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Montag, 25. September 2017
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KR Friedrich Frey

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KR Friedrich Frey Toyota Frey

Im Gespräch zum Thema “Generationen übergreifendes Zusammenarbeiten”.

BLL: Ihre Unternehmensgruppe gehört in der Automobilbranche zu einer fixen Größe, wie hat alles begonnen und wo steht das Unternehmen heute?

Frey: Wie wir im Jahr 1971 mit Toyota in Österreich begonnen haben, war Toyota als japanischer Hersteller vollkommen unbekannt. In der aktuellen österreichischen PKW-Bestandsstatistik 2010 findet man Toyota unter den Top-Ten Marken von Europa und als Japans Automobilhersteller Nr.1. Besonders stolz sind wir aber über die Tatsache, dass Toyota bei der Kundenzufriedenheit den Spitzenplatz belegt und hier sehen wir unsere große Herausforderung – nicht um etwas anders zu machen – sondern ständig an Verbesserungen zu arbeiten!

BLL: Ihre Tochter Anja Frey-Winkelbauer und Ihr Sohn Dr. Friedrich Frey arbeiten ja schon seit vielen Jahren im Unternehmen mit, wie funktioniert die Zusammenarbeit der beiden Generationen und was kann man daraus lernen?

Frey: Die Zusammenarbeit funktioniert hervorragend. Strategische Entscheidungen werden gemeinsam getroffen, deren Umsetzung ist aber durch strikte Festlegung der Zuständigkeitsbereiche klar definiert. Wir sprechen sehr viel miteinander und können so extrem flexibel auf neue Situationen reagieren.

BLL: Arbeiten Sie heute noch persönlich im Unternehmen mit und welche Schwerpunkte zählen heute zu Ihrem Betätigungsfeld?

Frey: Natürlich arbeite ich persönlich mit. Bei TOYOTA tut sich enorm viel und es ist extrem bereichernd für so eine Marke zu arbeiten. Wir wollen in Österreich die Marke gemeinsam wieder stärken und dafür sind die Anstrengungen jedes einzelnen TOYOTA-Mitarbeiters notwendig. Wir wollen langsam, aber stetig wachsen und größer werden, und dabei gilt es, die richtigen strategischen und langfristigen Entscheidungen zu treffen.

BLL: Wie hoch ist eigentlich der Anteil an älteren Mitarbeitern im Unternehmen und welche Erfahrungen haben Sie mit dieser Altersgruppe?

Frey: Wir haben viele Mitarbeiter im Unternehmen, die seit mehreren Jahrzehnten im Betrieb tätig sind. Wir sind sehr stolz und legen viel Wert darauf, dass unsere jungen Mitarbeiter vom Wissen unserer erfahrenen Mitarbeitern profitieren. Andererseits können auch die älteren Kollegen von unseren jungen Mitarbeitern viel lernen, da neue Ideen das Betriebsklima bereichern und so viele spannende Projekte entstehen. Wir sind überzeugt, dass ein gedeihliches Miteinander von jungen und erfahrenen Kollegen optimal für ein Unternehmen wie unseres ist.

BLL: Die Entwicklung ihrer Unternehmensgruppe ist an sich schon eine Erfolgsgeschichte, auf welche Leistungen als Unternehmer sind Sie besonders stolz?

Frey: Wir haben in den vergangenen 42 Jahren eine funktionierende und erfolgreiche Organisation aufgebaut. Viele unserer Partner sind seit Anbeginn dabei, weshalb ein Vertrauensverhältnis vorhanden ist und die meisten unserer Partner auch in schwierigeren Zeiten zu TOYOTA gestanden sind. Besonders freuen wir uns, dass wir TOYOTA auf dem österreichischen Automarkt etablieren konnten und die Marke sehr gut positionieren konnten. Als oberste Priorität steht bei uns aber optimaler Kundenservice. Nur wenn die Kunden zufrieden sind, kommen sie wieder. Wir sind sehr stolz, dass wir bei der Kundenzufriedenheit seit Jahren Bestwerte erzielen.

BLL: Was machen Sie heute, welche beruflichen und privaten Aufgaben und Ziele haben Sie sich für die Zukunft vorgenommen?

Frey: Wir haben zwei schwierige Jahre hinter uns, die sich leider auch in den Verkäufen niedergeschlagen haben. Nun bemerken wir aber eine Aufbruchsstimmung, sowohl bei uns innerhalb der Unternehmensgruppe, als auch bei unseren Partnern und bei unserem Lieferwerk. Unser Ziel in Österreich ist klar definiert: Wir wollen wieder 15.000 Fahrzeuge verkaufen und einen Marktanteil von mehr als 5 Prozent erreichen. Wir sind überzeugt, dass wir dieses Ziel erreichen, da wir viele neue Modelle bekommen haben und noch weitere wichtige Fahrzeuge wie der Auris, Verso oder RAV4 kommen.

BLL: Wenn Sie zurückblicken auf ihren Lebensweg, welchen Rat können Sie jungen Unternehmern für die Zukunft geben?

Frey: Wir als TOYOTA Frey sind überzeugt, dass der ehrliche Weg zielführender ist. Vielleicht dauert dieser Weg oftmals länger und ist beschwerlicher, aber für unser Unternehmen ist es eindeutig der richtige und bessere Weg. Wir halten nichts von unüberlegten kurzfristigen Entscheidungen, denn diese bereut man in den meisten Fällen sehr schnell wieder. Wir haben unseren Weg eingeschlagen und diesen setzen wir fort, da wir damit in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich waren. Ich glaube, dass sich dies auch unsere Partner, Mitarbeiter und die Kunden erwarten.

Vielen Dank für das Gespräch!

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