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Samstag, 21. Oktober 2017
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Das Zillertal im Sommer mit allen Sinnen genießen

Vier Tage im Zillertal und fast alles erleben was den Sommer in diesem schönen Tal erst ausmacht.

Station machten wir in Fügen, rund 25 Minuten von der Inntalautobahn, wenn man in das Zillertal einbiegt. Ein bisschen verrückt klingt unser Monsterprogramm schon, aber es war wunderbar und gar nicht so anstrengend wie wir vermuteten.

Aber der Reihe nach.

Unser Tag eins:

Als Hotel in Fügen können wir das Hotel Held ein 4-Sterne Superior Haus sehr empfehlen, ein sehr familiär geführtes Haus mit einer tollen Wellness- und Badelandschaft, vielfältigen Beautyangeboten von der Massage bis zur Gesichtsbehandlung alles ist möglich. Auch ein Hoteleigenes Biotop gehört dazu. So haben wir den ersten Tag am Pool verbracht uns kulinarisch und auch sonst richtig verwöhnen lassen.

 Das Zillertal im Sommer mit allen Sinnen genießen

Das Hotel bietet Halbpension an und mittags und nachmittags gibt es kleine Köstlichkeiten für zwischendurch. Überhaupt hat sich das Hotel Held der regionalen Küche verschrieben und der Tag beginnt mit einem herzhaftem Frühstück mit frisch gepressten Säften und Ham and Egg von glücklichen Hühnern. Wer Lust auf mehr Bewegung hat, kann sich im 60 m2 großen Panorama-Fittnessraum austoben und an seiner Fitness feilen. Die Geräte sind allesamt neu und bestens gewartet.

Für Entspannung sorgt nachmittags die große Wellnesslandschaft mit dem Außen- und Innenschwimmbad und die insgesamt sieben Saunen teils mit echtem Zirbenholz und die Ruheräume mit Wasserbetten und Heubetten.

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 Das Zillertal im Sommer mit allen Sinnen genießen

Am Abend werden herrliche Spezialitäten gereicht, die Küche ist raffiniert und man freut sich immer schon auf das Abendessen, das wir mit einem guten Schluck Wein ausklingen lassen. Besonders angenehm empfanden wir das jeden Tag bei Abendessen die Chefin persönlich bei jedem Gast vorbeischaut und sich nach dem Wohlbefinden erkundigt, Tipps und Ratschläge für den nächsten Tag gibt.

Unser Tag zwei:

So erholt und frisch gestärkt, brechen wir schon zeitig Richtung Hintertux zum Skifahren zum Hintertuxer Gletscher auf. Rund 50 Minuten benötigt man von Fügen aus, man sollte im Sommer eine der ersten Auffahrten erreichen, da dann der Schnee die beste Qualität hat. Die Seilbahn startet um 9.15 Uhr. Je nachdem ob Sie ihre eigenen Ski mithaben  oder nicht, kann man sich an der Talstation und in fast allen Sportgeschäften im Zillertal die Ski, Schuhe und Stöcke ausborgen.

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In wenigen Minuten kommt man mit dem Gletscherbus 1, 2 und 3 auf die Gefrorene Wand in 3.250 m Höhe. Oben angekommen ist man in einer anderen Welt, überall Schnee, Pisten und Lifte. Wir genießen zunächst den Augenblick und sind beeindruckt von der tollen schneebedeckten Bergkulisse und kommen mit dem schauen gar nicht nach. Doch dann beginnen wir unsere ersten Schwünge. Der Schnee ist zunächst hart, wir fahren vorbei an vielen gesetzten Slalom- und Riesenslalomkursen auf denen die Nachwuchsrennläufer trainieren, aber auch so mancher ÖSV Rennläufer trainiert hier früh morgens. Es ist ein Genuss den jungen Läufern zuzusehen wie geschmeidig und schnell sie durch die Tore flitzen.

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Wir fahren zunächst auf die gegenüberliegende Sonnenseite zum Großen Kaserer auf 3.268 m. Die Piste liegt in der Sonne und morgens ist der Hang bestens firnig und ein Vergnügen zum schwingen. Dann versuchen wir die Abfahrt zum Tuxer Fernerhaus auf 2.660 m. Unglaublich wie groß das Gletscherskigebiet ist und zumindest morgens sind die Pisten bestens befahrbar, ab mittags wird es weicher und für uns Zeit eine Einkehr im neu renoviertem Tuxer Fernerhaus zu machen. Die großzügige Sonnenterrasse ladet zum verweilen ein und wir essen den obligatorischen Kaiserschmarrn und sind noch immer ergriffen von unserem Skierlebnis das man sich einmal gönnen sollte. Es zahlt sich aus.

Am frühen Nachmittag fahren wir hinunter und wieder Richtung Fügen. Unterwegs machen wir noch eine kleine Station in Hippach und besuchen die Schnapsbrennerei Spitaler am Schwendberg 268. Der von Markus Spitaler geführte Betrieb zählt zu den Traditionsbetrieben im Zillertal, bereits vor 300 Jahren erhielten seine Vorfahren von der Kaiserin Maria Theresia das sogenannte „Brennrecht“ verliehen.

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Heute zählt die Schnapsbrennerei Spitaler zu den Aushängeschildern der Tiroler Edelbrand-Szene. Zahlreiche Urkunden, Auszeichnungen und Medaillen erhielt Markus Spitaler und im Jahr 2014 wurde er im Rahmen der Destilata zum Edelbrenner des Jahres gewählt und gekürt. Unbedingt sollten Sie vorher anrufen und den Besuch ankündigen, dann nimmt sich Markus persönlich Zeit und zeigt die Schnapsbrennerei und erklärt die Unterschiede zwischen Edelbrand und Spirituosen. Edelbrände wie er sie herstellt, werden aus reinen Früchten ohne chemische Zusätze und Geschmacksträger hergestellt.

