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Sonntag, 22. Oktober 2017
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Korfu, die grüne Insel

Die siebtgrößte Insel Griechenlands wartet neben einem mediterranem Klima, kristallklarem Wasser, mit noch allerhand Sehenswerten auf.

Schon der Anflug auf die Insel Korfu (Flugdauer ca. 1,50 Std.) ist aufregend, knapp über dem Meer, ganz nahe an Häusern, über eine kleine Insel mit dem bekannten Kloster landet die Maschine auf dem Flugplatz in der Hauptstadt Korfu. Gleich hat einem die griechische Mentalität vereinnahmt. Die Griechen sind meist freundlich und begrüßen alle Ankommenden mit „Kalimera“ – was so viel wie „Wie geht es Dir?“ bedeutet.

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Egal ob Sie einen Badeurlaub oder einen Erlebnisurlaub planen in Korfu, Sie sind hier immer gut aufgehoben – es gibt für alle etwas. Am besten sucht man sich ein Hotel seiner Wahl, in unserem Fall das Family Hotel SENTIDO Apollo Palace in Messonghi, dass man am besten über die Neckermann/Thomas Cook Gruppe bucht. Hier finden Sie noch weitere Hotelangebote von Thomas Cook. Idealerweise bieten die meisten Hotels All Inclusive an, d.h. wie beim SENTIDO Apollo Palace sind eine große Auswahl an freien Getränken, Cocktails, Kaffee und Eis ganztägig zur Verfügung. Einfach zur Bar am Pool gehen und bestellen – das spart speziell mit Kindern das Urlaubsbudget.

Die großzügige Hotelanlage besteht aus vielen kleineren Häusern mit maximal zwei Stockwerken, meist mit Balkonen und Vorgärten. Die Zimmer sind sehr modern und originell eingerichtet, sodass man sich hier richtig wohlfühlen kann. Grüne Gärten, zwei großdimensionierte Pools und ein eigener Hotelstrand 5 Minuten außerhalb stehen zur Verfügung. Auch für Sport ist gesorgt, neben einem Fitnessraum und Wellnessanlage mit Massagemöglichkeiten stehen auch Animateure zur Verfügung. Außerhalb gleich beim Strand kann man alle möglichen Bootsausflüge in die nähere Umgebung buchen.

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Im Hauptrestaurant können Sie mittags und abends richtig schlemmen. Eine gute Mischung zwischen lokalen griechischen und internationalen Gerichten steht zur Verfügung. Wenn Sie Lust haben, können Sie gleich neben dem Pool und der Bar im A La Card Restaurant ganz individuell speisen.

Man genießt die Tage hier und träumt dabei von der einen oder anderen Erlebnistour auf der Insel Korfu. Wenn Sie was erleben wollen, kein Problem.

Viele Ausflugsmöglichkeiten auf Korfu

Meist gleich im Hotel bei der Reiseleiterin oder bei einem örtlichen Agenten kann man sich für eine der zahlreichen Ausflugstouren entscheiden und buchen. Wir wollen Ihnen zwei Touren vorstellen, die sich anbieten um einen guten Überblick über Korfu zu bekommen, zum einem die Tour „Stadt Korfu mit dem Achilleion“ und zum anderen eine Ganztägige Tour in den Norden der Insel Korfu.

Um 13.45 holt der Bus die Gäste von Hotel ab und es geht Richtung Korfu Stadt. Rund 20 Minuten später ist man in Korfu Stadt. Hier muss man noch kurz in einen anderen Bus umsteigen mit deutscher Reiseleitung und schon geht es die schmale Straße zwischen den rotbraunen Häusern zum Achilleion.

Das Achilleion hoch über der Stadt Korfu mit wundbaren Blick

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Das Achilleion wurde auf der Liegenschaft des Korfioten Petros Brailas-Armenis einem Freund der Kaiserin Sisi nach seinem Tod errichtet. Den Namen erhielt es nach Achilleus, den Sisi wegen seiner Kraft bewunderte.

