einem der modernsten öffentlichen Verkehrsysteme dazu ideal an.

Gibt es schon Beispiele dafür?

Ja, in Hamburg gibt es beispielsweise ein Art Mobilitätskarte, oder in London die Easy Card, in Zürich gibt es ein Model Carsharing. Der Weg zur e Mobilität ist gerade in Städten nicht mehr aufzuhalten.

Welche Rolle spielt dabei das Elektroauto und welche Einsatzgebiete sind geplant?

Das Elektroauto hat im urbanen Bereich bereits heute seine Berechtigung, so wird man dann beispielsweise ein Elektroauto oder ein eBike für den Stadtbereich mit der Mobilitätskarte mieten können. Aber denken Sie an Flotten, gemeint sind Servicefahrzeuge von Unternehmen, Zustelldiensten und Handwerkern, die genau geplante Strecken täglich zurücklegen und dabei fast nie über 130 km pro Tag fahren und damit das Aufladen auch kein Problem darstellt.

Im Moment läuft gerade bei uns eine Ausschreibung von Elektro-Citybussen, die ab 2012 in Wien eingesetzt werden sollen und dabei ersten Erfahrungen gewonnen werden sollen.

Ist  somit die e Mobilität für die Wiener Stadtwerke ein wichtiger Faktor?

Wir entwickeln uns zu einem modernen Mobilitätsanbieter, der alle Bedürfnisse des öffentlichen Verkehrs in Zukunft abdecken wird, dies weitestgehend umweltfreundlich. Vom Rad (eBike), mit öffentlichen Verkehrsmitteln bis zum Elektroauto alles aus einer Hand (on Demand).

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