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Sonntag, 22. Oktober 2017
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Qualitätsstandards für die Pflege älterer Menschen

Gesucht werden einheitliche Qualitätsstandards.

Schweden beantragt die Entwicklung Europäischer Standards – Europaweite Umfrage

Mit dem Anstieg der Lebenserwartung und damit einem wachsenden Anteil älterer Menschen steigt auch der Bedarf nach Pflege, Versorgung und Rehabilitation. Die notwendigen Dienstleistungen werden von kommunalen ebenso wie von zahlreichen privaten bzw. karitativen Einrichtungen in unterschiedlicher Art und Umfang bereitgestellt. Was bisher allgemein fehlt, sind einheitliche Qualitätskriterien für diese Einrichtungen und deren Angebote. Aus Schweden kommt nun eine Initiative, europaweit gültige Qualitätsstandards für die Versorgung und Pflege älterer Menschen zu entwickeln.

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Über die schwedische Normungsorganisation SIS wurde deshalb ein entsprechender Antrag beim Europäischen Komitee für Normung CEN eingebracht, solche Standards zu erarbeiten. Derzeit – noch bis 26. Februar 2016 – läuft dazu eine europaweite Umfrage, um zu klären, ob auch in den anderen europäischen Ländern entsprechender Bedarf nach Europäischen Normen in diesem Bereich besteht.

Interessenten aus Österreich können sich dazu direkt an Austrian Standards wenden, das diese Stellungnahmen dann an CEN weiterleitet. Thematisch zuständig ist bei Austrian Standards das Komitee 258 “Betreutes Wohnen”. Wenn es europaweit ausreichend Zustimmung zu der schwedischen Initiative gibt, wird dieses Komitee auch die österreichische Mitwirkung auf europäischer Ebene betreuen.

Der offizielle Titel der europäischen Normungsinitiative lautet “Quality of care for elderly people in ordinary or residential care facilites”. Das noch zu gründende europäische Komitee (CEN/TC) wird Europäische Normen zur Qualität der Versorgung, Pflege und Rehabilitation von älteren Personen mit umfangreichen Bedürfnissen in Heimen oder Pflegeheimen entwickeln.

Diese Standards sollen zur Qualitätssicherung, zur Nachsorge, Beurteilung und Entwicklung entsprechender Dienstleistungen dienen. Sie können ebenso Grundlage für Beschaffungszwecke, Aus- und Weiterbildungen und Supervision sein. Gleichzeitig soll damit auch ein grenzüberschreitender europäischer Markt für Pflegedienstleistungen erleichtert werden.

Stellungnahmen bis 26. Februar 2016 in englischer Sprache an:
Dipl.-Ing. Dr. Karl Grün, Director Standards Development
E-Mail: k.gruen@austrian-standards.at

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