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Dienstag, 24. Oktober 2017
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Sterberate im Osten Österreichs höher

 Sterberate im Osten Österreichs höher

Foto: pixelio.de/Gerd Altmann

Geringeres Gesundheitsrisiko in Tirol.

Wer im Osten Österreichs lebt, hat ein höheres Risiko, krank zu werden. Das ist das Ergebnis einer Studie des Instituts für Sozialmedizin an der Medizinischen Universität Wien. Im Burgenland liegt die Mortalitätsrate bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Männern bei 372,4 pro 100.000 Einwohner, in Wien bei 370,8. Bei den Frauen “führt” ebenfalls das östlichste Bundesland vor Wien. Zum Vergleich: In beiden Statistiken ist Tirol mit 271,4 bzw. 403,9 vorbildlich. Der Gender Gap erklärt sich daraus, dass Frauen älter werden und dann häufiger an kardiovaskulären Erkrankungen sterben.

Sport hat anderen Stellenwert

Untersucht wurde die Mortalität an Herz-Kreislauf-Erkrankungen in den vergangenen sieben Jahren, in Verbindung mit den dafür bekannten Risikofaktoren wie Diabetes mellitus, Übergewicht, Bluthochdruck, körperliche Aktivität bzw. Inaktivität, Rauchen, Bildungsstatus und soziale Faktoren.

Gründe für das Ost-West-Gefälle gibt es viele. “Sport und Bewegung haben zum Beispiel in Westösterreich einen ganz anderen Stellenwert als im Osten”, so Thomas Dorner, Dozent am Institut für Sozialmedizin. Zudem zeigt die Befragung, dass sich viele Menschen in Ostösterreich über einen Mangel an sozialer Unterstützung bei Gesundheitsproblemen oder psychischen Beschwerden beklagen.

Bildungsgrad entscheidend

Was den Bildungsstatus betrifft, wird das Gefälle durch den höheren Akademikeranteil im Osten sogar gebremst. Bekanntlich geht ein geringerer Bildungsgrad mit einem höheren Gesundheitsrisiko einher. “Hätten wir im Westen genauso viele Akademiker wie im Osten, dann wäre der Unterschied zwischen Ost und West möglicherweise noch dramatischer”, unterstreicht Dorner. Dasselbe Gefälle zeigte sich auch bei ähnlichen Studien in Deutschland und in Frankreich. Die Schweiz ist das Land mit der geringsten Mortalität bei kardiovaskulären Erkrankungen.

pte

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