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Dienstag, 25. April 2017
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Eine Magenspiegelung schafft Klarheit

Aus unserer Reihe „Medizinischer Ratgeber“ in Zusammenarbeit mit dem Chirurgen Dr. Philippe Bull.

Ihr Hausarzt hat Ihnen eine Magenspiegelung (Gastroskopie) verordnet. Keine Sorge, halb so schlimm, hier einige Fakten die Sie wissen sollten:

541364 original R by Dieter Schütz pixelio.de  Eine Magenspiegelung schafft Klarheit

Der obere Verdauungstrakt besteht aus Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm. Diese Organe haben außen eine Muskelschicht und sind mit einer Schleimhaut ausgekleidet. Beim Schlucken transportiert die Speiseröhre das Essen in den Magen. Dort wird es mit Verdauungssäften durchmischt und kräftig durchgeweicht.

Was passiert bei einer Gastroskopie?

Mit der Magenspiegelung ist es möglich, das Innere der Speiseröhre, des Magens und des Zwölffingerdarms anzusehen. Bei Erkrankungen des Magens können sich die Ärzte heute mit dem Gastroskop ein Bild von der Beschaffenheit des Inneren des Magens machen und so die Diagnose ohne großen Aufwand erstellen. Diese Erkrankungen betreffen vor allem die Schleimhaut des Magens. Es sind Magengeschwüre, Entzündungen und ein ungeregeltes Schleimhautwachstum in Form der sogenannten Polypen.

Diese Polypen lassen sich während der Untersuchung durch das Gastroskop abtragen und dadurch behandeln. Für die genaue Diagnosestellung von Veränderungen der Schleimhäute von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm werden mit einer winzigen „Zange“ Gewebeproben entnommen, ohne dass dies Schmerzen verursacht. Die Untersuchung der Gewebeproben erleichtert in vielen Fällen die Diagnosestellung erheblich.

Wie läuft die eigentliche Untersuchung ab

Während der Voruntersuchung, die etwa 10 bis 15  Minuten dauert, liegen Sie bequem auf der linken Seite. Die Helferin wird sich um Sie kümmern und dem Arzt assistieren. Sie ist die gesamte Zeit über für Sie da, also auch vor und nach der Untersuchung. Bitte kommen Sie nüchtern zu der Untersuchung und essen Sie die letzten 6 Stunden vorher nichts mehr! Die Untersuchung wird Ihnen keine Schmerzen bereiten.

Unangenehm ist lediglich das Würgereflex im Hals während das Gastroskop den Rachen passiert. Der Arzt wird Ihnen sagen, wann Sie schlucken müssen. Dadurch wird das Vorschieben des Gastroskops sehr erleichtert. Die Schleimhaut des Rachens wird vor der Untersuchung mit einem Spray eingesprüht, das durch eine örtliche Betäubung die unangenehmen Empfindungen mindert. Manchmal wird der Arzt vor der Untersuchung eine Beruhigungsspritze geben. Komplikationen auf eine solche Spritze sind nicht bekannt.

Das Gastroskop wird nun vorsichtig durch Mund und Rachen vorgeschoben. Durch Schlucken können Sie helfen. Durch die Speiseröhre wird das Gastroskop in den Magen weitergeschoben. Mit dem flexiblen Schlauch des Gastroskops kann der Arzt alle Teile des Magens ansehen. Wichtig ist die richtige Vorbereitung: Wenn der Magen nicht leer ist, kann der Arzt die Schleimhaut nicht vollständig beurteilen.

Die Biopsie

So vorhandene Schleimhautwucherungen, sogenannte Polypen gefunden werden, können diese durch das Gastroskop entfernt werden. Äußert selten kommt es nach einer Polypenentfernung von großer Polypen zu einer Nachblutung. Diese lässt sich jedoch mit dem Gastroskop stillen. In extrem seltenen Fällen kann es zu einer Perforation der Magenwand kommen, die dann operativ versorgt werden muss.

Nach der Untersuchung bitte eine Stunde lang nichts essen. Wenn Sie eine Beruhigungsspritze erhalten haben, fahren Sie an diesem Tag nicht mehr mit dem Auto.

Tätigkeiten, bei denen Sie sehr konzentriert sein müssen (z.B. Bedienen von Maschinen) dürfen Sie an diesem Tag nicht mehr ausführen. Nach einer Polypenentfernung

achten Sie bitte auf Schmerzen oder Blutabgang und informieren gegebenenfalls Ihren Arzt.

Nach einem komplizierten Eingriff wird Ihr Arzt Ihnen genau erklären, was Sie für die erste Zeit nach der Untersuchung zusätzlich beachten müssen.

Zusammenfassung:

Damit die Gastroskopie problemlos durchgeführt werden kann, sollten Sie folgendes beachten:

• Bitte kommen Sie nüchtern zur Untersuchung

• Die Untersuchung verursacht keine Schmerzen

• Bitte sagen Sie dem Arzt, ob eine der folgenden Angaben auf Sie zutrifft Blutungsneigung, Einnahme blutverdünnender Medikamente oder Aspirin, Vorliegen einer Herzerkrankung oder einer Allergie, Operationen an Magen oder Darm, Bestehen einer Schwangerschaft.

• Nach einer Beruhigungsspritze dürfen Sie am selben Tag nicht mehr mit dem Auto fahren oder Maschinen bedienen.

• Sind Polypen entfernt worden, so achten Sie bitte auf Schmerzen oder Blutungen und informieren Sie umgehend Ihren Arzt.

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Hinweis: Dieser Medizinische Ratgeber wurde in Zusammenarbeit mit dem Chirurgen Dr. Philippe Bull erstellt, der sich bereit erklärt hat sein Wissen und seine Erfahrungen hier einzubringen.

Foto: Dieter-Schütz_pixelio.de

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