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Sonntag, 17. Dezember 2017
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Kirschen günstig bei Gelenkschmerz

 Kirschen günstig bei Gelenkschmerz

Foto: pixelio.de/Hautumm

Hoher Anteil an Antioxidanten senkt Entzündungswerte.

Kirschen könnten dabei helfen, chronische Entzündungen zu lindern. Das behaupten Forscher der Oregon Health & Science University beim Treffen der US-Sportmediziner (ACSM) in San Francisco. Glaubt man den Wissenschaftlern, so zählen Kirschen zu den Nahrungsmitteln mit dem höchsten Anteil an Antioxidanten und können sich bei Menschen mit lähmendem Gelenkschmerz oder Arthrose günstig auswirken.

Schmerzlindernde Farbstoffe

Grundlage dieser Aussagen ist eine kleine Untersuchung an 20 Frauen im Alter von 40 bis 70 Jahren, die an entzündlicher Osteoarthose litten. Drei Wochen lang tranken sie täglich zwei Gläser Weichselsaft – und konnten dadurch bestimmte Entzündungsmarker im Blut verringern. Dabei profitierten jene Studienteilnehmerinnen am deutlichsten, die anfangs hohe Entzündungswerte aufgewiesen hatten. “Vorteil der Kirschen ist, dass die bei vielen Schmerzmitteln üblichen Nebenwirkungen ausbleiben”, sagt Studienleiter Kerry Kuehl.

Schon in einer früheren Studie bei Langstreckenläufern konnte Kuehl zeigen, dass sich Sauerkirschen-Saft günstig auf Folgen sportlicher Belastung wie Muskel- und Gelenkschmerzen auswirkt. Verantwortlich macht der US-Forscher jeweils sekundäre Pflanzenstoffe der Kirsche mit antioxidativer Wirkung, speziell der blaurote Farbstoff Anthocyan sowie Flavonoide. Von Anthocyan weiß man, dass es die Ausschüttung von entzündungsfördernden Prostaglandinen hemmt.

Als Einzelmaßnahme ungeeignet

“Die Ernährung kann Entzündungen wie etwa rheumatische Arthritis tatsächlich über den Stoffwechsel beeinflussen”, sagt Barbara Ritzert, Sprecherin der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie, im Interview. So sind etwa Obst und Gemüse günstiger als hoher Fleischkonsum, doch gehe es nicht um Einzelmaßnahmen, sondern um eine Gesamtumstellung. “Bleibt man bei Arthrose weiterhin bei der fetten Bratwurst, bringt der Weichselsaft dazu nichts”, betont Ritzert. Vielmehr sind sogar Negativ-Effekte denkbar, die man von Vitaminpillen kennt.

pte

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