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Freitag, 24. November 2017
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Beziehung heißt nicht unbedingt Partnerschaft

Andreas Winters neues Buch über “Artgerechte Partnerhaltung”.

 Beziehung heißt nicht unbedingt Partnerschaft

Gerade in der Frühlingszeit erwacht das Liebesleben wieder neu. Doch bei vielen Paaren scheint sich die Harmonie nicht wirklich einstellen zu wollen. “Viele Menschen haben zwar eine Beziehung, aber keine Partnerschaft miteinander”, stellt Diplompädagoge und Coach Anderas Winter im Gespräch fest. Und warum das so ist, erklärt er in seinem neuesten Buch “Artgerechte Partnerhaltung”, dass beim Mankau Verlag erschienen ist.

“In einer Beziehung geht es immer wieder darum nachzusehen, wo und wie es passt. Eine Partnerschaft hingegen lebt davon, dass zwei Menschen miteinander zusammen sind, die sich gegenseitig stärken. Dass wir so wenige Partnerschaften kennen, liegt daran, dass uns wesentliche Kenntnisse über uns selbst fehlen”, erklärt Winter.

Elterneinfluss und Unwissenheit

“Klar, dass Selbstliebe einer der wesentlichen Grundvoraussetzungen ist”, so Winter. “Aber auch die Rangordnung der Geschwisterkonstellationen, die Prägung im Elternhaus – etwa ob jemand feminin oder maskulin geprägt wurde und die Angst gepaart mit Unwissenheit der eigenen Bedürfnisse sowie der des Gegenübers spielen eine große Rolle.”

“Jeder Mensch sehnt sich nach einer Partnerschaft, weil es wissenschaftlich erwiesen ist, dass eine solche energiesparender für den Hirnstoffwechsel ist als das Single-Leben, und wenn sie funktioniert, sowohl das Glücksgefühl als auch die Lebensqualität steigert. Um eine erfüllte Partnerschaft zu führen, muss man sich nach der Selbstanalyse daran machen herauszufinden, wie der andere tickt.”

Drei Säulen der Partnerschaft sehen

“Jede Partnerschaft ist auf den drei Säulen Körper, Geist und Seele aufgebaut. Körperlich ist alles, was mit Sexualität zu tun hat, Geist bezieht sich auf die gemeinsamen Interessen und Einstellungen. Unter dem Aspekt Seele versteht man die Persönlichkeit eines Menschenin in Bezug auf ein Erklärungsmodell aus der griechischen Antike”, erklärt der Experte.

“Wenn ein Ungleichgewicht bei diesen drei Kriterien herrscht, sind die Voraussetzungen für eine erfüllende Partnerschaft nicht gegeben”, schlussfolgert Winter. “Wer nur aus Gründen der Sicherheit, weil er oder sie nicht allein sein will, mit jemandem zusammen ist, führt keine Partnerschaft.”

Den Ratgeber, den Winter jetzt geschrieben hat, widmet er all jenen, die auf der Suche nach der Erfüllung sind. “Es geht vor allem darum, die Stressfaktoren neu zu bewerten und Wissen darüber zu vermitteln, wie zwischenmenschliche Beziehungen funktionieren. Es gibt viel zu erfahren auf dem Weg zum erfüllten Partnerglück.”

Schluss mit falschen Erwartungen

“Falsche Erwartungen, nie geklärte Missverständnisse und pure Unwissenheit machen den Schmetterlingen im Bauch schnell den Garaus”, so Winter. Es sei definitiv klüger dem Erwartungsdruck zu entgehen, indem man die eigenen Erwartungen deutlich zurücknimmt. “Eine funktionierende Partnerschaft funktioniert wie Saiten auf einer Gitarre: Sie schwingen sich auf und verstärken einander.”

“Es ist übrigens ein interessantes Phänomen, dass viele Menschen, die Psychotherapien oder Coachings machen, in denen sie sich selbst kennenlernen, sich danach von ihrem Gefährten trennen, weil sie erkennen, dass diese Beziehung ihnen nicht ausreicht.” Für all jene, die mehr über ihre Beziehungen erfahren wollen, ist das neue Buch sehr gut geeignet.

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