Der Vorgängerbau war eine desolate und baufällige Villa, die in Besitz von Herrn Tagliavacca war, der ein Verwandter der Familie Braila war. Kaiserin Sisis Reisebegleiter Alexander Freiherr von Warsberg beschrieb das Areal mit der alten Villa Braila in seinem Buch Odysseeische Landschaften, das 1878 erschien, so eindrucksvoll, dass Elisabeth, nachdem sie sein Buch gelesen hat, sich in dieses alte Haus verliebte und es erwerben wollte.

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Ab diesem Zeitpunkt betrachtete Sisi die Insel Korfu als ihre neue, künftige Heimat und schwärmte: Korfu ist ein idealer Aufenthalt, Klima, Spaziergänge im endlosen Olivenschatten, gute Fahrwege und die herrliche Meeresluft. Die alte Villa hat Sisi während ihres zweimonatigen Aufenthaltes im Jahr 1888 eingerichtet und bewohnt, jedoch konnte das Grundstück von Kaiser Franz Joseph erst 1889 erworben werden. Warsberg war auch Experte der griechisch-antiken Kultur und Elisabeth beauftragte ihn mit der Planung eines neuen Palastes im Stile der griechischen Architektur.

Anfangs sollte Theophil Hansen den Palast entwerfen, doch nach ersten Zeichnungen Hansens entschied Sisi sich jedoch für Raffaele Carito (und Antonio Landi) aus Neapel. Carito stellte die Entwürfe bis 1889 fertig.

Bis zu ihrem Tod im Jahr 1898 besuchte Sisi das Achilleion immer wieder, ihr Gatte Kaiser Franz Joseph besuchte es nie. Die Möbeln des Achilleion wurden zum Teil später zurück nach Österreich gebracht, um dort „korfiotische Zimmer“ einzurichten, ebenso Tafelgeschirr, Bestecke und Gemälde. Diese Gegenstände wurden von den Erben dann großenteils auf dem freien Markt veräußert.

Kaiser Wilhelm II. kaufte das Achilleion schließlich im Jahr 1907 von den Erben. Der früher vorwiegend privat genutzte Palast wurde in ein diplomatisches Zentrum umfunktioniert. Später dann fiel das Gebäude wieder an den griechischen Staat und dies verpachtete den ersten Stock an einen Casinobetreiber. Heute ist das Achilleion eines der meist besuchten Sehenswürdigkeiten in Korfu. Unbedingt sollten Sie auf der wunderschönen Aussichtsterrasse „Bella Vista“ sich einen Kaffee und eine kleine Erfrischung gönnen, ehe es wieder in die Stadt Korfu mit dem Bus geht.

UNESCO Weltkulturerbe in Griechenland – die Altstadt von Korfu Stadt.

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Es bleibt einem genug Zeit für einen ausgiebigen Spaziergang durch das historische Zentrum der Hauptstadt Korfu. Malerische Plätze, alte Häusern und Cafes und Geschäfte laden ein zum verweilen und einkaufen.

Zwischen dem Alten und Neuen Hafen befindet sich das Herz des historischen Stadtzentrums. In fast neapolitanischer Weise, weht die Wäsche über den schmalen, verwinkelten Gassen. Korfu-Stadt und die vielen Touristen – aber man braucht nur einige Meter von den mit Souvenirs überladenen Gassen abweichen, um in das alte Korfu einzutauchen.

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Der Hauptplatz von Korfu-Stadt ist die Esplanade gegenüber dem Alten Hafen. Arkaden mit zahlreichen Cafés säumen den Platz, wo Taxis und Busse abfahren, aber auch Pferdekutschen zu einer alternativen Stadtrundfahrt einladen.

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Unser Tour führt uns nach einem ausführlichen Rundgang durch Korfus Altstadt, weiter zum Aussichtspunkt Kanoni.

Ein eindrucksvoller Blick von Kanoni auf die Mäuseinsel und das „Klosterinselchen“ Vlacherna gehört zu den Besonderheiten von Korfu. Der Aussichtspunkt Kanoni liegt an der Spitze der Halbinsel Analipsi und ist ein Must! Von hier aus kann man auch sehr gut das Landen und Starten von Flugzeugen beobachten. Der Aussichtspunkt mit seinen beiden großen Cafés trägt seinen Namen Kanoni nach einer dort aufgestellten Kanone aus den Napoleonischen Kriegen, aus dem frühen 19. Jh. Die beiden winzigen Inseln vor der Spitze der Halbinsel, Pontikonissi und Vlacherna, können beide besucht werden. Vlacherna über einen kurzen Damm, Pontikonissi mit einem der Boote, die nach Bedarf von eben jenem Damm aus hinüber fahren.

