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Dienstag, 26. September 2017
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Österreichischer Skiverband initiierte „Skisturz-Studie“

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Bereits im Jahr 2002 führte das Institut für Sportwissenschaften der UNI Innsbruck (ISW) die 1. Skisturz Studie durch.  Umso interessanter der Vergleich mit dem Jahr 2011/12 (Befragungszeitpunkt).

Dabei kam heraus, dass insgesamt die Skifahrer einen gesünderen Lebensstil aufweisen als die Durchschnittsbevölkerung, sie sind sportlicher und aktiver, weisen einen niedrigeren Body Mass Index (BMI) auf und rauchen deutlich weniger.

„So hat aber auch die Sturzhäufigkeit in den vergangenen 10 Jahren deutlich abgenommen“ meinte der Projektleiter Univ. Prof. DDr. Martin Burtscher vom ISW.

In der vorliegenden Studie die in der Wintersaison 2011/12 durchgeführt wurde, wurden 6 Skigebiete erfasst und an 5 verschiedenen Terminen Befragungen durchgeführt. Insgesamt wurden 1.436 Skifahrer und Snowboarder befragt.

Interessant ist die Tatsache, dass Männer auf 14 Skitage pro Jahr kommen und Frauen auf 12,1 Skitage.. Immerhin gaben die befragten Männer an, dass sie 5,2 Stunden pro Woche Sport ausüben und bei den befragten Frauen liegt der Wert bei 4,2 Std.

Interessante Details

-       die Skilänge betrug im Durchschnitt 0,94xKörpergröße (also deutlich geringer als vor 10 Jahren)

-       77% trugen einen Helm (Frauen etwas häufiger)

-       7% trugen einen Rückenprotektor

-       etwa 18% der Skifahrer und fast 30% der Snowboarder waren Raucher

-       31% der männlichen Skifahrer und 16% der weiblichen Skifahrerinnen gaben an, während eines Skitages Alkohol zu trinken.

-       Bei nur 10% war die letzte Pause vor weniger als 2 Stunden vor Befragung

Was bedeutet das?

Der BMI lag bei den befragten Skifahrern mit 29% wesentlich geringer, als bei der durchschnittlichen Bevölkerung mit 45%. Männliche und weibliche Skifahrer sind wesentlich aktiver als die Normalbevölkerung. Allerdings fällt eine deutliche Abnahme der Aktivitäten bis zum 60. Lebensjahr auf, danach steigt sie wieder an.

Die Sturzhäufigkeit pro Skitag betrug 2002 für Normalskifahrer bei durchschnittlich einem Sturz pro tag, aktuell beträgt die Sturzhäufigkeit im Jahr 2011/12 bei 0,38 bei Skifahrern und bei Snowboardern bei 2,13, was eine deutliche Abnahe gegenüber dem Jahr 2002 bedeutet.

Deutlich fällt eine Abnahme der Sturzhäufigkeit mit zunehmenden Alter innerhalb beider Geschlechter auf, allerdings ist wiederum eine Zunahme bei den Frauen über 60 Jahren zu vermerken. Ältere (männliche) Skifahrer stürzen insgesamt weniger, verletzten sich allerdings häufiger als jüngere.

Die häufigsten Sturzursachen der Skifahrer waren der Häufigkeit nach geordnet: verschneiden, hohe Geschwindigkeit, unerwarteter Buckel und Zusammenstöße.

Daher empfehlen die Studienverfasser und der ÖSV folgende Maßnahmen zur Verletzungsprävention:

-       Trainingsvorbereitung (zB: ÖSV Ski Work Out)

-       Vernünftige Pausengestaltung

-       Fahrweise (tempo) dem Können anpassen

-       Skihelm tragen

Jedenfalls zeigt die Studie, dass aktives Skifahren auch bis ins hohe Alter möglich ist und man dabei gesünder bleibt als der Durchschnitt der Bevölkerung.

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