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Freitag, 24. November 2017
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Nutzen der E-Medikation bestätigt

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@ Sozialversicherung

E-Medikation unterstützt Ärzte und Apotheker bei der Behandlung ihrer Patienten.

“Die unabhängige, wissenschaftliche Evaluierung des neunmonatigen Pilotprojekts zur E-Medikation bestätigt es klar: E-Medikation unterstützt Ärzte und Apotheker bei der Behandlung ihrer Patienten, indem sie schwere Wechselwirkungen oder doppelte Verschreibungen des gleichen Wirkstoffs aufdeckt. Patientinnen und Patienten können sich damit noch sicherer fühlen”, bestätigte Gesundheitsminister Alois Stöger zu den präsentierten Ergebnissen der Evaluierung.

Bei jedem neunten Besuch einer Patientin oder eines Patienten in der Arztpraxis oder Apotheke trat eine Warnung vor einer Doppelverordnung und damit vor der Gefahr einer möglichen Überdosierung auf. “Das Pilotprojekt hat auch wichtige Erkenntnisse für die tatsächliche Einführung gebracht”, so Stöger weiter. So müsse die Bedienung und Benutzerfreundlichkeit der Software deutlich verbessert und die Administration für die Ärzte und Apotheker erleichtert werden.

OEKONSULT Umfrage vom Mai 2012: 80% der Generation 60plus fordert sofortige Umsetzung der e-Medikation.

Die Ergebnisse der Mehrthemenumfrage zeigen, dass sich gerade die Generation 60plus mit ihrem häufig erhöhten Medikamentenbedarf eine wesentliche Verbesserung der Medikamentensicherheit wünschen. Auch bei älteren Menschen rangiert das Internet an dritter Stelle (vor Arzt/Ärztin und ApothekerIn) als bevorzugte Informationsquelle bei Medikamentenfragen. Trotzdem gilt die persönliche Beratung als unverzichtbar.

2 Nutzen der E Medikation bestätigt

Hier die Ergebnisse im Detail:

- 72% meinen, durch Lesen des Beipackzettels oder Internetrecherche auf persönliche Beratung nicht verzichten zu wollen.

- 75% erachten es als wichtig, bei jeder Medikamentenabgabe eine Prüfung auf etwaige Medikamenten-Wechselwirkung sicherzustellen.

- 84% sehen die e-Medikation als “durchaus positiv und wünschenswert”

- 80% fordern die umgehende Einführung der e-Medikation in Österreich

- 75% widersprechen der Darstellung, die Bürger wären ausreichend in die politische Diskussion zur Gesundheitsreform eingebunden.

- 91% betonen die Wichtigkeit des Hausarztes ihres Vertrauens.

- etwa 80% können nicht (vollständig) aufzählen, welche Medikamente sie im vergangenen halben Jahr eingenommen haben.

- 74% reklamieren, sie würden von verschreibenden Ärzten nicht ausreichend über allfällige Wechselwirkung dieser Medikamente informiert

- 72% bedauern ausdrücklich, dass die Gesetzwerdung der e-Medikation ins Stocken geraten ist.

Klarer Auftrag zur österreichweiten Umsetzung

Nach den schon äußerst positiven Umfragewerten aus dem Jahre 2011 von GfK Austria bei Bevölkerung und den niedergelassenen Ärzten geben nun auch die Wissenschaftler der Medizinischen Universität Wien für die e-Medikation eine klare Empfehlung ab:

Die e-Medikation unter Einbeziehung aller betroffenen Berufsgruppen und unter Berücksichtigung des Datenschutzes ist weiter zu verfolgen – und zwar flächendeckend. Sie wäre zudem bei verpflichtender Beteiligung aller betroffenen Gesundheitseinrichtungen und Berufsgruppen am wirksamsten. Für PatientInnen hat für die Teilnahme jedenfalls Wahlfreiheit zu gelten.

“Die Empfehlungen, des vorgestellten Evaluierungsberichtes werden in die weitere Umsetzung einfließen”, betont der stellvertretende Generaldirektor im Hauptverband der Sozialversicherungsträger, DI Volker Schörghofer. “Im Interesse der Patientensicherheit wird sich die Sozialversicherung – als Anwalt der Versicherten – weiterhin dafür einsetzen, dass die Politik die rechtlichen Grundlagen für e-Medikation schafft und die Empfehlungen des Evaluierungsberichtes in die österreichweite Umsetzung einfließen.”

Stöger: “Das Hauptresultat der wissenschaftlichen Evaluierung ist die Empfehlung, die E-Medikation flächendeckend einzuführen. Dabei sollen alle betroffenen Berufsgruppen eingebunden werden, besonderer Wert muss auf den Datenschutz gelegt werden.”

Hier finden Sie zum Thema e Medikation weitere Informationen und können sich Fragen und Antworten herunterladen.

In Kooperation mit dem Bundesministerium für Gesundheit

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