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Natürlich kann man auch verkosten und es empfiehlt sich auch einen kleinen Vorrat für zu Hause einzukaufen.

Späteren Nachmittags genießen wir wieder die Annehmlichkeiten im Hotel Held und relaxen bis zum Abendessen.

 Das Zillertal im Sommer mit allen Sinnen genießen

Unser Tag drei:

Am dritten Tag haben wir eine Radtour gebucht, die man entweder direkt im Hotel Held bucht und der Tour Guide ist niemand geringerer als der Chef persönlich, oder man fährt auf eigene Faust, was natürlich nicht so schön ist, denn Herr Held kennt alle Wege bestens und man erhält alle Informationen über die Bergwelt. Wir entscheiden uns für E Mountainbikes und starten in der Zillertal Arena zu einer „Schmankerltour“. Entweder kann man vom Tal bergauf fahren (die Bestzeiten liegen bei rund einer Stunde) oder für weniger Sportliche mit der Rosenalmbahn gemütlich samt dem Bike hinauf gleiten.

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Oben machen wir einen Einkehrschwung in der Kreuzwiesenalm auf 1.884 m und stärken uns. Je nach Lust und Laune kann man oben noch kleine Touren machen, was uns unser Guide natürlich abverlangt oder man kann dann gleich ins Tal abfahren.

Zu Mittag sind wir wieder im Hotel und Dank der E-Bikes sind wir auch gar nicht total kaputt. Nach einer kleinen Stärkung entschließen wir uns den seit 2013 eröffneten und seit heuer vollständig bespielbaren neuen Golfplatz in Uderns zu besuchen.

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Freundlich werden wir vom ehemaligen ÖSV Abfahrer Peter Rehak dem Clubmanager begrüßt. Direkt am Golfplatz werden gerade noch die letzten Arbeiten an den neuen Hotel „Golf Residenz“ gemacht und der Golfplatz, die Driving Range alles ist sehr großzügig gestaltet. Der Golfplatz Uderns zieht sich leicht hügelig durch das vordere Zillertal und man hat von jedem Abschlag immer wieder einen herrlichen Ausblick. Die durchwegs anspruchvollen und abwechslungsreichen Fairways sind relativ breit und einfach zu spielen, aber bieten auch den Profis genügend Schwierigkeiten. Das eine oder andere besondere Hole sorgt für aufregende Momente.

Wir meistern den Platz ordentlich und diskutieren im Clubhaus bei einem kühlen Bier über die verlorenen Schläge und Putts und denken wenn das nicht gewesen wäre dann…. Ja so ist Golf eben, immer wieder eine Herausforderung. Insgesamt ist der Platz in einen tatenlosen Zustand, und wenn in ein zwei Jahren auch noch das Gras komplett verwachsen ist und die Bäume größer werden, könnte das einer unserer Lieblingsplätze werden.

Nun freuen wir uns aber schon auf unser Abendsessen im Hotel Held und sind nach unseren Erlebnissen schon ziemlich hungrig – umso mehr genießen wir die vielseitige Küche.

Unser Tag vier:

Heute steht eine mittelschwere Wanderung zum Brandenberger Joch an. Wir treffen um 8.15 h unseren Bergführer Stefan und fahren mit ihm mit der Gerlossteinbahn hoch. Die Wanderung beginnt beim Gasthof Gerlosstein auf 1.620 m über das Brandberger Joch (2.307 m) weiter zum Brandberger Kolmhaus auf 1.845 m und dann der Abstieg nach Brandenberg.

 Das Zillertal im Sommer mit allen Sinnen genießen

Insgesamt waren wir rund 4,5 Stunden unterwegs, man braucht feste Bergausrüstung und unbedingt hohe Bergschuhe ohne diesen uns der Bergführer nicht gehen ließ. Atemberaubende Ausblicke in die umliegende Bergwelt entschädigen uns für unsere Mühe. Aber so schlimm war es dann doch nicht und die zünftige Speckjause gab uns neue Kraft. Am frühen Nachmittag verabschieden wir uns von Stefan mit einem herzlichen „Berg Heil“ und danken ihm für die schönen Momente und Erlebnisse.

Am Rückweg fahren wir noch mit dem Auto auf die mitten im Ski- und Wandegebiet liegende Platzlam auf 1.790 m. Die Platzalm die von dem jungen Ehepaar Eva und Martin Wimpissinger im Jahr 2008 gebaut wurde und geführt wird bietet einen herrlichen Blick in das Zillertal, eine großzügige Sonnenterrasse und traditionelle Speisen an Zillertaler Gerichten, Der begeisterte Golfer und Hüttenwirt hat noch einiges vor, aber so ganz wollte er es uns noch nicht verraten, nur soviel konnten wir in Erfahrung bringen, es soll ein tolles Wellnessangebot werden und einige Zimmer mehr werden. Schon jetzt können Frühaufsteher bei ihm eine Sonnenaufgangstour buchen. Die Platzlalm ist von Dezember bis April und im Sommer von Pfingsten bis Oktober geöffnet.

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Wo wir den Rest des Nachmittags verbrachten können Sie sich denken. Am Biotop lassen wir nochmals die vier Tage Revue passieren und sind schon einigermaßen stolz, nicht deswegen weil wir „durchgehalten“ haben, sondern das wir diese Vielseitigkeit und die enormen Möglichkeiten des Zillertals in vollen Zügen ausgekostet haben. Ein kleiner Traum ist für uns in Erfüllung gegangen und wir sind schon gespannt wer uns über sein persönliches Sommer-Zillertal-Erlebnis berichten wird.

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