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Freitag, 22. Juni 2018
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Golfer Mathias Schwab

Das Jahr 2017 hatte es für den Profi-Golfer Matthias Schwab in sich:

Beim Turnier in Atzenbrugg gab er sein Profidebüt, wenige Monate später sicherte er sich über die Tour School die Spielberechtigung für die European Tour. Österreichs Nummer 2 zeigt sich dabei seit Saisonbeginn relativ konstant und beeindruckt zwischendurch immer wieder mit sehr guten Runden. Das Ziel für das Heimturnier im SPORT.LAND.Niederösterreich ist für den Steirer klar: Nach Platz 43 im letzten Jahr will er heuer definitiv noch weiter nach vorne im Klassement.

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Wenn wir aufs vergangene Jahr zurückblicken, als du im Juni 2017 in Atzenbrugg erstmals als Profi abgeschlagen hast: Es hat sich sehr viel getan in diesem einen Jahr. Was hat sich für dich am meisten verändert? Wie zufrieden bist du mit deinem ersten Jahr als Profi?

Ich hatte ein interessantes erstes Jahr als Profi mit vielen neuen Erfahrungen. Es war sicher die golfreichste Zeit, die ich bis jetzt in meiner Karriere hatte. Jetzt als Profi bin ich fast jede Woche unterwegs, spiele auf tollen Plätzen und habe Spaß bei der Sache. Es war ein gutes erstes Jahr, aber zufrieden ist man als Sportler eigentlich nie.

Was waren die Highlights bislang für dich in diesem einen Jahr?

Das erste Highlight war natürlich die erste Turnierwoche als Profi, das hat sich terminlich schön mit Atzenbrugg ergeben, was schon gut gepasst hat. Die Qualifying-School war sicher ein Highlight und auch die Indian Open mit Platz 4 waren top.

Hat dieses erste Jahr als Profi ungefähr deine Erwartungen erfüllt? Oder ist einiges doch anders gekommen?

Ich hatte wenig Erwartungen am Anfang. Ich konzentrierte mich letztes Jahr bis zum Schluss auf die Uni und das Golfteam in den USA, hatte also kaum Zeit, mir Gedanken über die ersten Monate als Profi zu machen. Und als ich dann Profi wurde, ging es bei jedem Turnier stressig zu, da hatte ich auch kaum Zeit, mir den Kopf über Dinge zu zerbrechen, die nicht in meiner Kontrolle sind.

Das European-Tour-Turnier in Atzenbrugg trägt heuer den Titel „Shot Clock Masters“ und sorgt für eine Weltpremiere: Erstmals wird bei einem Turnier bei jedem Spieler und bei jedem Schlag eine Shot Clock eingeführt. Wie stehst du zu dieser neuen Regelung?

Ich bin ein großer Befürworter dieses neuen Formats, alles was die Tour machen kann, um das Spiel zu beschleunigen, finde ich gut. 5-Stunden-Runden passieren viel zu oft, sind auch wirklich nicht unbedingt lustig, sondern eher anstrengend. Deshalb sehe ich diesen Test als positiv.

Zählst du dich zu den eher langsameren Spielern oder zu den schnelleren Spielern auf der Tour?

Ich würde schon sagen, dass ich einer der zügigeren Spieler auf der Tour bin. Ich erwarte mir keine Probleme mit dem Format und der Shot Clock.

Wie sehr lässt du dich von einem Flightpartner, der augenscheinlich zu langsam spielt, irritieren und ablenken?

Das hat auf mich überhaupt keinen Einfluss. Wenn ein Flightpartner zu langsam ist, dann kommt eh ein Referee und weist den darauf hin. Als Mitspieler von langsamen Spielern muss man einfach über den Dingen stehen und cool bleiben.

Ändert sich für dich heuer in Atzenbrugg etwas oder gehst du mit der gleichen Einstellung und Erwartungshaltung wie im Vorjahr ins Turnier?

Für mich ändert sich gar nichts. Ich schaue von Turnier zu Turnier und gebe jede Woche mein Bestes, kämpfe um jeden Schlag und schaue, was am Ende dabei herauskommt.

Was ist deine Zielsetzung für die heurige Saison? Wo willst du am Ende der Saison stehen?

Ich will die Karte für die European Tour behalten.

Wieviel Zeit bleibt dir derzeit neben dem Golf eigentlich? Du bist ja beim Bundesheer, wie oft musst du einrücken bzw. deinen Dienst versehen?

Ich bin jetzt beim HLSZ Rif in Salzburg und werde dort von Vzlt. Geiger super unterstützt und kann mich daher voll auf den Sport und das Training konzentrieren. Nach dem großen Trainingsrückstand, den ich im Jänner aufgerissen habe, komme ich nun immer besser in den Rhythmus.

Wie gestaltest du deine Tage, wenn du wirklich einmal frei hast?

Frei in dem Sinn habe ich eigentlich nie. Mein Team und ich suchen immer Wege, um besser zu werden. Zur Entspannung gehe ich gerne wandern oder spiele Fifa auf der Playstation.

Wie oft geht sich eigentlich noch eine Golfrunde mit der Familie aus?

Hin und wieder, wenn ich daheim bin. Aber es kommt doch eher selten vor, dass ich mit der Family eine Runde spiele. Wenn ich daheim bin, mache ich lieber etwas anderes mit ihnen.

Du hast zuletzt einen Fallschirmsprung absolviert. War das ein länger geplanter Traum für dich? Was sind Dinge, die du auf jeden Fall einmal machen bzw. erleben möchtest?

Das ist zufällig entstanden, da das Red Bull Skydive Team gerade in der Region trainiert hat und auch einen Tandemschirm dabei hatte. Das war sicher auf meiner Bucket List, war schon ein extrem cooles Erlebnis und kann ich nur weiterempfehlen.

Du bist auch sehr aktiv auf den Social-Media-Plattformen Facebook, Instagram und Twitter. Auf welchem Kanal bist du eigentlich am liebsten bzw. was verwendest du am öftesten?

Ich poste regelmäßig Updates, um meine Freunde und Fans auf dem Laufenden zu halten. Ich versuche auf allen Plattformen zu posten, denn damit erreiche ich die meisten Personen. Alle drei Plattformen haben ihre Vorteile und sind natürlich unterschiedlich in der Benutzung. Ich bin ein Fan von allen drei.

Vielen Dank für das Gespräch!

Foto: Markus Berger / Red Bull Content Pool

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