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Samstag, 23. September 2017
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Wir stellen vor – die sechs österreichischen Nationalpark

„Österreichs Nationalparks sind ein wichtiger Lebensraum

für Pflanzen und Tiere, Erholungsraum und Klassenzimmer für Menschen

niki31 Wir stellen vor   die sechs österreichischen Nationalpark

und Wirtschaftsmotoren in der Region.“

(Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich)

Nationalparks nehmen eine besondere Stellung in der Naturschutzpolitik ein. Sie sind nicht nur für Österreich bedeutend, sondern auch von internationalem Interesse. Bisher wurden sechs der ökologisch wertvollsten Regionen Österreichs zu Nationalparks erklärt. Sie erstrecken sich auf ca. 3 Prozent des Staatsgebietes.

  • Gesamtfläche so groß wie Vorarlberg
  • jährliche Investition des Lebensministeriums: 11 Millionen Euro
  • 300 green jobs vor Ort
  • 2000 geführte Exkursionen/ Wanderungen pro Jahr statt
  • 74.000 Schülerinnen und Schüler besuchen pro Jahr einen Nationalpark
  • in den Nationalpark-Besucherzentren werden pro Jahr 400 000 Besucher gezählt → hinzu kommen noch mehrere Tausend Wanderer, Sportler und Birdwatcher

Sehen Sie sich dazu auch die Broschüre: „Österreichs Nationalparks laden ein“ unter http://www.nationalparksaustria.at/article/articleview/66769 an.

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Die Nationalparkstrategie – „Nationalparks Austria“

Unter der Dachmarke Nationalparks Austria präsentieren sich die sechs österreichischen Nationalparks Donau-Auen, Gesäuse, Hohe Tauern, Kalkalpen, Neusiedlersee-Seewinkel und Thayatal gemeinsam. Das Lebensministerium ist Koordinator und Initiator für gemeinschaftliche Aktionen der Nationalparks Austria.

  • Fahrplan für gemeinsame Weiterentwicklung der Nationalparks
  • unter der Dachmarke „Nationalparks Austria“
  • Präsentation am 21. Juni 2010
  • vom Lebensministerium, den Bundesländern und Naturschutz-NGOs, wie dem  Naturschutzbund Österreich, dem Österreichischen Alpenverein, den Österreichischen Naturfreunden, dem Umweltdachverband und dem WWF erarbeitet
  • effiziente Organisation und Koordination des Managements für die sechs Nationalparks unter der gemeinsamen Dachmarke
  • durch eine enge Kooperation Effizienz und Effektivität steigern
  • Neuerungen in den Strukturen der Zusammenarbeit mit den Stakeholdern
  • Die Koordinierungsrunden als Abstimmungsgremium aller Nationalpark-Direktoren und des Lebensministerium, mit der Aufgabe der Beratung und Beschlussfassung von Gemeinschaftsprojekten und Positionen, hat nun eine klare Aufgabenstellung
  • Der Nationalpark-Beirat, in den NGOs und Ländervertreter eingebunden sind, gibt künftig Empfehlungen für die Koordinierungsrunde ab und stellt damit sicher, dass auch die Naturschutz-NGOs mitgestalten können.

Zukünftige Entwicklungen

  • Nationalparks sollen einen Teil der nationalen Identität bilden
  • Natur soll in Bevölkerung und bei Besuchern Stellenwert wie Kultur erlangen
  • Nationalparkregionen sollen sich gemeinsam als “Regionen der Nachhaltigkeit” profilieren, in denen die Nationalparks als wichtiges Zentrum eingebettet sind
  • ein strategisches Ziel ist es, dass die Bundesregierung einen “Naturkapitalreport” vorlegt. Dieser “Naturkapitalreport” soll beschreiben, wie sich das Naturerbe entwickelt hat und welche Gefährdungen bestehen und welche positiven Effekte erzielt werden konnten.