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Das kleine weiße Kloster mit dem roten Ziegeldach, das fast die gesamte Insel Vlacherna einnimmt, wurde um 1700 erbaut und ist heute verlassen. Die Kirche steht zu Besichtigung und Gebet offen. Auf dem höchsten Punkt von Pontikonissi – der Mäuseinsel – steht eine byzantinische Kapelle aus dem 12. Jh. zwischen schlank aufragenden Zypressen. Eine Gedenktafel erinnert daran, dass hier die österreichische Kaiserin Elisabeth (Sisi) gern saß. Angeblich liebte sie es, von Kanoni aus auf die Insel zu schwimmen.

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Den Ausklang findet die Tour bei einem traditionellen Abendessen in der Altstadt. Eine kleine Taverne, gemütliche Tische mitten auf der Straße, griechischer Wein und allerlei Köstlichkeiten werden kredenzt und als Höhepunkt eine Zorba Darbietung zum mittanzen, ehe es wieder mit dem Bus ins Hotel geht.

Immer Donnerstag wird die Nordtour angeboten.

Diesmal heißt es zeitig aufstehen, denn der Bus holt einen schon sehr früh ab. Die Fahrt führt durch üppige grüne Landschaften an die Westseite, vorbei an wunderschönen Küsten und Stränden mit kristallklarem Wasser.

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Erster Zwischenstopp ist das Kloster Paleokastritsa das auf einer Anhöhe zwischen zwei Buchten liegt. Der Eintritt ist frei und innerhalb der Klosteranlage befinden sich ein kleines Museum mit Ikonen, Büchern usw., eine Kirche und der Klostergarten. Der blumenreiche Innenhof, schattige blumengeschmückte Durchgänge und Arkaden sind eine Augenweide. Da es ein Kloster ist, sollten keine zu knappen Topps und Shorts getragen werden. Gegen eine kleine Spende sollte man allenfalls das Angebot an Umhängen und Überröcken annehmen. Speziell vormittags wie wir, kann man an einem schattigen Plätzchen auf einer Bank die Ruhe und Schönheit auf sich einwirken lassen.

Anschließend nach der Abfahrt mit dem Bus zum Ort Paleokastritsa sollte man eine Bootsfahrt zu den Grotten unterhalb des Klosters buchen und sich von der blauen Grotte „verzaubern“ lassen. Ausreichend Pause steht zur Verfügung.

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Nach gut einer Stunde geht es wieder weiter in Richtung Norden, die Straße dort hin ist derart schmal und auch steil, dass dem Busfahrer wirklich alles abverlangt wird. Kleine Zwischenstopps in traditionellen Dörfern wo man die Möglichkeit hat, Olivenöl, Honig, Kräuter oder Koum Quat zu kaufen, lockern die Busfahrt auf. Beim anschließenden inkludierten Mittagessen (außer Getränke), lernt man die korfiotischen Spezialitäten kennen und kann diese ausgiebig verkosten.

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Gegen Nachmittags gibt es bei der Rückfahrt entlang der Ostküste Korfus, einen kurzer Fotostopp bei der Bucht von Kouloura, wo die schmale Meerenge zu Albanien nur 2 Kilometer beträgt und man von der sehr guten deutschsprachigen Reiseleiterin so einiges über die Vergangenheit Albaniens und den Umgang zu Griechenland lernt.

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Gegen 18 Uhr ist man wieder im Hotel zurück und bei einem Gläschen Wein rekapituliert man die Eindrücke der beiden Touren und bewundert die Griechen wegen ihrer Freundlichkeit, ihrer Gemütlichkeit und Lebensfreude. Korfu ist eine Urlaubsinsel, wo die Tagesabläufe vielleicht doch etwas „entschleunigt“ sind und dies tut der Urlaubsstimmung durchaus gut.

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