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Montag, 25. September 2017
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Yoga effektiv bei psychischen Störungen

Training ergänzend zur medikamentösen Behandlung wirksam.

 Yoga effektiv bei psychischen Störungen

Gezielte Atem- und Körperübungen als zentrale Bestandteile von Yoga sind ein vielversprechender ergänzender Ansatz in der Behandlung psychischer Störungen. Zu diesem Schluss kommt eine Metaanalyse des Universitätsklinikums Jena. Yoga ist laut den Experten zudem kostengünstig und hat kaum Risiken oder Nebenwirkungen.

Signifikanter Effekt

Insgesamt waren über 1.300 Probanden in die betrachteten Studien eingeschlossen, die zum Großteil in den USA und Indien durchgeführt worden waren. In diesen Untersuchungen wurde Yoga zur Behandlung verschiedener psychischer Störungen eingesetzt: Ein großer Teil der Studien betrachtete Patienten mit Schizophrenien und Depressionen, aber auch bei Substanzabhängigkeiten, Angst- und anderen Störungen absolvierten die Probanden Yoga-Übungen – immer in Gruppen und unter Anleitung eines Yoga-Lehrers.

“Meist erfolgte das Training ergänzend zu einer medikamentösen Behandlung, die teilweise auch von anderen therapeutischen Interventionen begleitet wurde. Doch gab es auch Studien mit Yoga als alleinige Therapie”, erklärt Forscherin Jenny Rosendahl. Die Kontrollgruppen bekamen keine zusätzliche Behandlung, in einigen Studien wurde das Yoga mit Sport, Aufmerksamkeitskontrolle oder Psychotherapie verglichen. In Summe zeigte sich ein signifikanter Effekt von Yoga, was die Linderung der Symptome der Störungen anbetrifft.

Körperorientiertes Yoga

Die Ergebnisse fallen heterogen aus. Im Vergleich mit Sport oder Aufmerksamkeitskontrolle erwies sich Yoga als effektiver. Als Ergänzung zu einer medikamentösen Behandlung war Yoga etwa genauso wirksam wie eine psychotherapeutische Standardbehandlung. Die Wissenschaftler weisen aber auch auf Einflussfaktoren hin, die es weiter zu untersuchen gilt. So fand sich in jüngeren Arbeiten ein geringerer positiver Effekt, was die Autoren der zunehmenden Standardisierung der Studien zurechnen.

Auch profitierten ambulant und stationär Behandelte weniger vom Yoga als Studienteilnehmer, die sich gerade nicht in Behandlung befanden. Also auch die Schwere der Störung könnte eine Rolle spielen. “Körperorientiertes Yoga sollte als ergänzende Behandlungsmöglichkeit bei psychischen Störungen in Betracht gezogen werden”, unterstreicht Rosendahl. “Es kann störungsspezifische Symptome reduzieren und zur Verbesserung von Wohlbefinden und Lebensqualität beitragen. Um die spezifischen Effekte von Yoga besser bewerten zu können, sind aber weitere, qualitativ hochwertige Studien notwendig.”

pte

Foto: Martina Mittag

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