Tourismus

  • Verbesserung der Besucherangebote
  • Rolle im regionalen Tourismus wahrnehmen
  • Vermarktung von Tourismusverbänden und der Österreichwerbung
  • Betriebe in den Nationalparkregionen sollen die Standards des “Umweltzeichen Tourismus” anstreben

Lebensmittel

  • Rolle in der regionalen Lebensmittelstrategie
  • Nationalpark-Regionen sollen Lebensmittel aus den Nationalpark-Regionen gemeinsam vermarkten
  • Zusammenarbeit mit der “Genuss Region Österreich”

Mobilität

  • Bereich der nachhaltigen Mobilität forcieren
  • Vorstellungen von nachhaltigen Verkehrskonzepten realisieren
  • jeder Nationalpark soll mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein

Regionalität

  • starke Einbettung in die Region
  • Mehrwert für die Region
  • enge Zusammenarbeit mit der lokalen Wirtschaft, der Bevölkerung und den Behörden notwendig und erstrebenswert

Ein paar Daten und Zahlen zu den sechs österreichischen Nationalparks

Hohe Tauern

www.hohetauern.at

→ Gesamtfläche: über 1.836 km²  (183.600 ha)

→ Gründung: Kärnten 1981, Salzburg 1984, Tirol 1992

→ größtes Schutzgebiet der Alpen und größter Nationalpark Mitteleuropas

→ Unberührtheit des Hochgebirges mit seinen Gletschern, Bergseen, imposanten Wasserfällen und zahllosen Gipfeln

→ Im Grenzgebiet von Kärnten, Salzburg und Tirol

→ Reichtum an klaren Wassern durchzieht den Nationalpark Hohe Tauern wie ein Netzwerk von Lebensadern

→ ersorgt die mehr als 10.000 verschiedenen Tierarten

→ als Wasserschloss der Alpen bezeichnet

→  in der Außenzone des Nationalparks gibt es ein harmonisches Miteinander von nachhaltiger menschlicher Bewirtschaftung und vielgestaltiger Kulturlandschaft

→ zahlreiche Wanderwege und bewirtschafteten Hütten
Neusiedlersee – Seewinkel

www.nationalpark-neusiedlersee-seewinkel.at
→ Gesamtfläche: über 300 km2, wovon rund 100 km2 (9 064 ha) auf österreichischer und über 200 km2 auf ungarischer Seite liegen

→ Gründung: 1993

→ Österreichs einziger Steppennationalpark; im Burgenland

→ Gewässer,Sumpf (See, Lacken) 26,67%;  Schilf 43,18% ; Wiesen (Feuchtwiesen, Halbtrockenrasen, Trockenrasen, Hutweiden) 29,44% ; Wald, Gehölz 0, 71%

→ zählt zu den faszinierendsten Naturräumen Europas: Wasser- und Schilfflächen im Neusiedler See, seenahe Wiesen, Hutweiden und salzhaltige, periodisch aus­trocknende Lacken

→ Aufeinander­treffen ost- und westeuropäischer Tier- und Pflanzenarten

→ außergewöhnlich hohen Vielfalt,  besonders die artenreiche Vogelwelt braucht dieses geschützte Gebiet als Brutplatz wie als Rastplatz zw. Nordeuropa und Afrika

→ Pflanzen- und Tierarten aus alpinen, pannonischen, asiatischen, mediterranen und nordischen Gebieten zu finden

→ Vielfalt an Lebensräumen: Feuchtgebiete, Trockenrasen, Sandsteppen, Weideflächen und Salzstandorten

→ 2001 erhielt die Region von der UNESCO das Prädikat Weltkulturerbe

Donau – Auen

www.donauauen.at

→ Gesamtfläche: mehr als 9.300 Hektar

→ Gründung: 1996

→ Niederösterreich (75,8 %), Wien (24,2 %)

→ ca. 65% Auwald-, 15% Wiesen- und ca. 20% Wasserflächen

→ mehr als 800 Arten höherer Pflanzen

→ mehr als 30 Säugetier- und 100 Brutvogelarten, 8 Reptilien- und 13 Amphibienarten, rund 60 Fischarten

→ verbindet die beiden europäischen Hauptstädte Wien und Pressburg

Aulandschaften in Mitteleuropa selten geworden, schützt eine der letzten großen unverbauten Flussauen-Landschaften Mitteleuropas

→  Auf und Ab von Wasserständen bestimmt den Lebensrhythmus der Au

→ Fluss mit seinen Überschwemmungen formt die Landschaft

→  Vielfalt an Pflanzen und Tieren:  Eisvogel, Seeadler, Biber, Europäische Sumpfschildkröte, zahllose Insektenarten und über 60 Fischarten

→ botanischen Kostbarkeiten:  Schwarzpappel, diverse Orchideenarten und die echte Wilde Weinrebe, Stammform aller Kulturreben

→  breite Palette von Angeboten in Begleitung von Nationalpark-Betreuern für Groß und Klein zu Fuß, mit dem Boot, per Fahrrad

→ jede Jahreszeit hat ihren Reiz, als Alternative für die kalten Monate bietet der Nationalpark Workshops, Vorträgen und Projekten

→  Das schlossORTH Nationalpark-Zentrum lädt als „Tor zur Au“ zum Besuch

Kalkalpen

www.kalkalpen.at

→ Gesamtfläche: 20.825 Hektar

→ Gründung: 1997

→  Wald: 81 Prozent; Almen und Fels: 11 Prozent; Latschen: 8 Prozent

→ in den nördlichen Kalkalpen des Bundeslandes Oberösterreich

→ Österreichs größtes Waldschutzgebiet

→ umfasst Reichraminger Hintergebirges und das Sensengebirge

→ erstreckt sich über eine Seehöhe von 385 bis knapp 2000 Meter

→ Seltene und gefährdete Tiere und Pflanzen wie Luchs, Weißrückenspecht und Alpenbockkäfer sowie Clusius-Primel und Frauenschuh

→ Fichten-Tannen-Buchenwald ist die dominierende Waldgesellschaft

→ Natürliche Besonderheiten: 200 Kilometer unverbaute Bachläufe; 800 Quellen; 30 Waldgesellschaften; 50 Säugetierarten; 80 Brutvogelarten; 1.000 verschiedene Blütenpflanzen, Moose und Farne und 1.400 Schmetterlingsarten

→ Als Besonderheiten gelten Orchideen-Buchenwälder der tiefen Lagen, Bergahorn-Eschen-Schluchtwälder, Schneeheide-Kiefernwälder und Auwaldbestände mit Erle

→ Wasser hat die Landschaft des Nationalparks maßgeblich geformt

→ Markierte Wanderwege, Nationalpark Themenwege, ausgewiesene Reit- und Radrouten → botanische Wanderungen zu seltenen Orchideen und wohltuenden Heilkräutern sowie Abenteuerlustige geführte Höhlentouren

Thayatal

www.np-thayatal.at

→ Gesamtfläche: 20.825 Hektar

→  österreichischer Teil des Nationalparks umfasst 1.330 ha

→ Gründung: 2000

→ an der Grenze zu Tschechien

→ die Nationalparks Thayatal (Österreich) und Podyjí (Tschechien) schützen diesen vielfältigen und wertvollen Lebensraum

→ das Thayatal und sein Nachbar, der tschechische Národní park Podyjí, gehören zu den artenreichsten Schutzgebieten Mitteleuropas

→ kleinster Nationalpark Österreichs

→  keine hohe Berge und keine große Tiere

→  Glanzstück ist der 60 Hektar große und 378 Meter hohe Umlaufberg, der von der Thaya fast zur Gänze umflossen wird

→  besonders hohe Vielfalt von Pflanzen: bisher 1.288 Pflanzenarten bestimmt

(im Vgl.: in ganz Österreich gibt es 2.950

→  Fischotter, Schwarzstorch und Smaragdeidechse

→  auf 25 Flusskilometern bildet die Thaya die Staatsgrenze zwischen Tschechien und Österreich

→ Nationalpark Thayatal wächst um 30 Hektar

Gesäuse

www.nationalpark.co.at

→ Gesamtfläche: 11.054 ha

→ Gründung: 2002

→ Bundesland: Steiermark

→ jüngste der sechs österreichischen Nationalparks

→  Naturraum: Wälder 50,0 %; Fels und Schutt 22,0 %; Latschengebüsch 15,0 %; Alpine Rasen und Almweiden 10,0 %; Gewässer 0,7 %; Andere Lebensräume 2,3 %

→ Gesäuseberge, unberührte Schluchtstrecke der Enns

→ Aufgaben: Naturschutz, Erforschung der Ökosysteme, Umweltbildung Erholung

→ ~ 90 Brutvogelarten, Murmeltiere, Gämsen, Rehe, Hirsche, ~ 50 Orchideenarten
→ Sommer- Winter- und Schulveranstaltungsprogramme

→ Erhaltung, Verbesserung der Lebensräume gefährdeter Tier- und Pflanzenarten

→ Nationalpark Gesäuse Partnerbetriebe: Branchen Gastronomie, Urlaub am Biobauernhof, Schutzhütten, bäuerliche Direktvermarkter, Imker und Handwerker
www.nationalparkpartner.at

Linksammlung

Die Broschüre „Österreichs Nationalparks laden ein“ und die Besucherprogramme 2010 finden Sie unter http://www.nationalparksaustria.at/article/articleview/66769

http://www.umweltnet.at/article/archive/7114

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